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Dienstag · 17.07.2012 · 14:43 Uhr · PM TuS N-Lübbecke / red

Fans wollen "ehrliche Arbeit" sehen - Lübbecke startet in neue Runde


Fehlt dem TuS aufgrund Olympia: Drago Vukovic
Foto: Ingrid Anderson-Jensen
"Wo steht die Mannschaft und wohin wird die Reise in der DKB Handball-Bundesliga im nächsten Jahr gehen?" - Eine Frage, die sich nicht nur der TuS N-Lübbecke stellt, sondern die sich auch zahlreiche andere Bundesligisten zu Beginn einer neuen Saison stellen. Beim TuS begann die Suche nach den Antworten – mit großer Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison.

Durch die Olympischen Spiele gestaltet sich die Vorbereitung in diesem Jahr schwieriger, mit Mattias Gustafsson und Drago Vukovic nehmen zwei wichtige Stützen der Rot-Schwarzen an den Spielen in London teil. Zudem scheint die Liga gerade im Mittelfeld noch enger zusammengerückt zu sein. „In jedem Fall liegt eine spannende Saison vor uns“, sagte Armin Gauselmann, Wirtschaftsbeiratssprecher des TuS, bei der Pressekonferenz am gestrigen Montag zur Saisoneröffnung.

Eine Saison, in der der TuS N-Lübbecke ein anderes Gesicht bekommt. Drei Spieler und der Trainer verließen den Verein, mit Dennis Wilke und Jens Schöngarth kommen zwei junge, ehrgeizige Spieler zu den Ostwestfalen. Dazu ist Jannik Gartmann von LIT Handball NSM mit Zweitspielrecht ausgestattet. Ein entscheidender Wechsel vollzog sich zudem auf der Position des Cheftrainers, wo Gennadij Chalepo die Nachfolge von Markus Baur in der sportlichen Verantwortung antritt.

„Wir sind uns sicher, dass Gennadij seine Ideen schnell einbringen und umsetzen wird“, erklärt Armin Gauselmann. Eine Philosophie, die vor allem auf schnellem Handball und schnellem Umschalten zwischen Abwehr und Angriff beruhe, wie Chalepo ausführt. Besonderes Augenmerk liege dabei auf der aggressiven Deckungsarbeit, ohne die man heute keine Spiele mehr gewinnen könne, betont „Heimkehrer“ Chalepo.

Dass ihm dabei mit den beiden Olympioniken der Stamm-Mittelblock nicht zur Verfügung stehe, sei für „die Jungs eine wunderbare Sache, für ihn als Trainer aber natürlich bitter.“ Vukovic und Gustafsson werden erst zwei Wochen vor dem ersten Meisterschaftsspiel beim TBV Lemgo am 25. August zurückkehren. Bis dahin unterstützen Spieler vom Oberligisten LIT Handball NSM den TuS in der Testphase und ermöglichen Chalepo eine reguläre Trainingsgruppe.

„Wir wissen um die dünne Personaldecke und sichten den Markt“, merkt Gauselmann in Bezug auf den aktuellen Kader an. „Dabei müssen und wollen wir uns auf jüngere Spieler konzentrieren. Mit den Verpflichtungen von Jens Schöngarth und Dennis Wilke haben wir bereits gezeigt, in welche Richtung der Weg führt.“ Auch der neue Cheftrainer wünscht sich, dass „noch ein, zwei Spieler kommen.“ Beim Personalthema wird auch das Doppelspielrecht weiter eine Rolle spielen.

Zwar sei LIT Handball NSM in die Oberliga abgestiegen, „doch mit Konrad Bansa als neuem Jugendkoordinator und Trainer in Nordhemmern haben wir den nächsten Schritt gemacht“, betont Geschäftsführer Uwe Kölling. „Wir haben starkes Interesse daran, dass LIT schnell wieder den Sprung in die 3. Liga schafft.“ In diesem Zusammenhang komme der JSG NSM-Nettelstedt ebenfalls eine große Bedeutung zu. „Mit der JSG machen wir den jungen Handballern Mut“, ergänzt Armin Gauselmann. „Vielleicht schafft einer der Nachwuchsspieler in Zukunft den Sprung nach ganz oben.“

Für die aktuelle Spielzeit geben Armin Gauselmann und der Verein das Ziel aus, sich „im qualitativen Bereich zu verbessern. Wenn sich das in einer guten Platzierung wiederspiegelt, nehmen wir das gerne mit.“ Und auch der Trainer hält eine Prognose hinsichtlich des Tabellenplatzes für schwierig, fordert aber: „Wir wollen wieder das stärkste „Dorf“ im Land sein", ehe er mit einem Schmunzeln hinzufügte: "und die Nummer 1 im Kreis Minden-Lübbecke.“ Insgesamt wolle der TuS deutlich mehr Konstanz in der Saison zeigen, dies gelte vor allem auch für die Heimspiele. „Wenn wir es schaffen, mit unserer Leistung wieder mehr Zuschauer in die Halle zu bekommen, haben wir schon viel erreicht“, so Gauselmann. „Die Spieler müssen verinnerlichen, dass das Lübbecker Publikum ehrliche Arbeit sehen will. Das Team steht hier in der Pflicht“, macht der Sprecher des Wirtschaftsbeirates klar.




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