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Montag · 17.12.2012 · 14:02 Uhr · Daniel Genings und Christian Ciemalla - handball-world.com

HSV optimistisch: Über Kampf zum Sieg und ein starkes Comeback von Bitter


Zurück auf dem Parkett: Johannes Bitter
Foto: Jörg Zehrfeld
Gelöst waren die Mienen beim HSV nach dem Ende der Partie im westfälischen Halle. Nicht nur, dass mit dem 35:29-Erfolg der Verlust weiterer Punkte verhindert wurde, einige Zeichen deuteten auf einen Aufwärtstrend hin. Angesichts von zwölf Minuspunkten nach sechzehn Spielen und dem achten Tabellenplatz war der bisherige Saisonverlauf in der Liga mehr als durchwachsen. Zum Hoffnungsträger ist dabei auch Torhüter Johannes Bitter geworden. Der nach über achtmonatiger Verletzungspause und einem Kurzeinsatz im Pokal in der Liga ein starkes Comeback feierte. "Es war ein tolles Gefühl heute reinzukommen und mithelfen zu dürfen", so Bitter.

"Es war toll Jogi nach so langer Zeit wieder auf der Platte zu sehen. Er hat uns in einer wichtigen Phase des Spiels die nötige Sicherheit mit seinen Paraden gegeben", blickte HSV-Coach Martin Schwalb auf das Comeback des Nationaltorhüters. Nach einem Kreuzbandriss hatte der Torhüter des HSV 261 Tage pausiert, bevor er in der vergangenen Woche ins Mannschaftstraining zurückkehrte und im Pokal gegen Emsdetten bereits einen ersten Kurzeinsatz feierte. Gegen Lemgo war er ein wichtiger Faktor beim Auswärtssieg. "Es war ein tolles Gefühl heute reinzukommen und mithelfen zu dürfen", so Bitter nach dem Spiel.

"Es war toll Johannes wieder auf der Platte in Aktion zu sehen. Er hatte schnell seine Hände am Ball. Das hat uns sehr geholfen", freute sich auch Mitspieler Michael Kraus über die Rückkehr des Torhüters. "Er kann, er will", räumte Schwalb Bedenken hinsichtlich der Fitness aus, es habe kein medizinisches Risiko gegeben.

"Nur das Risiko, dass ich ihn einwechselte und er keinen Ball hält und jeder fragt: Warum wechselt der Depp den ein?", scherzte Schwalb gelöst nach Spielende. Bitter hielt mehrere wichtige Bälle und der HSV-Coach fügte an: "Schön, dass er sich da acht Monate durchgequält hat. Ich bin froh einen solchen Spieler in unseren Reihen zu haben."

"Ich glaube der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung", blickte der gelobte Rückkehrer unterdessen auf die Partie. "Es war ein sehr körperbetontes und aggressives Spiel, aber das liegt uns, wenn wir richtig eingestellt sind. Das waren wir heute. Unsere aggressive Abwehr konnte viele einfache Tore für uns einleiten", so Bitter. "Wir wussten, dass wir bei Lemgo lange gegenhalten müssen, damit wir unser Spiel durchsetzten können. Es hat eine Weile gedauert, aber dann hat das geklappt, was wir besprochen haben: Aggressiv in der Deckung und einfache, schnelle Tore", fügte Michael Kraus an.

"Die erste Halbzeit fand ich persönlich hochattraktiv, beide Mannschaften zeigten hohes Tempo", lobte Schwalb allerdings auch den Gegner, der mit einer starken zweiten Welle seinen Teil zum unterhaltsamen Schlagabtausch beitrug. "Die nötige Aggressivität war da, beide Teams haben richtig gekämpft", so der HSV-Coach, der am Ende allerdings über die größeren Möglichkeiten verfügte. Bei Lemgo machten sich vor allem die fehlenden Alternativen im Rückraum und der damit verbundene Kräfteverschleiß in der Endphase bemerkbar.

"Am Ende der ersten Halbzeit haben wir durch den variablen Gegenstoß, den der HSV heute gespielt hat, zuviele einfache Tore bekommen. Im normalen Positionsangriff mit der offensiven Deckung haben wir ganz gut gestanden. Leider haben wir vier, fünf Tore zuviel bekommen, daraus resultierte der Pausenvorsprung", bilanzierte unterdessen Dirk Beuchler nach der Niederlage. Der TBV-Coach wies aber auch darauf hin, dass der Gegner nicht irgendjemand gewesen sei: "Der HSV ist trotz der Verletzten eine Topmannschaft."

"In der zweiten Hälfte haben wir uns wieder herangekämpft. Dabei hat meine Mannschaft wieder Moral bewiesen", lobte Beuchler, der sich insgesamt zufrieden zeigte mit der Leistung seines Teams. "Als wir nur noch drei Tore zurücklagen, haben wir in fünf Angriffen kein Tor gemacht. Jogi Bitter halt zwei freie Würfe und einen aus dem Rückraum gehalten, dazu kommen unsere technischen Fehler. Das sind entscheidenen Bälle, die eine Topmannschaft wie der HSV ausnutzt und zwei, drei Gegenstoßtore macht, mit denen sie das Spiel entscheidet. Wir müssen nun am Mittwoch mit der gleichen Einstellung nach Essen fahren und dort gewinnen. Das sind die Punkte, die wir brauchen."

"Wir sind zufrieden", erklärte unterdessen auch HSV-Präsident Matthias Rudolph. "Man hat gesehen, dass wir heute mit mehr Selbstbewusstsein agiert haben. Zuerst war das Spiel etwas verkrampft, aber je länger das Spiel dauerte, desto besser sind wir in die Partie gekommen. Für diese Mannschaft ist es wichtig, dass die Verletzten zurückkehren. Das hat man heute ganz deutlich gesehen. Der Sieg war verdient", so Rudolph weiter. Auch für die Hamburger geht es bereits am Mittwoch weiter, zu Gast ist dann die MT Melsungen. Drei Tage später folgt das Duell gegen Wetzlar und am zweiten Weihnachtsfeiertag geht es zum TVG. Drei Siege sollen für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen.

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