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Sonntag · 14.08.2016 · 13:08 Uhr · fcb

Balingen schrammt an Testspiel-Sieg gegen Rhein-Neckar Löwen vorbei


Marius Steinhauser traf siebenmal für die Rhein-Neackar Löwen, Gudjonsson neunmal
Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
Am Sonntag um 11:30 Uhr trafen beim Traumalix dolo Cup in Basel der Deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen und der HBW Balingen-Weilstetten aufeinander. Alexander Petersson war gestern wegen einer Jochbein-Fraktur abgereist (wir berichteten). Die Löwen dominierten das Spiel zunächst, nach dem 9:17-Halbzeitstand rückte Balingen jedoch gefährlich nah heran und verlor mit 23:26 ziemlich knapp. Marius Steinhauser erzielte die letzten drei Löwen-Treffer. HBW-Torhüter Tomas Mrkva traf dreimal ins leere Netz. Im ersten Sonntagsspiel bejubelte ein, verglichen mit gestern, deutlich verbesserter RTV 1879 Basel in einem spannenden Spiel den 26:24-Sieg über Ligakonkurrent St. Otmar Sankt Gallen. Löwen und HBW bestreiten heute jeweils noch ein Testspiel gegen Sankt Gallen bzw. Basel.

Gudjon Valur Sigurdsson, der gestern noch wegen muskulärer Probleme pausiert hatte, war in der Startsieben der Löwen und erzielte den ersten Treffer. Patrick Groetzki sprang für den verletzten Alexander Petersson im rechten Rückraum ein. Auf Rechtsaußen spielte Marius Steinhauser. Der HBW agierte in der, angesichts der Lazarettgröße, derzeit gewohnten Formation mit Matthias Flohr als Spielmacher. Der Ex-Hanseat erzielte vom Kreis das 2:2 (6.). Tim Nothdurft brachte den „Galliern von der Alb“ anschließend die erste Vorlage. Christoph Foth und Markus Stegefelt scheiterten kurz darauf an Andreas Palicka, so lag sein Team trotz einiger Konzentrationslücken alsbald wieder vorne.

Die Rhein-Neckar Löwen setzten im Angriff gezielt auf den siebten Feldspieler, während bei Balingen Peter Johannesson während der Angriffe im Kasten blieb. Nach Lars Friedrich nahm Nikolaj Jacobsen erzürnt eine Auszeit: Lars Friedrich hatte bis zum 5:5 (11.) drei Treffer für Balingen erzielt und war dabei nicht nennenswert angegangen worden. Gudjon Valur Sigurdsson sollte dieses Problems Herr werden, wodurch sich aber Lücken auf der anderen Abwehrseite ergaben. Gedeon Guardiola scheiterte zudem frei an Johannesson. Insgesamt war das Spiel zur „Rio-Uhrzeit“ etwas zäh. Neben Friedrich, Sigurdsson und Palicka, sieben Paraden in 17 Minuten (6:8), fehlten Impulsgeber.

Nach einer Viertelstunde führte HBW-Trainer Runar Sigtryggsson einige Spielerwechsel durch. Nach 18 Minuten stellte Gudjon Valur Sigurdsson für die Löwen auf 7:10, die erste Drei-Tore-Führung. Der Isländer sorgte auch beim 8:12 für die Vier-Tore-Vorlage. Die Löwen hatten ihre Deckung deutlich stabilisiert und konterten die Balinger aus, die teils etwas ungeduldig wirkten. Runar Sigtryggsson unterbrach das Spiel zugunsten einer Auszeit. Seine erste Sieben kehrte aufs Feld zurück. Markus Stegefelt bezwang den starken Andreas Palicka beim 9:14 (24.). Groetzki und Sigurdsson, bereits dessen achter Treffer, erhöhten sofort auf 9:16. Beim Stand von 9:17 ging es in die Kabinen.

Auf Balinger Seite war im bisherigen Spielverlauf der Substanzverlust deutlich sichtbar geworden. Angesichts des Spielstands war die Partie schon nach 30 Minuten nahezu entschieden. Patrick Groetzki schraubte dennoch mit einem feinen Doppelstoßen zum 9:18 weiter an der Führung. Passgeber Andy Schmid wartete derweil weiter auf seinen ersten Torerfolg im Spiel. Anschließend konnte Balingen etwas Ergebniskosmetik betreiben, vor allem Matthias Flohr drehte auf und erzielte unter anderem das 14:21 (37.). Insgesamt wirkte das Team des HBW nun konzentrierter. Torhüter Tomas Mrkva war am 17:23 (41.) mit zwei Treffern beteiligt. Jacobsen ließ eine Auszeit folgen.

Balingen rückte noch näher heran. Die Löwen stellten das Abwehrspiel phasenweise praktisch ein. Yves Kunkel nutzte zunächst einen Siebenmeter zum 19:23. Die Sieben von Runar Sigtryggsson verteidigte jetzt gut, namentlich gegen Baena und Guardiola am Kreis. Bei den Löwen mangelte es vorne und hinten etwas an Bewegung. Nicht nur die elf Gegentore binnen 17 Spielminuten zeugten davon. Zudem waren die schnellen Treffer, die ihnen in der ersten Halbzeit den Vorsprung ermöglicht hatten, nun Mangelware. Balingen blieb konzentriert, verpasste aber zweimal die Chance zum 24:25-Anschlusstreffer. Marius Steinhauser rettete den Löwen mit dem 23:26-Treffer (60.) die Show.


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