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Samstag · 28.01.2012 · 09:03 Uhr · Jörn Kehle

Neuhausener "MadDogs" können in Leutershausen befreit aufspielen

Nach dem etwas überraschenden 36:31-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten TSB Heilbronn-Horkheim steht für die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen das auf dem Papier schwerste Auswärtsspiel der Saison auf dem Programm. Allerdings können die Mannen von Coach Florian Beck befreit aufspielen, denn beim in eigener Halle noch Verlustpunkt freien Tabellenführer (Neun Siege aus neun Spielen) erwartet eigentlich niemand, dass der TSV ausgerechnet dort seine ersten Auswärtspunkte einfährt.

Aber genau darin sieht man beim Gast die Chance. Denn als bisher einzigem Team gelang es den "MadDogs" im Hinspiel die SG Leutershausen in der Egelseehalle mit 33:32 zu besiegen. Seitdem hat die SGL 14 Siege in Serie eingefahren. Der ehemalige Bundesligist thront mit drei Minuspunkten wie im Vorjahr an der Spitze und wird wohl kaum noch aufzuhalten sein und die Meisterschaft einfahren. Bereits im vergangenen Spieljahr holten die Roten Teufel von der Bergstraße den Drittliga-Titel, scheiterten jedoch in den Aufstiegsspielen. Größter Erfolg ist die Vizemeisterschaft in der Handball-Bundesliga in der Saison 91/92, zuvor waren es die beiden Aufstiege "88 und "90 in die Eliteliga.

Im aktuellen Saisonverlauf gewann der Primus alle Heimspiele mehr oder weniger deutlich, nur gegen die TSG Groß-Bieberau (28:27) und die SG Köndringen-Teningen (27:26) behielten die Jungs von Holger Löhr hauchdünn die Oberhand. Die Bilanz des TSV ist ausgeglichen. Neben dem Sieg im letzten Aufeinandertreffen gab es ein Remis (32:32) und eine Niederlage (30:38) in der Spielzeit 09/10. Derzeit ist der Kader der Kurpfälzer ausgedünnt, denn gleich fünf Stammspieler sind langzeitverletzt.

Kreisläufer Philipp Müller (Mittelfußbruch), die Rückraumspieler Benjamin Prestel (Schultereckgelenksprengung mit doppeltem Bänderriss), Daniel Häussler (Adduktorenanriss), Sebastian Brehm (nach Kreuzbandriss noch nicht fit) und Rechtsaußen Max Schmitt (Ellenbogenverletzung) fehlen wohl auch gegen den TSV. Beste Torschützen sind Jochen Geppert (89), der verletzte Prestel (54), Simon Spilger (49), Mark Wetzel (48) und Hannes Volk (48 Tore). Aufpassen müssen die MadDogs auch auf Linksaußen und Youngster Niklas Ruß, der ein Zweitspielrecht beim Bundesligisten Rhein-Neckar-Löwen hat und in vier Spielen 14-mal, darunter neunmal in Groß-Umstadt, traf. Anpfiff in der Heinrich-Beck-Halle ist am Samstag, 20 Uhr.


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