Dienstag · 24.04.2012 · 17:17 Uhr · Ralph Kühnl - SG Leutershausen
Die erste Feier ist vorbei - ab jetzt gibt Leutershausen Vollgas in Richtung Liga 2
Die letzten Feiergesänge zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft in der 3.
Liga Süd waren kaum verklungen, da begannen im Organisations-Team der SG
Leutershausen die konkreten Vorbereitungen auf die 2. Liga.
Bereits am Tag nach der Niederlage des TSB Horkheim gegen die SG Köndringen-Teningen, die der SGL die Meisterschale sicherte, gab es die ersten zielgerichteten Telefonate, Besprechungen und Arbeitsgruppensitzungen. Pläne, die intern über Monate gereift waren, konnten jetzt offen besprochen und angegangen werden. „Die Mannschaft hat toll vorgearbeitet, hat in dieser Saison hart gekämpft und den Aufstieg bereits fünf Spieltage vor Ende der Runde klar gemacht. Diese gewonnene Zeit wollen wir nutzen, um uns bestmöglich auf die 2. Liga vorzubereiten“, begründet Uli Roth, sportlicher Leiter der „Roten Teufel“, die schnelle und effiziente Arbeit hinter den Kulissen.
Dasselbe gilt auch für die Trainingsarbeit von Holger Löhr: „Nach dem Erreichen des Aufstiegs stellen wir den Trainingsbetrieb für den Rest der Saison keineswegs ein. Wir haben eine Woche gefeiert - aber ab sofort konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung für die 2. Liga. Nach wie vor sehen wir die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Spielers als Schlüssel für den Erfolg - auch in der höheren Spielklasse.“
Die offizielle Ehrung des Meisters in der 3. Liga Süd findet am kommenden Samstag, 28. April, 20 Uhr, beim Heimspiel der SG Leutershausen gegen den HBW Balingen-Weilstetten II statt. Im Anschluss an das Spiel steigt in der Heinrich-Beck-Halle eine große Meisterfete mit Musik, bei der die Mannschaft dabei sein wird.
Der Etat für die neue Saison liegt bei 750.000 Euro. Er wird vor allem durch die Partner der SGL finanziert. „Wir haben Partner, die schon lange mit uns zusammen arbeiten und die mit uns gewachsen sind. Die meisten haben zugesagt, dass sie die höheren Kosten in der 2. Liga durch ein höheres Engagement mittragen. In den vergangenen Jahren haben wir uns viel Vertrauen neu erworben“, sagt Uli Roth.
Allerdings ist die SGL wieder auf der Suche nach einem Hauptsponsor. Der Energieversorger EnBW hat sein ursprünglich zugesagtes Engagement nach der wirtschaftlichen Unsicherheit durch die Folgen des Atom-Unfalls von Fukushima zurückgezogen. „Die SGL ist da im Boot mit vielen Vereinen in der Region, die erheblich unter dem Sponsoring-Ausfall dieses großen Unternehmens zu leiden haben“, sagt Jörn Schmitt, Geschäftsführer der SGL Handball GmbH: „Da sieht man mal, wie ein globales Ereignis sich ganz lokal auswirkt. Wir verhandeln zurzeit mit einem Ersatzpartner, sind aber noch nicht zum Abschluss gelangt.“
Mit den Fans und der bewährten Halle zum Klassenerhalt
Eine wichtige Rolle in der Finanzierung des Etats spielen die Zuschauer. Uli Roth: „Wir erwarten in der 2. Liga einen höheren Zuschauerschnitt als in der 3. 2 Liga. Unsere Zielgruppe sind nun Handball-Fans aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar. Sie wollen wir mit attraktivem Handball nach Leutershausen holen.“ Eine zusätzliche Einnahmequelle soll der „Club der 50“ werden. Dessen Mitglieder werden nach dem Spiel im aufgewerteten Clubraum der Heinrich- Beck-Halle verköstigt und bekommen dort nach den Spielen einen direkten Draht zu Trainer und Mannschaft.
Außerdem hat sich der „Teufelsclub“ zur Förderung des Junioren-Handball bei der SG Leutershausen neu formiert. Eine gute Ausbildung des Nachwuchses ist die Basis für den späteren Erfolg in der ersten Mannschaft. Dieser Philosophie widmet sich der „Teufelsclub“ nun aktiver als in der Vergangenheit.
Spielstätte der SG Leutershausen bleibt die Heinrich-Beck-Halle. „Wir gehen davon aus, dass die Kapazität ausreicht“, so Uli Roth. Die Halle wird in Abstimmung mit der Gemeinde Hirschberg „zweitligatauglich“ gemacht: Beispielsweise muss die Anzeigetafel durch ein Gerät ersetzt werden, das den Regeln in der zweithöchsten deutschen Spielklasse entspricht. Außerdem müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass der elektronische Spielbericht eingesetzt werden kann, unter anderem muss es dafür drahtlosen Zugang zum Internet in der Halle geben. „Mit den Vorbereitungen liegen wir im Zeitplan. Wir werden alle Anforderungen der Liga umsetzen können“, schätzt Jörn Schmitt den Projektstatus ein.
Aber nicht nur technisch, auch optisch soll die Halle aufgewertet werden. „Wir setzen auf neue Deko-Elemente und ein ansprechenderes Foyer. Mit dem Qualitätssprung im Sport wollen wir den Fans auch ein besseres Ambiente und mehr Unterhaltung bieten“, so Uli Roth.
Sportliches Ziel der SG Leutershausen in der 2. Liga ist der Erhalt der Klasse. „Es ist ein gewisses Risiko, mit einer jungen Truppe wie wir sie haben werden, anzutreten - aber ein Großteil der Mannschaft ist gut eingespielt und hat zum Beispiel im Pokal bewiesen, dass er mit Zweitligateams durchaus mithalten kann“, so Uli Roth. Trainer Holger Löhr glaubt, dass die Mannschaft in ihrer künftigen Zusammensetzung ein gutes Potenzial hat sich fortzuentwickeln: „Durch unsere Neuzugänge haben wir einen großen Kader. Innerhalb der Mannschaft entsteht eine neue Konkurrenzsituation. Jeder ist gefordert einen Schritt nach vorne zu machen und sich zu präsentieren.“
Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt Anfang Juli und dauert bis Ende August. In dieser Zeit hält die SGL an der lieb gewonnenen Tradition zweier Trainingslager fest: Eines wird sein Zentrum im Leutershausener Gasthaus „Zum Löwen“ haben; für das zweite zieht es das Team in den Schwarzwald. Der erste Spieltag in der 2. Liga wird am ersten Septemberwochenende über die Bühne gehen. Am Wochenende zuvor treten die „Roten Teufel“ im DHB-Pokal an. Wie in der Vergangenheit will Uli Roth außerdem einen hochkarätigen Gegner für die Saisoneröffnung zu einem Vorbereitungsspiel gewinnen. Gegner und Termin dafür stehen noch nicht fest.
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Bereits am Tag nach der Niederlage des TSB Horkheim gegen die SG Köndringen-Teningen, die der SGL die Meisterschale sicherte, gab es die ersten zielgerichteten Telefonate, Besprechungen und Arbeitsgruppensitzungen. Pläne, die intern über Monate gereift waren, konnten jetzt offen besprochen und angegangen werden. „Die Mannschaft hat toll vorgearbeitet, hat in dieser Saison hart gekämpft und den Aufstieg bereits fünf Spieltage vor Ende der Runde klar gemacht. Diese gewonnene Zeit wollen wir nutzen, um uns bestmöglich auf die 2. Liga vorzubereiten“, begründet Uli Roth, sportlicher Leiter der „Roten Teufel“, die schnelle und effiziente Arbeit hinter den Kulissen.
Dasselbe gilt auch für die Trainingsarbeit von Holger Löhr: „Nach dem Erreichen des Aufstiegs stellen wir den Trainingsbetrieb für den Rest der Saison keineswegs ein. Wir haben eine Woche gefeiert - aber ab sofort konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung für die 2. Liga. Nach wie vor sehen wir die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Spielers als Schlüssel für den Erfolg - auch in der höheren Spielklasse.“
Die offizielle Ehrung des Meisters in der 3. Liga Süd findet am kommenden Samstag, 28. April, 20 Uhr, beim Heimspiel der SG Leutershausen gegen den HBW Balingen-Weilstetten II statt. Im Anschluss an das Spiel steigt in der Heinrich-Beck-Halle eine große Meisterfete mit Musik, bei der die Mannschaft dabei sein wird.
Der Etat für die neue Saison liegt bei 750.000 Euro. Er wird vor allem durch die Partner der SGL finanziert. „Wir haben Partner, die schon lange mit uns zusammen arbeiten und die mit uns gewachsen sind. Die meisten haben zugesagt, dass sie die höheren Kosten in der 2. Liga durch ein höheres Engagement mittragen. In den vergangenen Jahren haben wir uns viel Vertrauen neu erworben“, sagt Uli Roth.
Allerdings ist die SGL wieder auf der Suche nach einem Hauptsponsor. Der Energieversorger EnBW hat sein ursprünglich zugesagtes Engagement nach der wirtschaftlichen Unsicherheit durch die Folgen des Atom-Unfalls von Fukushima zurückgezogen. „Die SGL ist da im Boot mit vielen Vereinen in der Region, die erheblich unter dem Sponsoring-Ausfall dieses großen Unternehmens zu leiden haben“, sagt Jörn Schmitt, Geschäftsführer der SGL Handball GmbH: „Da sieht man mal, wie ein globales Ereignis sich ganz lokal auswirkt. Wir verhandeln zurzeit mit einem Ersatzpartner, sind aber noch nicht zum Abschluss gelangt.“
Mit den Fans und der bewährten Halle zum Klassenerhalt
Eine wichtige Rolle in der Finanzierung des Etats spielen die Zuschauer. Uli Roth: „Wir erwarten in der 2. Liga einen höheren Zuschauerschnitt als in der 3. 2 Liga. Unsere Zielgruppe sind nun Handball-Fans aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar. Sie wollen wir mit attraktivem Handball nach Leutershausen holen.“ Eine zusätzliche Einnahmequelle soll der „Club der 50“ werden. Dessen Mitglieder werden nach dem Spiel im aufgewerteten Clubraum der Heinrich- Beck-Halle verköstigt und bekommen dort nach den Spielen einen direkten Draht zu Trainer und Mannschaft.
Außerdem hat sich der „Teufelsclub“ zur Förderung des Junioren-Handball bei der SG Leutershausen neu formiert. Eine gute Ausbildung des Nachwuchses ist die Basis für den späteren Erfolg in der ersten Mannschaft. Dieser Philosophie widmet sich der „Teufelsclub“ nun aktiver als in der Vergangenheit.
Spielstätte der SG Leutershausen bleibt die Heinrich-Beck-Halle. „Wir gehen davon aus, dass die Kapazität ausreicht“, so Uli Roth. Die Halle wird in Abstimmung mit der Gemeinde Hirschberg „zweitligatauglich“ gemacht: Beispielsweise muss die Anzeigetafel durch ein Gerät ersetzt werden, das den Regeln in der zweithöchsten deutschen Spielklasse entspricht. Außerdem müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass der elektronische Spielbericht eingesetzt werden kann, unter anderem muss es dafür drahtlosen Zugang zum Internet in der Halle geben. „Mit den Vorbereitungen liegen wir im Zeitplan. Wir werden alle Anforderungen der Liga umsetzen können“, schätzt Jörn Schmitt den Projektstatus ein.
Aber nicht nur technisch, auch optisch soll die Halle aufgewertet werden. „Wir setzen auf neue Deko-Elemente und ein ansprechenderes Foyer. Mit dem Qualitätssprung im Sport wollen wir den Fans auch ein besseres Ambiente und mehr Unterhaltung bieten“, so Uli Roth.
Sportliches Ziel der SG Leutershausen in der 2. Liga ist der Erhalt der Klasse. „Es ist ein gewisses Risiko, mit einer jungen Truppe wie wir sie haben werden, anzutreten - aber ein Großteil der Mannschaft ist gut eingespielt und hat zum Beispiel im Pokal bewiesen, dass er mit Zweitligateams durchaus mithalten kann“, so Uli Roth. Trainer Holger Löhr glaubt, dass die Mannschaft in ihrer künftigen Zusammensetzung ein gutes Potenzial hat sich fortzuentwickeln: „Durch unsere Neuzugänge haben wir einen großen Kader. Innerhalb der Mannschaft entsteht eine neue Konkurrenzsituation. Jeder ist gefordert einen Schritt nach vorne zu machen und sich zu präsentieren.“
Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt Anfang Juli und dauert bis Ende August. In dieser Zeit hält die SGL an der lieb gewonnenen Tradition zweier Trainingslager fest: Eines wird sein Zentrum im Leutershausener Gasthaus „Zum Löwen“ haben; für das zweite zieht es das Team in den Schwarzwald. Der erste Spieltag in der 2. Liga wird am ersten Septemberwochenende über die Bühne gehen. Am Wochenende zuvor treten die „Roten Teufel“ im DHB-Pokal an. Wie in der Vergangenheit will Uli Roth außerdem einen hochkarätigen Gegner für die Saisoneröffnung zu einem Vorbereitungsspiel gewinnen. Gegner und Termin dafür stehen noch nicht fest.
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