Donnerstag · 16.02.2012 · 17:31 Uhr · chs
Tschechow-Sieg lässt Füchse von Platz zwei träumen
Medwedi Tschechow kann weiterhin von der erneuten Qualifikation für das in 100 Tagen beginnende Final 4 in der Champions League träumen. Die Russen rückten dank des 30:26 (13:13) über Veszprem zumindest bis zum Wochenende auf den vierten Tabellenplatz vor und haben wie die Füchse Berlin nur noch einen Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Ungarn. Mit bereits acht Zählern auf dem Konto steht nun KS Kielce, Gegner Tschechows am letzten Spieltag, auf dem fünften Platz. Die Polen müssen am Wochenende jedoch zum punktlosen Schlusslicht von Bjerringbro Silkeborg und kann durch einen Sieg an Tschechow sowohl auch an den Füchsen Berlin vorbeiziehen, wenn der Bundesligist nicht bei Atletico Madrid punktet.
Medwedi Tschechow stand in seinem letzten Heimspiel unter starken Druck und das Team von Vladimir Maximov erwischte eine starke Anfangsphase. Vor allem mit der beweglichen 5:1-Formation mit Dibirov an der Spitze hatten die Gäste aus Veszprem so ihre Probleme. Erst in der zehnten Minute sollte der künftige Kieler Marko Vujin mit einem Schlagwurf zum 4:2 das erste Gästetor aus dem gebundenen Spiel erzielen, zuvor war Renato Sulic im Konter zum 2:1 erfolgreich gewesen.
Veszprem blieb erfolgreich, wenn es gelang schnell von Abwehr auf Angriff umzuschalten. Die Ungarn waren nun im Spiel angekommen, profitierten aber auch bei ihrer nun einsetzenden Aufholjagd zum 5:4-Anschlusstreffer davon, dass Kovalev ein Kempator nicht anerkannt wurde. Dass den Magyaren nicht der Ausgleich gelang hing auch mit der schwachen Darbietung von Gabor Czaszars von der Strafwurfmarke zusammen, der gleich zweimal nicht den Ball am starken Oleg Grams vorbeibringen konnte. Statt dem möglichen 6:6 konnte Tschechow auf 8:5 davonziehen und Lajos Mocsai musste zur Auszeit greifen.
Doch die Hausherren hatten das Spiel gut unter Kontrolle, waren bereit in der Abwehr viele Meter zu gehen und den gefährlichen Rückraum frühzeitig in seiner Entfaltung zu stören. Veszprem hingegen lebte von Einzelaktionen, wie bei Vujins Tor zum 11:7 (24.), das auch mal Maximov für eine Auszeit auf den Plan rief. Doch auch Veszprem hatte nun die Bereitschaft in der Deckung gefunden, hinzu kam Kovalevs zweiter vergebener Strafwurf und zur Pause war man beim 13:13 durch Czaszar wieder auf Augenhöhe.
In der zweiten Halbzeit erwischten wieder die Hausherren den besseren Start. Dabei vertraute Maximov nun anfangs zumindest der weniger kraftraubenden 6:0-Formation, wechselte erst später auf die 5:1-Deckung zurück. Gerade einmal zwölf Minuten benötigte Tschechow, um sich nach Koksharovs Strafwurftor zum 22:16 den größten Vorsprung in der Partie zu erspielen und Mocsai ein weiteres Mal zum Niederlegen der Grünen Karte zu bewegen. Dieser forderte von seinen Spielern das Querspielen einzustellen und stattdessen auch direkter den Abschluss zu suchen.
Das sollte sich auszahlen, Veszprem fand nun im Angriff wieder seine Linie und konnte auch in der Defensive seine Aggressivität steigern. Bei Tschechow hingegen sollte sich wie auch schon beim Auswärtsspiel in Berlin und auch zum Ende der ersten Halbzeit die Müdigkeit bemerkbar machen. Die Gäste holten Tor um Tor auf, mit einem satten Schlagwurf in den Winkel konnte Vujin fünf Minuten vor dem Ende auf zwei Tore (26:24) verkürzen.
Doch Tschechow konnte noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren, konnte auch unter ärgster Bedrängnis immer erfolgreich vorlegen. Als Harboks Wurf neunzig Sekunden vor dem Ende vom Abwehrblock zum 29:26 den Weg ins Tor fand, auf der Gegenseite Czaszar an Grams scheiterte und der ehemalige Rhein-Neckar-Löwe dann auf vier Tore erhöhte, war die Partie endgültig entschieden und zumindest bis zum Wochenende konnten die Russen in die Top 4 klettern.
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Medwedi Tschechow stand in seinem letzten Heimspiel unter starken Druck und das Team von Vladimir Maximov erwischte eine starke Anfangsphase. Vor allem mit der beweglichen 5:1-Formation mit Dibirov an der Spitze hatten die Gäste aus Veszprem so ihre Probleme. Erst in der zehnten Minute sollte der künftige Kieler Marko Vujin mit einem Schlagwurf zum 4:2 das erste Gästetor aus dem gebundenen Spiel erzielen, zuvor war Renato Sulic im Konter zum 2:1 erfolgreich gewesen.
Veszprem blieb erfolgreich, wenn es gelang schnell von Abwehr auf Angriff umzuschalten. Die Ungarn waren nun im Spiel angekommen, profitierten aber auch bei ihrer nun einsetzenden Aufholjagd zum 5:4-Anschlusstreffer davon, dass Kovalev ein Kempator nicht anerkannt wurde. Dass den Magyaren nicht der Ausgleich gelang hing auch mit der schwachen Darbietung von Gabor Czaszars von der Strafwurfmarke zusammen, der gleich zweimal nicht den Ball am starken Oleg Grams vorbeibringen konnte. Statt dem möglichen 6:6 konnte Tschechow auf 8:5 davonziehen und Lajos Mocsai musste zur Auszeit greifen.
Doch die Hausherren hatten das Spiel gut unter Kontrolle, waren bereit in der Abwehr viele Meter zu gehen und den gefährlichen Rückraum frühzeitig in seiner Entfaltung zu stören. Veszprem hingegen lebte von Einzelaktionen, wie bei Vujins Tor zum 11:7 (24.), das auch mal Maximov für eine Auszeit auf den Plan rief. Doch auch Veszprem hatte nun die Bereitschaft in der Deckung gefunden, hinzu kam Kovalevs zweiter vergebener Strafwurf und zur Pause war man beim 13:13 durch Czaszar wieder auf Augenhöhe.
In der zweiten Halbzeit erwischten wieder die Hausherren den besseren Start. Dabei vertraute Maximov nun anfangs zumindest der weniger kraftraubenden 6:0-Formation, wechselte erst später auf die 5:1-Deckung zurück. Gerade einmal zwölf Minuten benötigte Tschechow, um sich nach Koksharovs Strafwurftor zum 22:16 den größten Vorsprung in der Partie zu erspielen und Mocsai ein weiteres Mal zum Niederlegen der Grünen Karte zu bewegen. Dieser forderte von seinen Spielern das Querspielen einzustellen und stattdessen auch direkter den Abschluss zu suchen.
Das sollte sich auszahlen, Veszprem fand nun im Angriff wieder seine Linie und konnte auch in der Defensive seine Aggressivität steigern. Bei Tschechow hingegen sollte sich wie auch schon beim Auswärtsspiel in Berlin und auch zum Ende der ersten Halbzeit die Müdigkeit bemerkbar machen. Die Gäste holten Tor um Tor auf, mit einem satten Schlagwurf in den Winkel konnte Vujin fünf Minuten vor dem Ende auf zwei Tore (26:24) verkürzen.
Doch Tschechow konnte noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren, konnte auch unter ärgster Bedrängnis immer erfolgreich vorlegen. Als Harboks Wurf neunzig Sekunden vor dem Ende vom Abwehrblock zum 29:26 den Weg ins Tor fand, auf der Gegenseite Czaszar an Grams scheiterte und der ehemalige Rhein-Neckar-Löwe dann auf vier Tore erhöhte, war die Partie endgültig entschieden und zumindest bis zum Wochenende konnten die Russen in die Top 4 klettern.
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