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Freitag · 13.05.2016 · 19:50 Uhr · jun

Neue Regeln: Dänemark setzt drei Änderungen für den Amateurbereich aus


Die neue Regel zum passiven Spiel wird in Dänemark flächendeckend eingeführt
Foto: Ingrid Anderson-Jensen
Während der Entschluss in Deutschland noch aussteht, hat Dänemark seine Entscheidung getroffen: Von den fünf Regeländerungen, die am 1. Juli 2016 in Kraft treten, werden lediglich die Sechs-Pass-Regel für das passive Spiel und die Regelung der letzten 30 Sekunden im Jugend- und Amateurbereich zur Anwendung kommen. Die blaue Karte, der siebte Feldspieler und die Drei-Angriffs-Pause für verletzte Spieler sind nur für die 1. und 2. Liga gültig.

„Die beiden Regeln zum passiven Spiel und dem unsportlichen Verhalten in der letzten halben Minute in allen Bereichen einzuführen, macht absolut Sinn“, lobt Carsten Grønmann-Larsen auf der Verbandswebsite. Der Vizepräsident des dänische Verbands rechtfertig zudem die Entscheidung, die anderen drei Regeln in der Breite nicht einzuführen. “Wir führen die 7-gegen 6-Regel nicht ein, da wir ein großes Augenmerk darauf legen, den gesamten Spieler auszubilden“, so Grønmann-Larsen. „Aus diesem Grund kann man im Jugendbereich keine Angriff-/Abwehrauswechslungen vornehmen.“ Würde man nun die 7-gegen 6-Regel einführen, würde das „diesen Fokus völlig ad absurdum“ führen.

Der Vize-Präsident weiter: „Auch die letzten beiden Regeln ergeben keinen Sinn für den Breitensport. ‘Schauspielern’ ist nichts, was wir als Problem im Kinder- und Jugendhandball erleben und es wäre zudem eine schwere Aufgabe für die Schiedsrichter, dies zu handhaben. Die blaue Karte einzuführen, ergibt keinen Sinn, da alle roten Karten ab der 3. Liga abwärts automatisch zu einem Bericht führen.“

Im Profibereich werden jedoch auch in Dänemark alle fünf Regeländerungen gültig. DHF-Präsident Per Bertelsen erklärt: „Natürlich werden wir die Regeln in der ersten und zweiten Liga einführen, damit unsere Vereine und Nationalspieler die Möglichkeit haben, täglich mit den gleichen Regeln zu arbeiten, nach denen sie international spielen werden.“ Die fünf Regeländerungen wurden im November 2015 auf dem IHF-Kongress in Sotchi beschlossen und treten laut Satzung weltweit am 01. Juli 2016 in Kraft.


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