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Samstag · 28.01.2012 · 08:20 Uhr · Ralph Bilek, Coburger Tageblatt

Rechnung offen: Coburg erwartet Pirna

Zu Gast am Wochenende beim HSC 2000 Coburg ist der ESV Lok Pirna und da haben die Coburger noch eine Rechnung offen, denn das Hinspiel war eines der wenigen, in der der HSC gänzlich ohne Siegchance war und gerade so einem Debakel entging.

„Das war das schlechteste Spiel unserer Mannschaft das ich den letzten zehn Jahren gesehen habe“, so äußerte sich damals Edgar Bischof, einer der vielen mitgereisten Fans, die sich auf den Weg in die sächsische Schweiz gemacht hatten. Auch HSC-Coach Hrvoje Horvat denkt ungern zurück („Da haben wir nach 15 Minuten das Handballspielen aufgehört“), hat jetzt aber erst mal ganz andere Sorgen, denn seine Verletztenliste hat sich verlängert. „Sebastian Kirchner ist beim Jubeln nach seinem Tor in der Schlussphase auf den Fuß von Kenny Schramm getreten und hat sich einen Bänderriss zugezogen. Er wird wohl drei bis vier Wochen ausfallen.“

Dies ist umso gravierender weil auf der linken Außenbahn bereits Hajck Karapetjan verletzt ist, die Alternativen rar sind und die zweite Mannschaft nahezu zeitgleich beim Bayernligazweiten TuS Fürstenfeldbruck gastiert. Eine verzwickte Situation für den HSC. Aber Horvat hatte schon eine Lösung parat: „Ich werde das bei einem „Käffchen“ mit Reserve-Trainer Ralf Baucke klären.“ Dabei hat Horvat durchaus, auch für die nächsten Wochen, im Blick, dass die zweite Mannschaft unbedingt die Klasse halten muss. „Wir werden Woche für Woche neu darüber entscheiden wo die Prioriäten liegen.“ Zur Debatte stehen diesmal Andreas Wolf, Mike Weißbrodt und Christoph Schuhmann.

Denn Pirna wird den HSC fordern: „Die komponieren immer wieder technisch guten Handball auf ausgeglichenem Niveau“, weiß Horvat, dessen Mannschaft in der Abwehr im Vergleich zur Vorwoche zulegen muss: „Da war ich nicht zufrieden, wir brauchen wieder mehr Aggressivität und konzentrierteres Zweikampfverhalten.“ Gleichzeit wünscht er sich eine Wiederholung der Angriffsleistung, kein Wunder bei nur sechs technischen Fehlern, so wenigen wie noch nie und nur 13 Fehlversuchen. Aus 52 Angriffen erzielten die Coburger vergangene Woche 32 Treffer. Aber da muss man gegen die drittstärkste Abwehr der Liga erst einmal hinkommen.

Das Duell ist das Aufeinandertreffen des Sechsten gegen den Fünften der Tabelle und damit auch schon ein Kampf um die Spitze des Verfolgerfeldes hinter dem Spitzenduo Aue und Bad Neustadt. Und die Coburger sind heiß, die zweite offene Rechnung aus der Hinrunde zu begleichen, letzte Woche hat es ja in Münden schon geklappt. Noch zwei Mal wollen die HSCler das wiederholen, jetzt gegen Pirna und am nächsten Wochenende in Bad Neustadt.


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