Sonntag · 25.09.2011 · 22:47 Uhr · Christoph Masche - SC DHfK Leipzig / dpa
DHfK Leipzig in eigener Halle weiter unbesiegt
Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben ihren
Siegeszug in eigener Halle fortgesetzt. Der Aufsteiger feierte am
Sonntag in der 2. Bundesliga gegen Erstliga-Absteiger ASV Hamm einen
30:26 (11:9)-Erfolg. Damit ist das Team von Trainer Uwe Jungandreas
seit nunmehr zwei Jahren in der heimischen Ernst-Grube-Halle
unbesiegt. Erneut waren René Boese (9/2) und Steve Baumgärtel (9) die
besten Leipziger Torschützen. Aufseiten der Gäste traf Andreas Simon
(3) am meisten.
1315 Zuschauer erlebten am Sonntagabend, wie die DHfK-Handballer die Partie von Beginn an dominierten. Sie starteten mit einem Auftakt nach Maß und einer schnellen 3:0-Führung (5.). Dazu boten sie einen sicheren Auftritt in der Defensive, der ihnen häufig das schnelle Spiel nach vorn erlaubte. Als zweite Möglichkeit blieb ihnen, durch Würfe aus der zweiten Reihe oder ein Anspiel an den Kreis zum Erfolg zu kommen. Selbst eine frühe doppelte Unterzahl brachte sie, auch dank eines gut aufgelegten Michael Galia im DHfK-Kasten, nicht ernsthaft in Gefahr (5:2, 12.).
Die tief stehende 6-0-Verteidigung der Gäste überwanden Steve Baumgärtel, Philipp Seitle und René Boese bis zur Mitte der ersten Hälfte mit Bravour. Die Gäste hingegen hatten arge Schwierigkeiten, ihr Spiel aufzuziehen. Der etatmäßige Rückraum-Regisseur Maik Machulla probierte sich auf zahlreichen Positionen und überließ Sebastian Paul und Zdenek Polasek den Part als Aufbauspieler. "Wir sind immer nur hinterher gelaufen" beschrieb der Spielertrainer das Geschehen auf dem Parkett. Sein Gegenüber Uwe Jungandreas freute sich im Nachhinein über den "Start-Ziel-Sieg", denn mit variantenreichen Spielzügen, die oftmals mit lautstark gefeierten Abschlüssen vollendet wurden, schafften seine Schützlinge bald ein vorerst beruhigendes Polster (8:3, 21.).
Baumgärtel traf nach Belieben und erzielte allein fünf Tore im ersten Abschnitt. In den Schlussminuten der ersten Hälfte kassierten die Hausherren noch einige unnötige Gegentreffer durch Ballverluste ohne Not und mussten noch einige Federn lassen (11:9). "Dort haben wir wieder zu viele Fehler gemacht", zeigte sich der Trainer mit den Unkonzentriertheiten in dieser Phase unzufrieden.
Positive Erwähnung fand dann aber auch, dass es seine Schützlinge es schafften, dieses Manko abzustellen, das Tempo zu erhöhen und sich anfangs des zweiten Abschnitts abzusetzen. Das anfangs defensiv geprägte Spiel gestaltete sich nun offener mit vielen Torszenen auf beiden Seiten. Machulla zog jetzt die Fäden im ASV-Angriff und übernahm viel Verantwortung, allein dies reichte gegen die heimstarken Leipziger nicht aus. Im Minutentakt legten sie nun nach, kamen durch René Boese, Till Riehn sowie den zunehmend druckvollen Eric Jacob zu Toren und beeindruckten durch Willen und ihr Tempospiel (16:10, 36.). Und als die Gäste dann kurzzeitig durch Andreas Simon, Mark Schmetz und Dirk Hartmann Hoffnung schöpften, reagierten Jacob, Seitle und Riehn auf ihre Weise und hielten die Grün-Weißen in Front (20:15, 42.). Es schien, als hätten die Grün-Weißen an diesem Abend immer die richtige Antwort parat. So überzeugten sie mit ihrem variablen Positionsspiel oder ihren pfeilschnellen Kontern, die ihr Topscorer Boese vollendete.
Beim ASV waren es vor allem die Außenangreifer Schmetz und Simon, die ihre Mannschaft im Spiel hielten und zu Beginn der Schlussphase noch einmal auf Schlagdistanz (24:22, 52.) brachten. Seitle und Jacob ließen die Beteiligten nur zwei Minuten später aufatmen (26:22) und gemeinsam ließ man sich diesen Vorsprung dann auch nicht mehr nehmen. Als Baumgärtel einen Pass zum Kempatrick ins Tor boxte (29:25, 58.) stand die Ernst-Grube-Halle vollends Kopf. Mit beherztem Einsatz und frenetischer Unterstützung von den Rängen sicherten sich die Messestädter die Punkte und bleiben damit zu Hause weiter eine Macht.
Ein sichtlich enttäuschter Maik Machulla haderte im Anschluss mit der Einstellung seiner Spieler: "Wenn man glaubt, zu einem Aufsteiger zu fahren und nur die Schuhe schnüren zu müssen, um die Punkte mitzunehmen, liegt man völlig falsch", zeigte er sich sichtlich enttäuscht. Seine Hochachtung ging zudem an die Leipziger denen er eine außerordentlich gute Leistung attestierte: "Wir haben vieles probiert, es hat aber nicht funktioniert". Uwe Jungandreas nahm das Lob gern an und gab es an seine Spieler weiter: "Ich habe ihnen gesagt, dass wenn wir unsere Stärken ausspielen und an uns glauben, ist ein Sieg drin". Das hätten sie, bis auf wenige Ausnahmen, hervorragend umgesetzt.
Somit bleiben nicht nur die Punkte in Leipzig, sondern auch die Serie an ungeschlagenen Liga-Pflichtspielen wird immer länger. Als nächstes wird man versuchen müssen, sie gegen den Top-Favoriten der Liga, den TSV GWD Minden, am 9. Oktober zu verteidigen. Zuvor müssen die DHfKler am kommenden Samstag bei TV Neuhausen antreten.
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1315 Zuschauer erlebten am Sonntagabend, wie die DHfK-Handballer die Partie von Beginn an dominierten. Sie starteten mit einem Auftakt nach Maß und einer schnellen 3:0-Führung (5.). Dazu boten sie einen sicheren Auftritt in der Defensive, der ihnen häufig das schnelle Spiel nach vorn erlaubte. Als zweite Möglichkeit blieb ihnen, durch Würfe aus der zweiten Reihe oder ein Anspiel an den Kreis zum Erfolg zu kommen. Selbst eine frühe doppelte Unterzahl brachte sie, auch dank eines gut aufgelegten Michael Galia im DHfK-Kasten, nicht ernsthaft in Gefahr (5:2, 12.).
Die tief stehende 6-0-Verteidigung der Gäste überwanden Steve Baumgärtel, Philipp Seitle und René Boese bis zur Mitte der ersten Hälfte mit Bravour. Die Gäste hingegen hatten arge Schwierigkeiten, ihr Spiel aufzuziehen. Der etatmäßige Rückraum-Regisseur Maik Machulla probierte sich auf zahlreichen Positionen und überließ Sebastian Paul und Zdenek Polasek den Part als Aufbauspieler. "Wir sind immer nur hinterher gelaufen" beschrieb der Spielertrainer das Geschehen auf dem Parkett. Sein Gegenüber Uwe Jungandreas freute sich im Nachhinein über den "Start-Ziel-Sieg", denn mit variantenreichen Spielzügen, die oftmals mit lautstark gefeierten Abschlüssen vollendet wurden, schafften seine Schützlinge bald ein vorerst beruhigendes Polster (8:3, 21.).
Baumgärtel traf nach Belieben und erzielte allein fünf Tore im ersten Abschnitt. In den Schlussminuten der ersten Hälfte kassierten die Hausherren noch einige unnötige Gegentreffer durch Ballverluste ohne Not und mussten noch einige Federn lassen (11:9). "Dort haben wir wieder zu viele Fehler gemacht", zeigte sich der Trainer mit den Unkonzentriertheiten in dieser Phase unzufrieden.
Positive Erwähnung fand dann aber auch, dass es seine Schützlinge es schafften, dieses Manko abzustellen, das Tempo zu erhöhen und sich anfangs des zweiten Abschnitts abzusetzen. Das anfangs defensiv geprägte Spiel gestaltete sich nun offener mit vielen Torszenen auf beiden Seiten. Machulla zog jetzt die Fäden im ASV-Angriff und übernahm viel Verantwortung, allein dies reichte gegen die heimstarken Leipziger nicht aus. Im Minutentakt legten sie nun nach, kamen durch René Boese, Till Riehn sowie den zunehmend druckvollen Eric Jacob zu Toren und beeindruckten durch Willen und ihr Tempospiel (16:10, 36.). Und als die Gäste dann kurzzeitig durch Andreas Simon, Mark Schmetz und Dirk Hartmann Hoffnung schöpften, reagierten Jacob, Seitle und Riehn auf ihre Weise und hielten die Grün-Weißen in Front (20:15, 42.). Es schien, als hätten die Grün-Weißen an diesem Abend immer die richtige Antwort parat. So überzeugten sie mit ihrem variablen Positionsspiel oder ihren pfeilschnellen Kontern, die ihr Topscorer Boese vollendete.
Beim ASV waren es vor allem die Außenangreifer Schmetz und Simon, die ihre Mannschaft im Spiel hielten und zu Beginn der Schlussphase noch einmal auf Schlagdistanz (24:22, 52.) brachten. Seitle und Jacob ließen die Beteiligten nur zwei Minuten später aufatmen (26:22) und gemeinsam ließ man sich diesen Vorsprung dann auch nicht mehr nehmen. Als Baumgärtel einen Pass zum Kempatrick ins Tor boxte (29:25, 58.) stand die Ernst-Grube-Halle vollends Kopf. Mit beherztem Einsatz und frenetischer Unterstützung von den Rängen sicherten sich die Messestädter die Punkte und bleiben damit zu Hause weiter eine Macht.
Ein sichtlich enttäuschter Maik Machulla haderte im Anschluss mit der Einstellung seiner Spieler: "Wenn man glaubt, zu einem Aufsteiger zu fahren und nur die Schuhe schnüren zu müssen, um die Punkte mitzunehmen, liegt man völlig falsch", zeigte er sich sichtlich enttäuscht. Seine Hochachtung ging zudem an die Leipziger denen er eine außerordentlich gute Leistung attestierte: "Wir haben vieles probiert, es hat aber nicht funktioniert". Uwe Jungandreas nahm das Lob gern an und gab es an seine Spieler weiter: "Ich habe ihnen gesagt, dass wenn wir unsere Stärken ausspielen und an uns glauben, ist ein Sieg drin". Das hätten sie, bis auf wenige Ausnahmen, hervorragend umgesetzt.
Somit bleiben nicht nur die Punkte in Leipzig, sondern auch die Serie an ungeschlagenen Liga-Pflichtspielen wird immer länger. Als nächstes wird man versuchen müssen, sie gegen den Top-Favoriten der Liga, den TSV GWD Minden, am 9. Oktober zu verteidigen. Zuvor müssen die DHfKler am kommenden Samstag bei TV Neuhausen antreten.
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