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Sonntag · 30.12.2012 · 17:34 Uhr · fcb/frh

Leipzig besteht Nervenschlacht in Göppingen


Nicole Dinkel musste sich mit Göppingen am Ende dem HCL knapp geschlagen geben
Foto: groundshots.de
Zunächst hatten die Gastgeberinnen arge Probleme, sie kamen erst in der zweiten Halbzeit über die starke Jasmina Jankovic im Tor besser ins Spiel. Leipzig hatte ein 11:6 vorgelegt und schien nicht mehr angreifbar. Auch wenn Göppingen mehrmals den Ausgleichstreffer setzte, reichte es in der insgesamt intensiven Partie für die Gastgeber am Ende nicht zu Punkten. Dem HC Leipzig gelingt angesichts der gleichzeitigen Niederlage des Thüringer HC ein Big Point im Kampf um die Tabellenspitze. Bei den Frisch Auf Frauen ist es die erste Niederlage nach zuletzt sieben Siegen.

Nach der langen EM-Pause hatten sowohl Frisch Auf Göppingen als auch der HC Leipzig spürbare Probleme in ihre gewohnten Abläufe zu finden. Erst nach fünf Minuten fiel der erste Treffer, Maike Daniels netzte mit einem Knickwurf für die Gastgeberinnen. Göppingen ging dabei ohne Maria Kiedrowski ins Spiel, die an Knieproblemen laboriert. In Abwehr und Angriff fehlte es dem Team von Aleksandar Knezevic an Bewegung. Auch der aktuelle Tabellendritte aus Sachsen wirkte zunächst etwas statisch, kam dann aber ins Spiel und baute mit einem überlegenen Antritt einen 5:1-Vorsprung (12.) auf. Aleksandar Knezevic wollte nicht länger zusehen und reagierte mit einer Auszeit.

Die Besprechung blieb wirkungslos. Göppingen spielte in der Offensive weiterhin ohne Idee und baute zunehmend Katja Schülke im gegnerischen Tor auf. Die Gastgeberinnen waren weiterhin vorne wie hinten den nötigen Schritt zu langsam. Erst nach 17 Minuten gelang Maike Daniels beim 2:6 mit einem Verdachtswurf der zweite Treffer. Die Kulisse der 2.300 Zuschauer wurde dominiert von den Trommeln der HCL-Fans, die nach 21 Minuten den 3:8-Treffer von Maura Visser bejubelten. Leipzig agierte zwar in Angriff und Abschluss nicht eben fehlerfrei, Göppingen war jedoch in der ersten Hälfte nicht in der Lage, sich ins Spiel zu bringen, da die Leipziger Abwehr sich kaum eine Blöße gab.

Mit der Defensivleistung konnten derweil auch die Gastgeberinnen zufrieden sein, zumal Leipzig in der ersten Halbzeit lediglich neun Feldtore gelangen. Die heimischen Fans haderten dabei mehrfach auch mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen. Glück konnten die Gastgeberinnen hingegen nur ausnahmsweise verbuchen: Am Ende des ersten Abschnitts galt dies für Anika Leppert, die den Ball an der Mittellinie aufsammelte. Maike Daniels versuchte den Treffer und scheiterte an Katja Schülke. Anne Müller gelangte im Kreis an den Ball, den eroberte Daniels allerdings nochmals zurück. Doch - passend zum Verlauf des ersten Abschnitts für die Hausherinnen - wurde die Situation Sekunden vor der Sirene abgepfiffen. So trennten sich die Teams zur Pause 6:11.

Jasmina Jankovic startete dann, nachdem in den ersten dreißig Minuten bereits Julia Hegemann (ehemals Schulz) eine ordentliche Leistung gezeigt hatte, mit vier Paraden furios in die zweite Halbzeit. Ihre Vorderleute nahmen die Impulse größtenteils auf und verkürzten bis zur 40. Minute auf 9:12. Als Natalie Augsburg an der Niederländerin scheiterte, konterte Karin Weigelt zum 10:12 und zwang HCL-Trainer Stefan Madsen die zweite grüne Karte zu legen. Leipzig schien sich die Angelegenheit in der zweiten Halbzeit leichter vorgestellt zu haben. Der Druck im Spiel fehlte, den Druck machte jetzt Göppingen. Maike Daniels erzielte das 11:13 (43.).

So entwickelte sich das Spiel in der letzten Viertelstunde zur furiosen Schlacht. Leipzig gelangen dabei zunächst Antworten zur Drei-Tore-Führung. Saskia Lang vergab jedoch das 12:15, Stellbrink sorgte aus sieben Metern für den abermaligen Anschluss und Göppingen eroberte wieder den Ball. Nicole Dinkel stellte beim 14:14 (50.) auf Unentschieden. Auch auf den Rängen tat sich etwas, die Göppinger Fans hatten inzwischen die Kulisse erobert. Anders auf dem Feld: Unter der Regie von Jessy Kramer trafen Debbie Bont und Anne Hubinger zum 14:16. Leipzig verteidigte die Führung und hatte dabei mit dem 16:18-Spielzug, vollendet von Debbie Bont, spielerische Glanzmomente.

Am Ende muss Göppingen trotz einer starken zweiten Halbzeit eine hauchdünne 18:19-Niederlage quittieren. Durch Alena Vojtiskova schafften die Filstälerinnen zwar den 18:18-Ausgleich, nach einer Auszeit, danach gelang den Gastgeberinnen aber kein weiterer Treffer. Natalie Augsburg war das entscheidende 18:19 zugunsten Leipzigs vorbehalten. Die Sächsinnen hatten spielerisch insgesamt mehr zu bieten und ließen sich auch nicht von neun Paraden Jasmina Jankovics von der Siegerstraße bringen. Großen Anteil am glücklichen Erfolg des auf Rang zwei vorgerückten Serienmeisters hatte am Ende Katja Schülke, die HCL-Torfrau verhinderte insgesamt 9/1 Göppinger Treffer und zeichnete den Weg zum Erfolg in Göppingen vor.


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