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Sonntag · 30.12.2012 · 17:51 Uhr · red / dpa

Frankfurter HC entzaubert den THC


Ins Straucheln geraten: Erfurt unterliegt in Frankfurt/Oder
Foto: Mario Gentzel
Der Frankfurter HC hat sich fulminant in der Liga zurückgemeldet. Ohne die verletzte Toptorschützin Franziska Mietzner feierte der FHC gegen den Meister Thüringer HC ein 27:26 (12:12)., Friederike Gubernatis behielt sieben Sekunden vor Abpfiff die Nerven und traf per Strafwurf zum Sieg - der angesichts der weitgehenden Dominanz der Oderstädterinnen auch verdient war. Für Mietzner sprang vor allem Anne Jochin (9 Tore) in die Bresche, Nadja Nadgornaja (6) traf am Besten für den Gast, Shenia Minewskaya war vor allem per Siebenmeter (6/9) erfolgreich.

Die Handball-Frauen des Frankfurter HC haben in ihrem letzten Bundesligaspiel des Jahres vor der Saison-Rekordkulisse von 1700 Besuchern den Tabellenführer gestürzt. Die Thüringerinnen mussten nach der zweiten Saison-Niederlage mit 18:4 Zählern den Spitzenplatz in der Tabelle an den Buxtehuder SV (19:3 Punkte) abgeben. Frankfurt, das auf seine beste Schützin Franziska Mietzner wegen einer Knie-Operation verzichten musste, stabilisierte mit nunmehr 12:8 Punkten seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte.

Am Ende war es noch einmal richtig spannend. Sonja Frey traf 30 Sekunden vor Schluss zum 26:26 – nachdem Frankfurt/Oder bereits 25:21 geführt hatte. Aber trotz eines vergebenen Strafwurfes von Minewskaya und einer Auszeit von FHC-Trainer Dietmar Schmidt konnte der Gastgeber diesen Vorteil nur mit Mühe und Not ins Ziel retten. Letztlich war es die nervenstarke Gubernatis, die den FHC jubeln ließ.

Dabei hatte Frankfurt/Oder von Beginn an mächtig Dampf gemacht,m führte nach dem Treffer von Susann Schneider 4:2 (7.) und stand in der Deckung sicher. Als Nadja Nadgornaja zum 4:3 einnetzte, da war dies der erste Treffer aus dem Spiel heraus für den Meister. Der schlug nun zurück, glich beim 5:5 (Popluharova, 13.) aus und ergatterte sich nach einem Doppelschlag von Mie Augustesen gar die 6:7 Führung.

Als wenig später Friederike Gubernatis eine Zeitstrafe kassierte und Nadgornaja zweimal erfolgreich war, stand es 9:11 und der THC schien auf dem Weg, die Partie in den Griff zu bekommen. Aber die Gastgeberinnen wehrten sich nach Kräften und hatten in Anne Jochin eine ungemein torgefährliche Regisseurin. So kämpfte sich der FHC heran, war beim 11:11 (Nega, 25.) wieder auf Augenhöhe und konterte auch das 11:12 (Strafwurf Minewskaya).

Zum Seitenwechsel hieß es 12:12, nachdem Jochin per Siebenmeter getroffen hatte. Nach der Pause kämpften beide Teams weiter auf Augenhöhe, allerdings geriet der THC nun immer mehr unter Druck. So war das 15:16 (Popluharova, 37.) die letzte Führung der Gäste. Der FHC legte zu und war durch drei Treffer von van Capelle, Nega und Jochin auf einmal mit 18:16 in Vorlage. Nachdem Janine Wegner nach 42 Minuten auf 20:17 erhöht hatte, griff THC-Trainer Herbert Müller zur grünen Karte. Sein Team konnte fortan noch zweimal auf einen Treffer aufschließen, ehe sich der FHC wieder absetzen konnte – bis zum 25:21 von Friederike Gubernatis, die dann letztlich auch den Sieg sichern konnte.

Frankfurt/Oder überzeugte vor allem defensiv, konnte aber auch im Angriff Akzente setzen, weshalb der Sieg auch in Ordnung ging. Ein weiterer Sieggarant bei den Handballerinnen aus der Oderstadt war Torhüterin Melanie Herrmann, die überragend hielt und in der Schlussphase zwei Siebenmeter der Thüringerinnen entschärfte. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung machte hingegen dem THC am Ende einen Strich durch die Rechnung. In der Offensive lief zudem nicht viel zusammen.

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