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Montag · 20.03.2017 · 11:15 Uhr · Franko Koitzsch, dpa

Trotz "schmerzlicher Niederlage" gegen Schweden: WM-Endrunde bleibt Ziel der DHB-Frauen


Das Ziel für Emily Bölk und Co. bleibt die WM-Endrunde in Hamburg
Foto: Michael Heuberger
Die deutschen Handballerinnen haben gegen Schweden zwei Niederlagen in zwei Tagen kassiert. 21 Stunden nach dem 28:33 in Göteborg lief die DHB-Auswahl von Bundestrainer Michael Biegler am Sonntag in der Hamburger Barclaycard-Arena erneut gegen die Skandinavierinnen auf und unterlag unglücklich mit 23:24 (15:9). Anders als am Vortag präsentierte sich das Team im Rückspiel in besserer Verfassung.

In Göteborg hatten die deutschen Frauen um Kapitän Anna Loerper reihenweise gute Tormöglichkeiten vergeben. In Hamburg sah es lange Zeit nach einem klaren Erfolg aus. Die DHB-Sieben führte zu Beginn der zweiten Halbzeit mit sieben Toren, doch dann unterliefen ihnen in der Abwehr zunehmend Fehler. Zudem vergaben sie klare Torchancen. "Das tut schon weh", sagte Loerper. "Wir wollten zeigen, dass die Frauen auch Handball spielen können."

Biegler setzte das nicht nach Schweden mitgereiste Quartett Emily Bölk, Lone Fischer (beide Buxtehuder SV), Angie Geschke (VfL Oldenburg) und Isabell Klein (Nantes HB) ein. In der Schlussphase wurde die DHB-Auswahl immer hektischer und baute den Rivalen damit auf. Zudem brachten die zahlreichen Wechsel Unruhe ins Team. "Das ist eine schmerzliche und ärgerliche Niederlage", bilanzierte Biegler. "Im Moment sind wir nicht in der Lage, über längere Zeit die Qualitätsmerkmale abzurufen."

Die DHB-Frauen testeten auch die Atmosphäre, die bei der WM im Dezember in Deutschland herrschen wird. In Hamburg werden beide Halbfinals und das Finale ausgespielt. Als Gastgeberinnen sind die Deutschen qualifiziert. "Nach Hamburg wollen wir bei der WM wieder. Das ist möglich", sagte Präsident Andreas Michelmann. Die große Zahl von mehr als 10.000 Fans war für die DHB-Frauen ungewohnt, in der Bundesliga liegt der Zuschauerschnitt aktuell bei knapp 1.000 Besuchern pro Partie.

Schweden ist für das deutsche Team zum Dauerrivalen geworden. In den vergangenen vier Monaten hat die DHB-Auswahl fünfmal gegen die Skandinavierinnen gespielt. Ein Sieg, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden stehen seither gegen den Olympia-Siebten zu Buche. Für die WM im Dezember will sich das deutsche Team über Testspiele und in der EM-Qualifikation den nötigen Feinschliff holen.

Neben den Frauen testete an beiden Tagen auch die Männer-Nationalmannschaft gegen Schweden. In Göteborg gab es unter dem Kommando von Neu-Bundestrainer Christian Prokop eine 25:27-Niederlage, in Hamburg ein 25:25-Unentschieden. Allerdings fehlten dem Nachfolger von Trainer Dagur Sigurdsson gleich neun Leistungsträger.

Prokop, der zusätzlich zu den Aufgaben als Bundestrainer bis Saisonende Vereinscoach des Bundesligisten SC DHfK Leipzig ist, entschuldigte Fehler seiner neuformierten Mannschaft mit veränderten Spielvarianten. Der dreitägige Lehrgang in Hamburg sei "mit vielen taktischen Neuerungen sehr anspruchsvoll" gewesen, erklärte er. Im zweiten Spiel stand die Abwehr deutlich gefestigter und ließ den Schweden nur wenig Raum.

In Göteborg hatten die Bad Boys in der zweiten Halbzeit ein drohendes Debakel abgewendet. Mehrfach lag der Europameister mit acht Toren hinten. "Zu viele Ballverluste und undisziplinierte Würfe", monierte der Bundestrainer. Erst im Schlussgang funktionierte das Zusammenspiel besser. Prokop: "Das war eine Steigerung in allen Bereichen."

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