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Sonntag · 05.08.2012 · 13:41 Uhr · Christian Stein - handball-world.com

Brasilien siegt trotz "Bruder Leichtfuß" auf dem Parkett


Deonise Cavaleiro traf zum zwischenzeitlichen 22:13
Foto: Michael Heuberger
Fünf Spiele, vier Siege. Die Bilanz von Brasilien, das in der Vorbereitung auch zwei Siege gegen Deutschlands Handballfrauen feiern konnte, liest sich durchaus hervorragend. Welchen Platz die Südamerikanerinnen nun nach dem heutigen 29:26 (14:9) gegen Angola einnehmen, das entscheidet sich erst in den anderen beiden Partien, in denen Russland gegen Montenegro und Kroatien gegen Spanien spielt.

Am fünften Vorrundenspieltag des Olympischen Frauenturniers wurde noch einmal Geschichte geschrieben. Allan Sookes und Brian Bartlett wurden die ersten britischen Handballschiedsrichter, die ein Spiel bei den Spielen leiten durften. Die Brasilianerinnen, die am letzten Spieltag gegen Russland ihre erste Niederlage verdauen mussten, wollten wieder Schwung holen für das Viertelfinale und zumindest die Chance auf den Gruppensieg wahren. Angola, bei dem das Ausscheiden bereits besiegelt war, konnte befreit aufspielen.

Und so war es auch der Afrikameister, der zunächst die ersten beiden Treffer setzte, doch die Südamerikanerinnen fanden auch recht schnell in die Partie, glichen beim 2:2 (5.) bereits und sollten sich nach und nach die Kontrolleüber die Partie erobern. Bis zur zehnten Minute (6:5) konnte Angola noch Schritt halten, dann stieg die Zahl der Fehlwürfe und technischen Fehler immer mehr an und die Brasilianerinnen zogen auf und davon. Am Ende des ersten Durchgangs, der zum Ende hin zunehmend verflachte, stand so eine verdiente 14:9-Pausenführung zu Buche.

Auch in Halbzeit zwei ließen die Brasilianerinnen keinen Zweifel am Sieg aufkommen. Konnte Angola nach dem 15:13 (37.) von Rechtsaußen Isabel Guialo vielleicht noch leichte Hoffnungen hegen, so war dies bereits wenige Minuten später und einem 0:7-Lauf Makulatur. Problemlos konnten die Südamerikanerinnen das Ergebnis in die Höhe schrauben, was Angolas Trainer Vivaldo Eduardo beim Stand von 22:13 (44.) für Brasilien zur Auszeit bewegte.

Die Schlussviertelstunde spielten die Afrikanerinnen dann wieder mit, in den letzten zehn Minuten ging dann bei Brasilien immer mehr die Konzentration verloren. Tor um Tor holten die bis dahin chancenlosen Gäste auf und waren vier Minuten vor dem Ende nach einem Treffer von Viegas zum 27:25 wieder auf Tuchfühlung. Carolina Morais hätte wenig später sogar den Anschlusstreffer erzielt, wenn die SChiedsrichter nicht ihren Kreiseintritt beim Absprung bemerkt hätten. Morten Souvak hatte genug, nahm zwei Minuten vor dem Ende noch einmal eine Auszeit und Fernanda Franca da Silva sorgte von linksaußen mit dem 28:25 für die Entscheidung.





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