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Montag · 26.09.2011 · 08:06 Uhr · Harry Traubenkraut

Weibern macht weniger Fehler: Dritter Sieg im dritten Spiel


Am Ende zählen die Punkte: Ildiko Barna
Foto: Jürgen Pfliegensdörfer
Die Weiberner "Vulkan-Ladies" haben im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit einem 32:30 (18:13) Sieg den dritten Saisonsieg eingefahren und bleiben damit Tabellenführer.

Nach einer zerfahrenen Partie sind die Zweitligahandballerinnen am Samstagabend mit einem blauen Auge davon gekommen. Was nicht nur sinnbildlich gemeint ist, denn TuS-Akteurin Simone Salz "zierte" nach Abpfiff ein beachtlich Veilchen. Die blutigen Risswunde am dem Foul ihrer Gegenspielerin zwang Salz in der 50. Minute vorübergehend auszuscheiden. Eine Aktion, die TuS-Trainerin Ildikó Barna mit in die Analyse für die wackelige Weiberner Schlussphase aufnahm.

"Wir haben uns in der zweiten Halbzeit selbst aus dem Tritt gebracht. In der Abwehr haben wir nicht mehr zugegriffen, vorne unkonzentriert und überhastet abgeschlossen. Außerdem hat uns Simone gefehlt, und ich habe auch zu früh zu viel gewechselt. Gut, dass wir letztlich von unserer klaren Führung leben konnten", so Barna. Vor lediglich 190 Zuschauern bot die von Unbeständigkeit auf beiden Seiten geprägte Partie mehr Kampf, als Struktur. Den letzten Leistungseinbruch erwischte dann Weibern. Was den bis dahin klar im Hintertreffen liegenden Gästen eine Aufholjagd bescherte, die Gästetrainer Michael Funke zum Konjunktiv greifen ließ. "Hätten wir das 31:31 gemacht, dann wäre das Spiel vielleicht noch gekippt. Meiner Meinung nach wäre ein Unentschieden verdient gewesen".

Aus seiner Sicht war diese Einschätzung zwar verständlich, doch bei allem "hätte, wenn und aber", war Weibern einfach um jene zwei Tore weniger fehlerhaft, die das Endresultat ausdrückten. Wobei zunächst der Wolfsburger Individualhandball dominierte, bei dem der Gästerückraum mit variantenreichen Einzelaktionen eine 3:6 Führung herauswarf. Weibern hielt aber gegen und kam beim 6:6 zum ersten Ausgleich. Dank einer sich steigernden Torfrau Lisi Herbst, einer 5:1-Abwehr, die das Angriffsspiel der Gäste besser ausbremste, sowie guten Kreisanspielen vorne und fintenreichen Hüftwürfen von Simone Salz und Nadja Zimmermann schienen die TuS-Handballerinnen mit vier Tore in Folge ab dem 14:13 schon auf Siegkurs zu schwenken.

Daran zweifelte der TuS-Anhang wohl spätestens kaum noch, als sich die Vulkan-Ladies gar auf 22:14 absetzten. Doch gegen die nun deutlich offensivere, phasenweise mit doppelter Manndeckung operierende VfL-Abwehr rannten sich Weiberns Akteurinnen nun immer häufiger fest. Die trügerische Weiberner Überlegenheit führte zudem auch defensiv zu fahrlässigerem Zweikampfverhalten. So blies der VfL nochmals zur Aufholjagd und die TuS-Handballerinnen mussten in der Schlussphase wieder mal einen Kraftakt bemühen, um dank einer kämpferischen Leistung zu triumphieren. Mit entscheidend hierbei waren sicher auch fünf von sechs verwandelten Siebenmetern von Maja Klingenberg "Wir haben es uns selbst schwer gemacht und Wolfsburg war der vermutet unbequeme Gegner. Am Ende zählt aber nur eines – wir haben 6:0 Punkte", wusste Barna die Partie richtig ein zu ordnen.


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