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Dienstag · 10.07.2012 · 18:11 Uhr · Mike Junker

Nach Rückzug in Liga 3 will Ketsch in der vorderen Hälfte mitspielen - Konrad-Comeback mit 40

Rund 13 000 Kilometer für 15 Auswärtsspiele mussten die Ketscher TSG-Handballerinnen quer durch die Republik fahren, um an alle Spielorte der eingleisigen 2. Bundesliga zu kommen. Dies waren gewaltige Strapazen für alle Spielerinnen und Betreuer, auch unter Kostengesichtspunkten war dies ein echtes "Abenteuer", erläuterte Spielbetriebs-GmbH-Mitglied Berthold Barcaba. Hinzu kam in der abgelaufenen Runde ein unerhebliches "Verletzungspech" mit teils langwierigen Ausfällen.

"Daher war es eine Entscheidung des Kopfes, nicht unbedingt des Herzens", so Barcaba als Sprecher der Geschäftsführer, den erneuten Lizenzantrag zurückzuziehen, auch wenn der sportliche Abstieg vermieden worden wäre, den Gang in die 3. Liga anzutreten. In der Weststaffel trifft die TSG überwiegend Mannschaften mit langer Handballtradition, gegen die sie aber wenig oder noch nicht gespielt haben. Als Saisonziel gibt die Teamleitung vor: "Die Mannschaft soll sich finden, in der oberen Hälfte mitspielen, aber es besteht kein Druck. Der Wiederaufstieg in die 2. Liga ist erst in zwei bis drei Jahren geplant – Und: Hoffentlich haben wir weniger Verletzungssorgen als in der vergangenen Saison", fügt Barcaba noch an.

Nicht nur die Ausrichtung nach Westen ist neu, auch der Kader präsentiert sich aufgrund von Abgänge von fünf Leistungsträgern - Alina Seiter (Karriere-Ende), Julia Löbich, Theresa Köhler (FSV Mainz), Sandra Kleinjung (Bensheim/Auerbach), Norma Krake (Mundenheim) - wieder einmal größtenteils verjüngt. Oder, wie Barcaba formuliert: "Wir haben dem Nachwuchs eine Chance gegeben."

So kehrten von Bensheim/Auerbach die ehemaligen Jugend- und Ib-Spielerinnen Anna Michl und Nina Hofstetter (beide 19) zurück. Jana Benz (19) wurde zur Vertragsspielerin, Ramona Schmidt (20) und Lena Feiniler (19) stiegen aus der A-Jugend und "Zweiten" auf. Die größte Überraschung ist aber das Comeback von Krisztina Konrad (40), die als spielende Co-Trainerin Coach Marcus Gutsche zur Seite steht. Dort befindet sich auch Tonci Peribonio, der als Torwart-Trainer weiter verpflichtet wurde. Für den berufsbedingt ausgeschiedenen Physiotherapeuten Tobias Ries rückt Andrej Worm nach.

Keine Veränderungen gibt es hingegen bei Dauerkarten und Eintrittspreisen, die stabil bleiben. Zusätzlich wurde die "Aktion 4" für Fans ins Leben gerufen. Für eine Patenschaft über 400 Euro für eine der zwölf Auswärtsfahrten werden jeweils für vier Personen Sitzplätze im Mannschaftsbus reserviert, die entsprechende Anzahl Tickets vor Ort besorgt. Auf der Rückfahrt gibt es dann für alle vier ein Vier-Gänge-Menü im Bus. Die Vorbereitung ist bereits angelaufen, zwei Trainingslager sowie Turniere in Allensbach, Ludwigsburg und rund vier Vorbereitungsspiele sind geplant.




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