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10/18/2007 - PM HSV Hamburg / mak
Champions Trophy: Ein Titel, der Kiel fehlt - Kann Magdeburg überraschen?

Die Fans aus Celje wollen ihrer Mannschaft gegen die deutschen Klubs den Rücken stärken
Photo: Barbara Wöhling

Ales Pajovic kann den THW unterstützen
Photo: fotograf-kiel.de
Am kommenden Wochenende tritt die Bundesliga wieder einmal geballt auf die europäische Bühne. Bei der Champions Trophy im slowenischen Celje vertreten der Champions League Sieger THW Kiel, der Cupsieger-Gewinner HSV Hamburg und der EHF-Pokalsieger SC Magdeburg den deutschen Vereinshandball. Gastgeber RK Celje Pivovarna Lasko komplettiert das illustre Teilnehmerfeld. Am Samstag startet das Turnier, die Finalspiele finden am Sonntag statt.

Bislang war der europäische Supercup, der seit 1996 unter der Bezeichnung European Championship for Club Teams lief, eine eher spanische Domäne. Die ersten vier Titel von 1996 an sammelte der FC Barcelona ein, 2003 hieß der Sieger wieder Barcelona. Danach konnten auch Portland San Antonio (2000), und zuletzt zweimal Ciudad Real (2005/06) den Titel nach Spanien holen. Celje konnte sich 2004 als Titelträger eintragen, der SC Magdeburg siegte 2001 und 2002. 70.000 Euro Preisgeld und reichlich Prestige sind beim diesjährigen Gipfeltreffen der europäischen Titelträger zu gewinnen.

SC Magdeburg

Der SC Magdeburg ist bislang viermal beim EHF European Club Champion Chip, wie der Wettbewerb bis zum Sommer offiziell hieß, angetreten. 1999 richtete der SCM den Wettbewerb selbst aus, scheiterte im Finale aber mit 25:26 am FC Barcelona. Als EHF-Cup-Sieger 2001 setzte sich der SCM zunächst gegen die SG Flensburg-Handewitt im Halbfinale der Vereins-Europameisterschaft durch. Das Finale gegen Portland San Antonio konnten die Bördeländer mit 21:20 ebenfalls siegreich bestreiten und im zweiten Anlauf den ersten Titel des Vereins-Europameisters gewinnen. Ein Jahr später gelang dieses Kunststück nach Siegen gegen Ciudad Real im Halbfinale und Fotex KC Veszprém im Endspiel (31:30) erneut. Und auch 2005 gelangte Magdeburg durch einen Sieg über Ademar Leon ins Finale, in dem es jedoch eine 28:37-Niederlage gegen BM Ciudad Real setzte. Dennoch ist der SC Magdeburg mit zwei Titeln aus fünf Anläufen, zusammen mit dem VfL Gummersbach, die erfolgreichste deutsche Mannschaft des Wettbewerbs. In der laufenden Spielzeit hat das Team von Trainer Bogdan Wenta noch keine internationale Luft schnuppern können, steigt erst im November in den Europapokal der Pokalsieger ein. Dort werden die Grün-Roten auf den russischen Vertreter Sungul Sneschinsk treffen.

THW Kiel

Für den THW Kiel ist es der vierte Auftritt bei der Vereins-Europameisterschaft. Den Titel konnte der Triple-Sieger 2007 jedoch bisher nicht gewinnen. Bei den ersten beiden Versuchen scheiterten die Schleswig-Holsteiner jeweils im Halbfinale - 2001 an Portland San Antonio, 2002 an Fotex KC Veszprém - und erreichten die Spiele um Platz drei. Die beiden Partien endeten für die Kieler mit einer ausgeglichenen Bilanz. Einem 33:31-Sieg im deutsch-deutschen Duell gegen die SG Flensburg-Handewitt (2001) folgte ein Jahr später eine 20:32-Niederlage gegen BM Ciudad Real. Die bisher beste Platzierung erreichte der THW im Jahr 2004: Nach einem 37:35 über CBM Valladolid zogen die Kieler ins Champions Chip-Finale ein, unterlagen dort jedoch RK Celje knapp mit 29:30. In den aktuellen Wettbewerb geht der Deutsche Meister mit erheblichen Personalsorgen. Filip Jicha (Meniskuseinriss), Nikola Karabatic (Bänderanriss im linken Schultereckgelenk) und Kim Andersson (Bänderriss im linken Knöchel) fallen ebenso längerfristig aus wie Christian Seitz (Hüft-OP) und Daniel Wessig (Knie-OP). Daher wurde kurzfristig der Slowene Ales Pajovic vom spanischen Meister Ciudad Real verpflichtet. Der slowenische Nationalspieler ist im Gegensatz zur ersten Gruppenphase der EHF Champions League, in der der THW bisher alle drei Spiele gewann, für die Champions Trophy spielberechtigt.

RK Celje Pivovarna Lasko

Der gastgebende Verein RK Celje Pivovarna Lasko hat bisher eine Teilnahme am EHF European Club Champion Chip zu Buche stehen. Als seinerzeit amtierender Sieger der EHF Champions League setzten sich die Slowenen im Jahr 2004 zunächst in der Vorschlussrunde gegen BM Ciudad Real durch. Im Finale kam es dann zum Aufeinandertreffen mit dem THW Kiel, das Celje mit 30:29 für sich entscheiden konnte. Gleichwohl ist der slowenische Serienmeister eine große Nummer auf europäischer Ebene, in den letzten 11 Jahren erreichte man neunmal das Viertelfinale der Champions League.

In der laufenden Spielzeit spielt der aktuelle slowenische Meister in der Champions League Gruppe F u.a. gegen den VfL Gummersbach. Nach drei Punkten aus den ersten beiden Partien unterlag RK Celje den Oberbergischen zuletzt mit 28:32, verpasste damit den Sprung an die Tabellenspitze und rangiert nach Abschluss der Hinrunde auf dem dritten Platz der Vorrundengruppe. Das Team, das, wie in jedem Jahr, auch in diesem Sommer wieder Leistungsträger an andere Vereine verlor - Sergej Harbok an die Rhein-Neckar-Löwen, Jure Natek an Montpellier HB, Denis Spoljaric an RK Zagreb und Matjaz Brumen an RK Cimos Koper – hat mit Mirzad Tersic aus Zagreb einen neuen Hoffnungsträger für den Rückraum verpflichtet, der mit dem wurfgewaltigen Miladin Kozlina für Druck aus dem linken Rückraum sorgen soll. Youngster Vasja Furlan kam vom RK Gold Club und gilt als große Nachwuchshoffnung, außerdem kam mit Igor Kos ein routinierter Linkshänder in das Team von Trainer Kasim Kamenica. Außerdem wird die heimische Halle "Dvorana Zlatorog" mit 5.100 begeisterten Zuschauern als gewichtiges Argument auf der Seite von Celje stehen, wenn es im Halbfinale gegen den SC Magdeburg geht.

HSV Hamburg

Der HSV tritt als Debütant in dem Wettbewerb der Europapokalsieger an, allerdings mit dem Selbstvertrauen aus drei Siegen in drei Spielen der EHF Champions League. Zudem stehen HSV-Trainer Martin Schwalb, außer Bruno Souza, alle Spieler zur Verfügung. Dem gegenüber steht der äußerst enge Spielplan, den die Teilnahme an vier Wettbewerben (HBL, EHF Champions League, DHB-Pokal, EHF Champions Trophy) bedingt. Die Spieler des HSV haben wiederum nur einen Tag Aufenthalt in Hamburg, ehe sie am Freitag um 10.05 vom Flughafen Hamburg in Richtung Slowenien aufbricht. Trainer Martin Schwalb bewertet die Teilnahme am Kräftemessen mit den anderen Europapokalsiegern daher differenziert: "Wir freuen uns als Neuling natürlich sehr auf die Champions Trophy und wollen so gut wie möglich abschneiden. Allerdings wird das sehr schwer. Kiel, Magdeburg und Celje sind harte Brocken, egal gegen wen man da nun spielt. Außerdem sind meine Jungs nach der Belastung in den vergangenen Wochen ein bisschen müde. Da tut jeder weitere Termin weh."

Alle Spiele der EHF Champions Trophy live bei Eurosport

Die Auslosung für die EHF Champions Trophy erfolgte Anfang September und sieht für den HSV als Halbfinalgegner am Sonnabend, 20. Oktober, um 19.00 Uhr, den THW Kiel vor. Im anderen Semifinale treten, bereits um 17.00 Uhr, RK Celje Pivovarna Lasko und der SC Magdeburg gegeneinander an. Die beiden Gewinner der Vorschlussrunde treffen dann am Sonntag, 21. Oktober, um 15.30 Uhr, im Endspiel der Vereins-Europameisterschaft aufeinander. Die beiden Halbfinal-Verlierer spielen vorher, um 13.30 Uhr, um die Plätze. Alle vier Partien der EHF Champions Trophy werden von Eurosport oder Eurosport 2 live aus Celje übertragen. Das Spiel des HSV gegen den THW Kiel läuft am Sonnabend, 20. Oktober, ab 19.00 Uhr auf Eurosport 2 (über Kabel und Satellit). Die Spielansetzungen der EHF Champions Trophy und die entsprechenden Fernsehtermine lauten im Einzelnen:

Halb-Finale:

20.10.2007
17:00 RK Celje Pivovarna Lasko - SC Magdeburg (Eurosport)
19:00 THW Kiel - HSV Hamburg (Eurosport 2)

Finale und Spiel um den dritten Platz:
21.10.2007
13:30 Spiel um den dritten Platz (Eurosport 2)
15:30 Finale (Eurosport)
Further news about Martin Schwalb:
30.12.2007: Bundesliga before the break: The North on top
15.12.2007: Hamburg and Flensburg are leading the Bundesliga - Heavy Set-Back for Essen
13.12.2007: "We Want to Grab Some Titles" - Gille-Brothers Extend Contracts with Hamburg
Further news about Ales Pajovic:
30.12.2007: Pajovic made last match for THW Kiel
17.10.2007: Pajovic is Cleared to Play for Kiel in the Champions Trophy Competition
02.10.2007: Ales Pajovic to Play for Kiel Until January 2008
Further news about SC Magdeburg:
22.11.2008: SC Magdeburg renews contract with key player Tönnesen
03.04.2008: Gladiators re-sign Bartosz Jurecki
19.11.2007: Tkaczyk and Bielecki Ask SC Magdeburg for Immediate Release from Contract
 
Directly link to this news:
http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=0/&GID=1&auswahl=11127
 
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