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11/04/2008 - Ralf Steinhorst – handball-world.com
Studie zum Beachhandball ist in die Online-Befragung gestartet

Beachhanball - wo liegen die Perspektiven?
Photo: Katarina Wilcken
Während Beachvolleyball schon heute kleine „Stadien“ füllt, muss der Beachhandball sich noch enorm entwickeln, um einen ähnlichen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Markus Roth hat sich als Student der Sportwissenschaften des Themas Beachhandball in Form einer Diplomarbeit an der TU München angenommen. Unter dem Titel "Beachhandball – eine empirische Untersuchung zur Entwicklung und den Zukunftsperspektiven dieser Variante des Handballs“ ermittelt er auch Daten an Hand eines Fragebogens. Dieser wendet sich nicht nur an Spieler/innen im Beachhandball. Aber auch gerade Hallenhandballer sollen bei der Aktion mitmachen, unabhängig davon, ob sie mit Beachhandball schon Kontakt hatten oder nicht. Die groß angelegte Befragungsaktion soll möglichst viele Spieler/innen erreichen, um die Ergebnisse der Untersuchung möglichst lückenlos darzustellen.

Markus Roth ist dabei nicht der typische Student, der nach Erlangung des Abiturs sein Studium absolviert und mit einer Diplomarbeit abschließt. Vielmehr hat der heute 37-Jährige zunächst sein Sportstudium auf Lehramt absolviert und so schon einige Jahre als Sportlehrer an der Realschule hinter sich. Die nächste Herausforderung ist nun, das Diplom für Sportwissenschaftler zu erlangen.

Bis vor drei Jahren war Markus Roth als Handballspieler und als Handballtrainer im Jugenbereich aktiv. In der Halle spielte er unter anderem in der Regionalliga beim TSV Langenau. Aber auch der sandige Untergrund war ihm zum Handballspielen nicht fremd. Der ehemalige Beachhandball-Auswahltrainer Alex Gehrer, der auch jahrelang Mitglied im Orgateam Beachhandball des DHB war, wohnt nur 20 km vom Heimatort Roths entfernt. Klar, das man sich aus von Treffen in der Handballregion kennt. Und da Alex Gehrer über die regionalen Grenzen hinaus als jemand bekannt ist, der immer ein Herz für die Weiterentwicklung des Beachhandballs hatte, hat diese Sichtweise auch Markus Roth erfasst.

Als Sportlehrer hat er sich deshalb die Frage gestellt, wie man Handball über den Beachhandball attraktiv machen kann. Zur wissenschaftlichen Analyse kam er allerdings über das Thema Tendsportarten. Der Sprung zum Beachhandball war dann nicht mehr weit. Gegenüber handball-world.com erläutert Roth dabei, das eine Trendsportart verschiedene Stufen durchläuft, wobei sich am Ende die Frage stellt, ob die Sportart nur ein Trend bleibt oder sie „angekommen ist“. Dieser Frage will Markus Roth mit seiner Untersuchung im Falle des Beachhandballs nachgehen.

Für seine Online-Fragebogenaktion suchte er den Kontakt zu allen Landesverbänden, um über deren Adresslisten möglichst viele Vereine direkt anschreiben zu können. Das sich nur 50% der angesprochenen Landesverbände bisher zurückmeldeten, enttäuscht Markus Roth zwar, wirft ihn aber nicht um. Im Gegenteil: In den letzten Wochen hat er über 3000 sogenannte Multiplikations-Schreiben per E-Mail an Abteilungsleiter, Trainer und Spieler in den Vereinen versandt, um auf sein Projekt aufmerksam zu machen und um rege Teilnahme zu bitten.

Die Fragebogenaktion wurde am 1. November freigeschaltet und bereits nach drei Tagen sind schon an die 300 beantwortete Fragebögen eingegangen. Mit teils doch erstaunlichen Tendenzen, wie Roth bereits jetzt feststellt, ohne dabei näher auf Details einzugehen, um das Gesamtergebnis nicht zu verfälschen. Die Aktion läuft bis zum 30.11.2008, dann geht es in die Auswertung. Die Ergebnisse der Studie werden dann zum Frühjahrsende vorliegen, also rechtzeitig zum Beginn der kommenden Beachhandballsaison.

Wolfgang Sasse, Referent Beachhandball des DHB, unterstützt das Projekt. „Allein die Fragebogenaktion ist schon interessant. Sie wird uns Erkenntnisse darüber bringen, wie die Spieler unsere Sportart sehen und wo wir dann vielleicht auch Ansätze zur Weiterentwicklung finden. Gerade weil es für uns das erste Mal ist, dass Beachhandball in dieser Art analysiert wird, sehen wir den Ergebnissen mit Spannung entgegen.“

Wenn Sie als aktiver Handballer die Studie unterstützen möchten gelangen Sie mit einen Klick auf den Link Online-Fragebogen Beachhandball direkt zur Befragung.
 
Directly link to this news:
http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=0&GID=1&auswahl=17307
 
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