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Season 2010-2011 | 11.Matchday | 11/22/2009, 17:45
LogoSC Magdeburg - HBW Balingen-W.Logo
31:27 (15:13)
Bördelandhalle Magdeburg (Spectators: 4012)
Referee: Matthias Brauer, Kay Holm
11/22/2009 - Christian Ciemalla - handball-world.com
Balingen macht Magdeburg das Leben schwer - SCM siegt 31:27

Benjamin Herth zeigte eine starke Leistung, am Ende reicht es in Magdeburg dennoch nicht
Photo: Eibner Pressefoto
Der SC Magdeburg kam am Sonntag gegen Tabellenschlusslicht HBW Balingen-Weilstetten zu einem 31:27 (14:13)-Zittersieg. Für Yves Grafenhorst keine Überraschung: "Wir haben erwartet, dass es ein schweres Spiel wird. Zwar ist Balingen Letzter, aber im Schnitt haben sie nur mit zwei bis drei Toren verloren." Beste Werfer in der Bördelandhalle waren die Magdeburger Yves Grafenhorst (7) und Fabian van Olphen (6/3). Bei den Weilstettern waren Felix Lobedank (9) und Benjamin Herth (9/2) am erfolgreichsten.

Einen stockenden Start erwischte der Tabellenletzte HBW Balingen-Weilstetten in Magdeburg. 7:23 Minuten benötigten die Gäste, bevor Felix Lobedank der erste Treffer gelang. Wirklich absetzen konnten sich die Hausherren trotz der torlosen Anfangsminuten des Teams von Rolf Brack aber nicht. Yves Grafenhorst war zwar der erste Treffer bereits in der zweiten Minute gelungen, danach aber gab es auch beim SCM einigen Leerlauf. Andreas Rojewski und Christoph Theuerkauf scheiterten mit Strafwürfen und auch die ersten beiden Strafzeiten gegen Balingen blieben ungenutzt. Grafenhorst und Theuerkauf erhöhten zwar auf 3:0 - wirklich Kapital aus der Dominanz aus den Anfangsminuten zogen die Gastgeber aber nicht. Und als Lobedank der angesprochene erste Treffer der Gäste gelang, übrigens in Unterzahl, hieß es lediglich 3:1.

Nach einem Treffer von van Olphen kassierte auch Magdeburg die erste Strafzeit, Damien Kabengele musste auf die Strafbank. Auch in der Folge gab es immer wieder Hinausstellungen auf beiden Seiten, insgesamt verhängte das Duo Brauer/Holm, das dabei seiner anfangs eingeschlagenen Linie treu blieb, zwanzig Strafminuten. Die Deckung der Balinger hatte zunächst einige Probleme, ließ sich immer wieder auseinanderziehen, wie in der dreizehnten Minute als Rojewski den Pass zu Jurecki an den Kreis brachte, der zum 7:3 erhöhte. Doch herausgespielte Treffer wie diese waren selten, vor allem, weil der Rückraum um den zuletzt so starken Rojewski nicht zu gewohnter Durchschlagskraft fand, immer wieder gelang es Balingen den Spielaufbau erfolgreich zu unterbinden. Leichte Treffer im Gegenstoß nach Balinger Fehlern, machten dies aber zunächst wett.

Das Spiel hatte zahlreiche Wellen, Fehler der Balinger erlaubten einfache Treffer der Hausherren, doch wenn diese Fehler ausblieben, dann kamen die Balinger wieder auf. Dabei fehlten den Gästen die üblichen Treffer aus dem Gegenstoß, dafür aber zeigte sich der Rückraum ungewohnt spielfreudig und durchschlagskräftig. Felix Lobedank nutzte die sich ihm bietenden Freiräume ebenso wie Benjamin Herth, beide hatten am Ende je neun Treffer zu Buche stehen und waren beste Schützen der Partie. Dank ihrer Treffer ließen die Hausherren nicht abreissen, auch Philipp Müller sorgte immer wieder für Torgefahr. Als Nikola Marinovic, der wie auf der Gegenseite Gerrie Eijlers eine gute Leistung bot, eine Doppelparade gelang, konnte Herth vier Minuten vor dem Seitenwechsel beim 12:11 den Anschluß erzielen. Der erhoffte Ausgleich gelang aber nicht, der SCM zog auf 14:11 davon und nahm ein 15:13 mit in die Kabinen.

Mit Jurecki und Sauer hatten bereits zum Seitenwechsel beide Abwehrchefs je zwei Strafminuten kassiert, beide blieben allerdings bis zum Spielende auf dem Parkett. Rolf Brack griff dabei früh in taktische Trickkiste, bereits zu Beginn des zweiten Abschnitts beorderte er in Unterzahl einen zusätzlichen Feldspieler auf das Parkett. Sein Team verlor den Ball, Marinovic war rechtzeitig zurück, doch Weber hatte auf Außen ausreichend Platz, Wiegert und van Olphen erhöhten wenig später auf 18:13. Doch wieder kam Balingen auf - ein Doppelschlag von Ilitsch und ein Siebenmeter von Herth, wenig später hieß es 18:16. So wogte die Partie hin und her, noch beim 25:23 - wieder hatte Lobedank getroffen - war Balingen sieben Minuten vor Spielende in Reichweite.

Brack beorderte nun auch ohne Unterzahl einen zusätzlichen Feldspieler auf das Parkett und schuf so eine Überzahl. Nach einem Ballverlust traf Grafenhorst so zwar aus der eigenen Hälfte ins verwaiste Balinger Tor, doch die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt - Müller und Lobedank trafen, beim 26:25 hatten die Gäste sechs Minuten vor Spielende den Anschluß erzielt. Michael Biegler nahm nun seine Auszeit, danach traf Grafenhorst, Magdeburg schien in der Schlußphase die passenden Antworten zu haben: Jurecki holte einen Strafwurf heraus, Theuerkauf verwandelte. Nun nahm Brack seine Auszeit, doch den Gästen lief die Zeit davon. Sie rückten in der Deckung nun weit heraus, doch Kabengele zeigte nun seine Klasse. Der Franzose ließ sich im Alleingang nicht aufhalten und vollende mit Übersicht zum 29:25. Balingen wollte die Entscheidung aber nicht hinnehmen, deckte nun offen. Doch Magdeburg ließ sich dadurch nicht mehr aus der Ruhe bringen und siegte am Ende mit 31:27.



Scorers: Grafenhorst (7), van Olphen (6), Jurecki (4), Theuerkauf (3), Wiegert (3), Weber (3), Rojewski (2), Kabengele (2), Tönnesen (1) - Lobedank (9), Herth (9), Müller (5), Ilitsch (2), Wilke (1), Temelkov (1)
7m: 4/7 - 2/2
2-Minute Penalties: 4/6
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