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Season 2010-2011 | 3rd Round | 11/22/2009, 18:00
Buducnost Podgorica - TBV LemgoLogo
28:28 (15:13)
(Spectators: 1000)
Referee: Sasa Pandzic, Boris Satordzija
11/22/2009 - Daniel Genings
Trotz Unentschieden: Lemgo im Achtelfinale

In Podgorica als Angreifer erfolgreich: Daniel Kubes
Photo: Steffen Wollmann
Der TBV Lemgo hat die nächste Runde des EHF-Cups erreicht. Die Lipperländer spielten im Rückspiel gegen den montenegrinischen Vertreter HC Budućnost Podgorica zwar nur 28:28 (13:15) Unentschieden . Aber bereits nach dem deutlichen Hinspiel-Erfolg (46:23) war der TBV Lemgo so gut wie sicher in der nächsten Runde. Im Moraca Sport-Center in der Hauptstadt Montenegros hatte der TBV Lemgo vor allem in der ersten Halbzeit einige Probleme, konnte sich im Verlauf der zweiten Hälfte aber absetzen, ehe ein paar Sekunden vor Ende dann doch noch der Ausgleich durch den neunten Treffer von Markovic fiel. Vor nur knapp 400 Zuschauern war Rolf Hermann (7) der erfolgreichste Werfer der Gäste). Ebenso konnte sich der eigentliche Abwehrchef Daniel Kubés auch für weitere Aufgaben im Angriff empfehlen: Er traf sechs Mal.

Im Lipperland herrschte seit Dienstag eine Art Schockstarre: Lemgo ging sang und klanglos gegen die Rhein-Neckar-Löwen in der heimischen Lipperlandhalle unter. Mit 22:38 fing sich die Mannschaft von Volker Mudrow eine Rekordniederlage ein. Damit gab es nur drei Tage nach einem Rekordsieg im Europapokal (46:23 gegen Podgorica) einen herben Rückschlag für die Ostwestfalen. „Die Mannschaft muss den Kopf nach dieser Niederlage so schnell wie möglich frei bekommen. Über die Art und Weise und das Ausmaß der Niederlage waren wir alle zutiefst enttäuscht, aber im Sport geht der Blick immer nach vorne, die nächsten Aufgaben stehen an und auf diese gilt es sich vorzubereiten. Natürlich wurde die Niederlage intern entsprechend aufgearbeitet, nun gilt es, sich in Podgorica wieder das Selbstvertrauen zu holen, das für die nächsten Spiele notwendig sein wird“, so der Manager des TBV Lemgo, Volker Zerbe, im Vorfeld der Partie in Montenegro.

Aufgrund des hohen Hinspielerfolgs (+23 Tore für Lemgo) war das Rückspiel nur noch reine Formsache. Allerdings: Lemgo musste beim Rückspiel auf sechs Spieler verzichten. Neben den Verletzten Geirsson, Preiß, Bechtloff und Ilyés musste Trainer Volker Mudrow kurzfristig auch auf Holger Glandorf (Grippe) und Michael Kraus (Kniebeschwerden) verzichten. Alle sechs Spieler traten die Reise am gestrigen Samstag von Lemgo über Frankfurt und Belgrad nach Podgorica erst gar nicht mit an. Das Team von Volker Mudrow hatte über weiter Teile der Begegnung allerdings mehr Mühe als erwartet.  

Standesgemäß führte Lemgo nach sechs gespielten Minuten mit 4:2. Die beiden Tore der Heimmannschaft hatte Victor Kovaljenko erzielt, der im Hinspiel mit 13 Treffern bester Spieler der Montenegriner war. Lemgo begann im Tor mit Martin Galia, auf den Außenpositionen begannen Michael Binder und Florian Kehrmann. Im Rückraum spielten Martin Strobel, Rolf Hermann, und Daniel Kubés, der sowohl in Abwehr und Angriff im Einsatz war und am Kreis Vignir Svavarsson. Mit seinem vierten Treffer erhöhte Hermann in der auf 6:3 (8.) für den TBV. Allerdings steckten die Gastgeber dieses Mal nicht so früh auf wie im Hinspiel. In der 14. Spielminute gelang den Hausherren vor den knapp 400 Zuschauern der Ausgleich zum 7:7. Es traf der für kurze Zeit in der Vorbereitung auf die Saison in Gummersbach unter Vertrag stehende Zarko Markovic.

Es ging munter hin und her in der Sporthalle in Podgorica. Bis zum 9:9 in der 18. Spielminute war das Spiel ausgeglichen. Dann drehte plötzlich die Heimmannschaft auf. Erst traf Budocnost zum 11:10, die Führung wurde aber umgehend von Martin Strobel wieder ausgeglichen. Aber nach dem 12:11 folgte, nach einem Lattentreffer von Lemgos Mocsai, das schnelle 13:11. Mit zwei Toren führte nun der Gastgeber und die Fans in der Halle wurden nun so richtig laut, Volker Mudrow sah sich nun zu seiner Auszeit gezwungen. Podgorica konnte trotzdem zum ersten Mal auf einen Drei-Tore-Vorsprung erhöhen. Kehrmann stellte den Anschluss wieder her, er traf als Einläufer von der Kreisposition zum 15:13 (28. Minute). Der TBV hatte die Chance weiter zu verkürzen, aber Michael Binder scheiterte von Außen an der Latte des gegnerischen Tores, nach dem zuvor Kovaljenko an Galia gescheitert war. Die Auszeit 25 Sekunden vor dem Pausenpfiff brachte den Gastgebern dann auch keinen Vorteil mehr. Mit einer 15:13-Führung ging es in die Kabinen.  

Kaum zurück auf dem Spielfeld, ging es beim TBV los wie die berühmte Feuerwehr. Kehrmann und Svavarsson netzen ein und Lemgo glich in der 33. Spielminute beim 15:15 aus. Nun war es wieder der Gast, der vorlegte. Daniel Kubés, in der Bundesliga meistens ausschließlich in der Abwehr zu finden, traf zum 15:16 und gleich im nächsten Angriff erzielte wiederum Kubés mit seinem bereits vierten Treffer das 16:17 für den TBV Lemgo. In Folge hatte Lemgo das Spiel immer mehr im Griff, es wurden sogar Trick- und Zauberwürfe probiert, die allerdings nicht immer von Erfolg gekrönt waren. Der TBV spielte zwar nicht hochklassig, aber nach dem deutlichen Heimspielerfolg war es den Spielern offensichtlich schon früh klar, dass im Rückspiel nichts mehr anbrennen wird. Nach dem 16:18 aus Sicht von Podgorica konnte Pejovic mit seinem sechsten Treffer wieder auf ein Tor verkürzen (17:18).

Doch dann schien auch im Rückspiel der Bann gebrochen zu sein, über das 18:20 (42. Minute) und das 19:22 (45 Minute) erzielte Daniel Kubés das 19:23. Dies war bereits sein fünfter Treffer in diesem Spiel und er war somit bis dahin der erfolgreichste Werfer der Lipperländer. Markovic verkürzte noch einmal auf 20:23, doch zehn Minuten vor Spielende netzte Rolf Hermann zum 22:26 ein. Doch wer dachte, dass der TBV Lemgo nun davonrennt, hatte sich getäuscht. Podgorica steckte nicht auf und kämpfte sich zurück ins Spiel. Sechs Minuten vor Schluss gelang das 25:27 und kurz darauf traf Pejovic zum 26:27. Doch der Ausgleich blieb den tapfer kämpfenden Montenegrinern zunächst  verwehrt. Vier Minuten vor dem Ende der Partie nahm Volker Mudrow seine Auszeit. Doch auch diese Auszeit zeigte nicht die erhoffte Wirkung. Podgorica kämpfte weiter, erzielte den Anschluss und nur wenige Sekunden vor dem Ende der Partie gelang Markovic der Ausgleich.

Hochverdient holte Podgorica so das Unentschieden gegen eine deutsche Spitzenmannschaft. Dennoch zieht der TBV Lemgo mit einem Vorsprung von insgesamt 23 Toren souverän ins Achtelfinale des EHF-Cups ein und folgt somit den anderen beiden deutschen Vertretern aus Flensburg und Göppingen. „Natürlich bin ich zufrieden, dass wir weitergekommen sind, aber das war uns auch schon nach dem Hinspiel klar. Wir haben schon mit vier Toren geführt, das Spiel hätte ich sehr gerne gewonnen. Natürlich bin ich nicht ganz so zufrieden, dass es noch ein Unentschieden wurde“, so der Trainer des TBV Lemgo, Volker Mudrow, nach dem Spiel im Interview mit Radio Lippe.



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Further news about TBV Lemgo:
24.09.2009: The next replacement for Galia: Lemgo signs Waldemar Strzelec
03.07.2008: „Lemgo wants to win titles“ - Volker Zerbe talks about TBV Lemgo
08.02.2008: Koper thrashes Lemgo
 
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