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Season 2010-2011 | 13.Matchday | 11/22/2009, 16:00
LogoNordhorn-Lingen - 1. VfL PotsdamLogo
37:30 (18:18)
Euregium Nordhorn (Spectators: 1750)
Referee: Sebastian Grobe, Adrian Kinzel
11/22/2009 - Wolfgang Jasinski - PM VfL Potsdam
Potsdam in Nordhorn lange auf Augenhöhe, aber schließlich chancenlos

Unterlag mit dem VfL: Ariel Panzer
Photo: Ralf Steinhorst
Beim Erstliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen hat der VfL Potsdam am Sonntag lange respektabel mitgespielt, war in der Schlussphase aber chancenlos und unterlag 30:37 (18:18). Gegen eine so gute Mannschaft dürfe man verlieren, noch dazu vor einer Kulisse von 1 750 Zuschauern in der Euregium-Halle, die schon diverse Europapokalspiele gesehen hat, befand VfL-Trainer Peter Melzer ohne jeden Groll. „Wir haben hier wieder allerhand gelernt, was wir jetzt verinnerlichen müssen“, meinte er vor allem mit Blick auf seine jüngeren Spieler. Unter ihnen kam der 18-jährige Sportschüler Christian Ramm auf der linken Außenposition mit einem kurzen Einsatz zu seinem Zweitliga-Debüt.

Potsdam startete gut und gab in der Anfangsphase sogar den Takt vor. Erst in der 12. Minute konnten die Hausherren in der eigenen Halle erstmals in Führung gehen. Nach der Pause spielte die HSG ihre größere Cleverness aus, setzte mehr spielerische Akzente und kam vor allem durch Michael Jahns (12) und Maik Machulla (10) immer wieder zum Erfolg. Das VfL-Team operierte jetzt glücklos - beispielsweise bei Abprallern in Angriff und Abwehr. All das führte fast zwangsläufig zu einem Fünf-Tore-Rückstand (21:26/37. Minute), der sich im Nachhinein als die Vorentscheidung des Spiels erwies.   

Angetrieben von Spielmacher Lars Melzer, von Victor Pohlack und Stephan Mellack gaben sich die Gäste zwar keineswegs auf, kamen sogar mit hohem Kraftaufwand noch einmal bis auf zwei Tore heran (24:26/42.). Dann aber erzielten sie sechs lange Minuten kein einziges Tor, während auf der Gegenseite allein Jahns drei Mal in Folge verwandelte, und lagen 24:30 zurück. Die Angriffsmaschinerie des Gastgebers lief nun auf Hochtouren, war kaum zu stoppen.  

Ein Unterscheidungsmerkmal waren dabei auch die Torhüter: Helge Rigterink konnte von den Potsdamern ein ums andere Mal nicht überwunden werden, während Ariel Panzer trotz guter Paraden insgesamt nicht restlos überzeugte. Eine Wechselmöglichkeit auf dieser wichtigen Position gab es jedoch für Peter Melzer nicht, denn Panzer-Kollege Christian Pahl hatte sich nach einer Nacht mit hohem Fieber erst am Morgen unmittelbar vor der Abfahrt der Mannschaft abgemeldet. Da der VfL erneut nicht mit seinem eigentlichen Markenzeichen, der sattelfesten Abwehr, aufwarten konnte, setzte es 37 Gegentore. „Und damit kannst du nicht gewinnen“, sagte Melzer.  

 Bemerkenswert am Rande: Stephan Mellack hielt sich nicht nur für den Notfall als Keeper bereit, sondern kam auch in einer Unterzahlsituation (Zwei-Minuten-Strafe gegen VfL) als Feldspieler mit Torhüter-Trikot zum Einsatz. Fazit des Spiels bei der favorisierten HSG Nordhorn-Lingen war aus Sicht der Gäste: Zwei Punkte verloren, Tabellenplatz 6 gehalten. Allerdings hat sich der VfL damit wohl aus der erweiterten Tabellenspitze verabschiedet und führt nun das Mittelfeld der 2. Liga Nord an. Aber das  ist ja für den Neuling auch was.



Scorers: Jahns (12), Machulla (10), Mickal (6), Leenders (3), Verjans (2), Hrafnsson (2), Kalter (1), Lammering (1) - Melzer (7), Pohlack (6), Mellack (5), Urban (4), Schugardt (3), Bolduan (2), Schmidt (2), Piske (1)
7m: 3/3 - 4/5
2-Minute Penalties: 4/2
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