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30.07.2010 - Christoph Masche - PM SC DHfK Leipzig / red
SC DHfK schlägt Eisenach
In seinem ersten Testspiel zeigt Drittliga-Neuling SC DHfK Leipzig ansatzweise sein Potenzial und siegt unerwartet deutlich mit 34:28 (15:14) gegen den Zweitligisten ThSV Eisenach.

Mit viel Vorfreude und großen Erwartungen fanden am Freitagabend rund 120 Zuschauer den Weg in die Sporthalle Brüderstraße in Leipzig, um die inoffizielle Auftaktbegegnung der Saison für die Grün-Weißen zu verfolgen. Unter den Interessierten fand sich allerlei lokale Handballprominenz, denn anscheinend wollte niemand das neue Team bei diesem Härtetest verpassen. Die Mannen von Trainer Sven Strübin sollten sie nicht enttäuschen und traten dem erklärten Favoriten von Beginn an auf Augenhöhe entgegen. Allein auf Rechtsaußen Jan Jungandreas und Kreisspieler Marcel Ulrich musste der Coach aufgrund von leichten Blessuren verzichten.

Der junge Leipziger Trainer hatte mit Eric Jacob und Tomasz Witaszak gleich zwei Neuzugänge in die Startformation beordert, die sich nahtlos ins Team einfügten und ebenfalls ihre Klasse nachweisen konnten. Das Team trat vom Anpfiff an sicher und gut organisiert auf, dem internen Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit Maik Wolf oblag es, die Saison mit einem seiner klassischen Heber zu eröffnen. Es entwickelte sich ein spannendes und hochkarätiges Spiel, was nach den vielen „ballfreien“ Kraft- und Ausdauereinheiten der letzten Wochen nicht zu erwarten war. So verlief die Anfangsphase mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zweier nahezu gleichstarker Mannschaften (4:4, 12.). Während die Wartburgstädter einen Zweipunkte-Vorsprung (5:7, 17.) jedoch nicht verteidigen konnten, glichen die Messestädter ihrerseits schnell durch den jungen Binder aus, um nun das Heft stärker in die Hand zu nehmen.

Zu diesem Zeitpunkt begann Strübin mit der Rotation seiner Sportler und brachte mit Philipp Seitle den zweiten Delitzscher Neuzugang. Er erwischte einen famosen Abend und markierte gleich die zweite Führung (8:7, 19.) und im weiteren Verlauf Tor um Tor. Warfen die Gäste in dieser Phase sogar zwei Siebenmeter neben das Tor, sorgte Seitle gemeinsam mit Witaszak und René Wagner weiterhin für die Führung (11:10, 25.) und den Erhalt des knappen Vorsprungs bis zum Pausenpfiff (15:14). Die zweiten 30 Minuten begannen die DHfKler hoch motiviert und zeigten äußerst sehenswerte Zuspiele, während ihre Kontrahenten zusehends am DHfK-Abwehrblock hängen blieben. So konnte sich Torhüter Sebastian Schulz mit einigen Paraden auszeichnen und zahlreiche Tempogegenstöße einleiten, die seine Vorderleute erfolgreich abschlossen. Innerhalb von nur elf Minuten erarbeiteten sie sich somit ein beachtliches Polster (25:17, 41.), was die Zuschauer nicht nur ins Staunen sondern auch in Verzückung versetzte.

Die Schützlinge von Gästecoach Adalsteinn Eyjolfsson hatten dem wenig entgegen zu setzen, allein Thomas Sklenák, Gabor Langhans und Girts Lilienfelds hielten weiter dagegen. Den beeindruckenden Endstand von 34:28 musste der Trainer nach dem Abpfiff auch gleich relativierten: „Das war für das erste Spiel eine sehr ordentliche Leistung meiner Jungs. Doch will ich das Ergebnis zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nicht überbewerten. Zwar hat man gesehen, dass sich die Qualität des Kaders deutlich verbessert hat, doch sind wir auch im Pokalspiel in vier Wochen der Außenseiter. Der ThSV wird dann sicherlich anders auftreten.“

Bester Schütze in Reihen der Leipziger war Rückraumspieler Philipp Seitle mit 11 Toren (7/4): „Ich sollte heute erst von der Bank kommen, weil mir der Trainer einige Abläufe vom Spiel zeigen wollte. Dass es bei meinem Einstand so gut für mich gelaufen ist, hat mich natürlich gefreut. Doch die Eisenacher waren offensichtlich sehr erschöpft und kamen mit unserer Abwehr nicht zurecht. So konnten wir unerwartet den Auftakt für uns entscheiden.“



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