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06/22/2007 - Christian Stein - handball-world.com und dpa
Deutschland trifft bei der EM auf Weißrussland, Spanien und Ungarn

Andrei Klimovets trifft auf seine ehemaligen Landsleute
Photo: Christian Ciemalla
Bei der Auslosung für die 2008 in Norwegen stattfindende Europameisterschaft trifft die DHB-Auswahl auf und Spanien, Ungarn und Weißrussland. Dies ergab die Auslosung am Freitag Abend. "Die Auslosung sehe ich völlig wertneutral. Bei einer EM gibt es nun mal keine leichten Gegner und wer weiß jetzt schon, wer bei der EM die Top-Teams sein werden", meinte Bundestrainer Heiner Brand gelassen.

Der deutschen Mannschaft steht im Laufe des Turnieres eine Reise quer durch Norwegen bevor. Nach der Vorrunde in Bergen muss die DHB-Auswahl zur Hauptrunde nach Trondheim reisen, bevor es dann in der Finalrunde nach Lillehammer gehen würde.

Durch den fünften Platz bei der letzten EM in der Schweiz war der Weltmeister lediglich im zweiten Lostopf vertreten. Die weißrussische Auswahl hatte sich in den Play-off Partien gegen die Schweiz durchgesetzt, während die Ungarn sich gegen Litauen durchsetzen konnten.

Zum Auftakt am 17.01. muss die DHB-Auswahl zunächst in Bergen gegen Weißrussland antreten. Am zweiten Spieltag, der am 18. und 19.01. ausgetragen wird ist dann Ungarn der nächste Gegner. Am 20.01 kommt es dann im abschließenden Gruppenspiel zum Duell mit Spanien.

"Gegen Spanien haben wir in den letzten wichtigen Turnieren immer gut ausgesehen und das stimmt mich optimistisch", meinte der frühere Welthandballer Henning Fritz. Und auch Kapitän Markus Baur ist vom Weiterkommen in die Hauptrunde überzeugt: "Spanien und Ungarn stellen große Kaliber dar, aber was wir leisten können, haben wir bei der WM bewiesen."

Um die Hauptrunde in Trondheim zu erreichen muss die deutsche Auswahl mindestens den dritten Platz in der Gruppe C schaffen. Die weiteren Gegner kommen dann aus der Gruppe D, wo Titelverteidiger Frankreich auf die Mannschaften von Island, Schweden und die Slowakei trifft. Die Punkte gegen die ebenfalls qualifizierten Vorrunden-Gegner werden in die Hauptrunde mitgenommen.

Die erstplatzierten Teams der zwei Hauptrunden-Gruppen qualifizieren sich für die Halbfinals (26. Januar), die in der Haakons Hall im Olympia-Ort von 1994, Lillehammer, ausgespielt werden. Dort findet einen Tag später auch das Finale und die Partie um Platz drei statt.

Olympiasieger Kroatien muss sich zunächst mit den Mannschaften aus Slowenien, Polen und Tschechien auseinandersetzen. Neuling Montenegro trifft in seiner Gruppe bislang auf die Mannschaften aus Russland, Dänemark und Gastgeber Norwegen, der das Recht hatte sich die Gruppe auszusuchen.

Als Weltmeister ist Deutschland bereits für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifiziert. In Norwegen qualifiziert sich nur der Europameister direkt für Peking. Sollte Deutschland auch Europameister werden, qualifiziert sich der EM-Finalgegner für Peking. Die fünf bestplatzierten Teams der EM qualifizieren sich direkt für die EM 2010, die ersten Drei direkt für die WM 2009 in Kroatien. Deutschland belegte bei der vergangenen EM in der Schweiz 2006 Platz fünf, als Titelverteidiger geht Frankreich in Norwegen an den Start.

Die Männer-Auswahl des Deutschen Handball- Bundes (DHB) gewann bei den bislang sieben Europameisterschaften ein Mal den Titel (2004 in Slowenien), 2002 wurde die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand Zweite hinter Gastgeber Schweden, 1998 errang das Team in Italien die Bronzemedaille.

weitere Stimmen zur Auslosung:

Ingemar Linell (Trainer Schweden): "Wir haben gegen Island in den Play-offs zur WM in Deutschland verloren und nun haben wir die Chance Revanche zu nehmen. Unser Ziel ist es die Hauptrunde zu erreichen."

Javier Cuesta (Sportdirektor des spanischen Verbandes): "Es wird eine schwere Gruppe mit Deutschland als Weltmeister, aber bei einer EM gibt es fünf, sechs gute Mannschaften. Eine Europameisterschaften ist immer schwierig."

Gunnar Pettersen (Trainer Norwegen): "Wir wollten nicht gegen Schweden, Frankreich und Spanien spielen. Unser Ziel ist es die Hauptrunde zu erreichen und ich glaube, dass es für uns einfacher ist Montenegro zu schlagen als Tschechien."

:: EM-Gruppen
A (Stavanger) Kroatien Slowenien Polen Tschechien
B (Drammen) Dänemark Russland Norwegen Montenegro
C (Bergen) Spanien Deutschland Ungarn Weißrussland
D (Trondheim) Frankreich Island Slowakei Schweden


Further news about Germany:
28.09.2008: The rebuilding of the German team without Kehrmann, Fritz, Klimovets and Zeitz
29.07.2008: Germany beat Russia twice
22.07.2008: Germany`s Handball squads get closer to Olympic form
 
Directly link to this news:
http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=7&GID=1&auswahl=9422
 
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