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29.07.2010 - Christian Stein und PM DHB |
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U20-WM: Russland und Norwegen im Finale, Deutschland auf Platz 7 |
Die beiden Mannschaften, die den Frauenhandball in den letzten Jahren beherrschten, bestreiten nun auch das Finale der U20-Weltmeisterschaft. Überraschend nur auf den ersten Blick, dass die beiden Gruppenzweiten der Hauptrunde den Sprung ins Endspiel schafften. Norwegens überragende Spielerin im Semifinale war Nora Mörk, Stammspielerin beim norwegischen Meister Larvik HK und im letzten Jahr im Halbfinale der Champions League. Auch Russlands beste Spielerin, Tatiana Khmyrova hat schon ihre ersten Meriten im Seniorenbereich eingefahren, als sie im Dezember mit der A-Nationalmannschaft als Stammspielerin Weltmeisterin wurde.
„Wir haben eine ganz große Moral gezeigt und uns das Spiel zurückgeholt”, sagte Bundestrainer Andreas Schwabe nach dem versöhnlichen siebten Platz gegenüber dhb.de. „Man hat beiden Mannschaften die große physische Belastung der vergangenen Tage angemerkt. Auch von unserer Bank kam eine große moralische Unterstützung. Marlene Zapf war überragend und hat die Truppe nach vorn gepeitscht.” Auch Deutschlands Toptorschützin hat sich in der vergangenen Saison beim deutschen Pokalsieger Bayer Leverkusen zur festen Größe entwickelt.
Die Enttäuschung war im DHB-Lager groß gewesen, nachdem man zuvor durch selbst verschuldete Niederlagen gegen Korea und die Niederlande die mögliche Halbfinalteilnahme verpasst hatte. „Wir alle freuen uns nach drei Wochen Asien schon unheimlich auf zu Hause. Zuerst haben wir hier aber noch ein vernünftiges Spiel abzuliefern“, erklärte Penda Bönighausen gegenüber handball-world.com vor dem Spiel um Platz 7 gegen Schweden.
Die DHB-Auswahl erwischte einen guten Start in die Partie. Vorne war vor allem Marlene Zapf nicht zu stoppen, die Leverkusenerin erzielte bereits im ersten Spielabschnitt sechs Treffer. Die DHB-Auswahl war bereits nach 17 Minuten auf vier Tore (11:7) enteilt, vermochte sich ab nicht weiter abzusetzen. Stattdessen drehten die Skandinavierinnen mit einem 6:1-Lauf in den letzten acht Minuten die Partie, ehe Luisa Schulze zum 16:16 Pausenstand traf.
Die zweite Halbzeit schien zunächst ein Spiegelbild des ersten Durchgangs zu werden. Deutschland legte vor und setzte sich durch Tore von Schirmer und Großmann auf 22:20 (37.) ab. Es folgte aber erneut eine Schwächephase, die wie schon in den beiden letzten Partien das deutsche Team um den Lohn der zuvor erbrachten Leistung zu bringen schien. Schweden hatte nach vier Toren in Folge beim 27:25 die Führung übernommen, in den letzten zehn Minuten konnte nun aber vor allem Caroline Schmele (Metz) mit drei Toren zum 30:28 (58.) vorbehalten. Die Entscheidung war dann Marlene Zapf, die sich bei ihrem zehnten Tor energisch durch die schwedische Deckung tankte und eine halbe Minute vor dem Ende zum 31:29 traf, Hanna Fogelström gelang vom rechten Flügel lediglich der 30:31-Endstand.
Deutschland - Schweden 31:30 (16:16)
Deutschland: Glaser, Kurzke, Kockler
Zapf (10/3), Schulze, Hildebrand, Müller (2), Grossmann (5), Schirmer (2), Bönighausen (2), Preis, Schmele (3), Fischer, Naidzinavicius (3), Wenzl (1), Leppert
Der Traum vom ersten Gold ist zerplatzt. Als letztes Team büßte Gastgeber Korea ausgerechnet im Halbfinale gegen Russland seine weiße Weste ein. Im neunten Spiel des Turniers kassierten die Asiatinnen, für die einmal mehr die A-Nationalspielerinnen Eun-Bi Lee und Eun-Hee Ryu (je 8) die meisten Tore erzielten, die erste Niederlage. Tränen über das Halbfinalaus auf koreanischer Seite, Freudentänze hingegen bei der Sbornaja, die in der zehnfachen Torschützen Tatiana Khmyrova, sowie Keeperin Marina Basarab (40 % gehaltene Bälle) ihre entscheidenden Spielerinnen hatte.
Im ersten Durchgang lieferten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe mit wechselnden Führungen. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit konnte sich Russland durch Treffer von Khmyrova und Sen sich auf 17:14 absetzen. Nach dem Seitenwechsel ging Russland schnell auf fünf Tore davon, die Asiatinnen kämpften sich jedoch beim 18:20 bereits wieder heran und ließen sich lange Zeit nicht abschütteln. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase, als sich die Sbornaja nach vier Treffern in Serie auf 29:23 (55.) absetzte.
Montenegro musste den Anstrengungen der vergangenen Tage Tribut zollen. Lediglich eine Halbzeit lang konnten die Montenegrinerinnen die Partie ausgeglichen gestalten. Nach dem Seitenwechsel mit einer knappen norwegischen Führung (11:10) wurde die zweite Halbzeit hingegen weitestgehend zur Einbahnstraße. Norwegen zog bis zur 50. Minuten auf 18:13 davon und baute immer weiter ab. Mit einem 6:1-Lauf in den letzten fünf Minuten siegten die Skandinavierinnen, bei denen Torhüterin Guro Rundbraathen (51 % gehaltene Bälle) und Nora Mörk (11/1) zu den Siegesgaranten avancierten, am Ende zweistellig.
Die Hauptrunde war mit jeweils drei Niederlagen ein Desaster für Kroatien und Brasilien, im Spiel um Platz 11 dominierten die Europäerinnen von Beginn an die Partie. Vertrauend auf eine Weltklasseleistung von Marta Zderic (21 Paraden, 46,7%) zogen die Europäerinnen schnell auf 10:1 (15.) davon. Den einmal erspielten Vorsprung behauptete Kroatien mühelos vor allem durch die Tore von Katarina Jezic (9) und Nikolina Grmoja (7) und siegte am Ende mit 35:26. Für die Südamerikanerinnen traf Karoline Souza (8) am häufigsten.
Der Kampf um den neunten Platz verlief eine Viertelstunde lang ausgeglichen, dann zog jedoch Serbien durch fünf Tore in Folge davon. Maia Radoicic, später mit insgesamt sechs Toren zweiterfolgreichste Torschützin der Europäerinnen erzielte ihren ersten Treffer zum 14:9 (20.). Spanien ließ sich nicht entscheidend distanzieren, Serbien auf der anderen Seite auch keine Aufholjagd zu. Flügelspielerin Zeljka Nikolic mit ihrem siebten und Kreisläuferin Dagana Cvijic mit ihrem fünften Treffer zum 30:22 entschieden dann fünf Minuten vor Schluss die Partie, die Serbien letztlich verdient mit 32:26 gewann. Für die Ibererinnen trafen Marta Lopez (8) und Ana Martinez (7) am häufigsten.
Das Spiel um den fünften Platz sorgte für einige Spannung. Die Niederländerinnen erwischten einen guten Start in die artie, vor allem Danick Snelder und Debbie Bont setzten immer wieder wichtige Treffer. Bis auf fünf Toren zogen die Niederländerinnen davon und nahmen nach dreißig Minuten ein 17:13 mit in die Kabinen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts startete Ungarn dann aber eine beeindruckende Aufholjagd, setzte acht Tore in Folge und übernahm die Führung. Die Niederländerinnen fanden erst in der Schlußphase zurück in die Partie, die Aufholgd, bei der Jessy Kramer ein Antriebsmotor war, kam zu spät. Ungarn verteidigte die Führung und sorgte durch das siebte Tor von Dora Hornyak zum 29:27 für die Vorentscheidung. Den Niederländerinnen gelang lediglich noch der Anschlußtreffer.
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| Sp. |
Beg. |
Spiel |
Resultat |
| Donnerstag, 29. Juli |
| :: Spiel um Platz 11 |
| 05:15
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Kroatien |
Brasilien
|
35:26 (13:8) |
| :: Spiel um Platz 9 |
| 07:30
|
Serbien |
Spanien |
32:26 (17:13) |
| :: Spiel um Platz 7 |
| 09:45 |
Deutschland |
Schweden |
31:30 (16:16) |
| :: Spiel um Platz 5 |
| 12:00
|
Niederlande |
Ungarn |
28:29 (17:13) |
| Donnerstag, 29. Juli |
| :: Halbfinale |
| 07:00
|
Korea |
Russland |
26:30 (14:17) |
| 09:30 |
Montenegro |
Norwegen |
16:26 (10:11) |
| Samstag, 31. Juli |
| :: Spiel um Platz 3 |
| -
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Korea |
Montenegro |
: |
| :: Finale |
| -
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Russland |
Norwegen |
: |
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1L DEN 11.09.2010 14:30 Uhr Team Esbjerg - Viborg HK
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