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22.11.2009 - Uwe Päsler |
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Tragik im Hexenhaus - Elbehexen unterliegen nach bester Saisonleistung Metzingen mit 26:27 |
 Doreen Geheb ordnete die Deckung und erzielte zwei Treffer Foto: sportseye.de |
"So blöd es klingt, aber aus diesem Spiel können wir viel Positives mitnehmen", so Riesas Trainer Lothar Doering nach dem 26:27 gegen den TuS Metzingen. Während sich die Gäste mit einem nun wieder ausgeglichenem Punktekonto im Mittelfeld festsetzen, blieb Riesa der zweite Saisonsieg trotz einer lange Zeit überzeugenden Leistung versagt, der Aufsteiger rangiert weiter auf dem vorletzten Tabellenrang.
"Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu", lautet einer dieser legendären Fußballersprüche. Die Elbehexen und ihr Anhang mussten am Sonnabend die Handballversion dieser fundamentalen Weisheit ertragen. Gleich der erste Torwurf von Marzena Kot sprang bezeichnenderweise von der Lattenunterkante wieder heraus. Danach boten die Hexen, ohne die knieverletzte Lucie Dorotikova, durchgängig eine couragierte Abwehrleistung. Im Offensivspiel lag jedoch einiges im Argen, in den ersten zehn Minuten gelangen lediglich drei Tore.
Nachdem die Hexen den 4:6-Rückstand zum 6:6 ausgeglichen hatten (18.), lief aber zunächst für einige Minuten wieder gar nichts mehr. Abspielfehler und Wurfschwächen kamen den Gästen entgegen. Dass Annika List neuerdings in der Aufbaumitte agiert, war allerdings nicht der Grund, diese Variante scheint fortsetzungswürdig. Trotzdem sah es beim 6:10 (25.) um die Riesaer Hoffnungen düster aus. Doch Marzena Kots folgendes Tor löste die Bremsen. Bis zur Pause verkürzten die Elbehexen den Rückstand und setzten die Aufholjagd nach dem Wechsel fort.
Vier Treffer nacheinander brachten die erstmalige Führung im Spiel (15:14 – 34.). Den nochmaligen 16:17-Rückstand drehten die Gastgeber schnell wieder zu ihren Gunsten und konnten die 350 Fans nicht nur mit Moral, sondern auch mit schönen Spielzügen begeistern. Hinten ordnete Doreen Geheb die Reihen, vorn ließ sich Marzena Kot auch von zeitweiliger Pressdeckung nicht beirren. Ihre Rückraumraketen und mehrere schöne Kombinationen, vollendet von Jana Foksova, bescherten den Hexen eine 24:20-Führung (48.). "Biss und Kampf waren da, auch spielerisch hat diesmal vieles geklappt", lobte Trainer Lothar Doering.
Beim 26:24 (56.) waren die Sieghoffnungen noch intakt. Danach wollten die Hexen den Vorsprung zu sehr verwalten. Außerdem erwarb sich das fränkische Schiriduo Hörath/Hoffmann mit neun Zweiminuten-Strafen gegen die Gastgeberinnen - der TuS erhielt vier - nicht gerade die Freundschaft der Riesaer Spielerinnen und ihrer Fans. "Wenn du dauernd Unterzahl spielst, fehlt am Ende die Kraft", knurrte Doering. Einige hausgemachte Konzentrationsschwächen müssen sich die Gastgeber aber dennoch anheften. So konnten die Gäste wieder ausgleichen. In Unterzahl kassierten die Elbehexen 18 Sekunden vor ultimo dann auch noch das entscheidende Gegentor - Tanja Schmidt sicherte den Sieg der Gäste.
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| Torschützen: Kot (8), Foksova (6), Vujica (4), List (3), Seiffert (2), Geheb (2), Lang (1) - Rott (8), Duschner (6), Stefani (4), Wilhelm (4), Schmidt (2), Savanyú (2), Kubasta (1) |
Siebenmeter: 2/4 - 6/7 Zeitstrafen: 9/4 Rote Karten: Vujica (49.) |
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