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Season 2010-2011 | 9.Matchday | 11/22/2009, 16:00
LogoBVB Füchse Berlin - PSV Recklinghausen
25:22 (11:12)
Anton-Saefkow-Sporthalle (Spectators: 175)
Referee: Maik Bolus, Sven Foitzik
11/22/2009 - PM SG BVB Füchse Berlin
Berlin schlägt Recklinghausen
Knapp 200 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag einen hart umkämpften 25:22-Sieg (11:12) der SG BVB Spreefüchse Berlin in der Anton-Saefkow-Halle gegen die PSV Recklinghausen. Dank einer Leistungssteigerung Mitte der zweiten Halbzeit sicherten sich die BVB Füchse Berlin gegen lange Zeit gleichwertige Gäste letztendlich nicht unverdient zwei weitere Zähler in der Handball-Bundesliga und bleiben damit in eigener Halle weiter ohne Verlustpunkt.

Knackpunkt der Partie war zweifelsohne die 46. Minute, die durch zwei aus Einzelaktionen resultierenden Treffer von Sandra Woycieszack geprägt war. Damit egalisierte die Berliner Nummer 10 nicht nur den Spielstand (19:19), sie ließ mit ihren beherzten Aktionen einen Ruck durch das Fahrenwald-Team gehen, das zu diesem Zeitpunkt ratlos schien. Der Kontrahent zeigte sich von dieser Energieleistung derart beeindruckt, dass bis zur Schlussminute nur noch zwei Tore gelangen und somit die Begegnung zugunsten des Gastgebers kippte.

Nach einem Erfolg hatte es zuvor jedoch über weite Strecken nicht ausgesehen. Die Remisköniginnen aus dem Ruhrpott waren drauf und dran, mindestens einen Punkt aus der Bundeshauptstadt zu entführen. Zwar erwischte Berlin den besseren Start und zeigte zunächst eine konzentrierte Leistung. Mitte des ersten Spielabschnitts lag man bereits mit 8:4 in Front. Doch plötzlich schlichen sich Unkonzentriertheiten in der Abwehr und beim Abschluss ein, der Spielfaden ging bisweilen völlig verloren.

Die Westdeutschen nutzten die Schwächeperiode der Spreefüxxe über ihre starken Rückraumspielerinnen Weber (10 Tore) und Reinhard (7) immer wieder für offensive Nadelstiche. Möglicherweise fühlten sich die Gastgeberinnen zu sicher, denn bis zum Pausentee gelangen nur noch drei magere Treffer und so ging man mit einem Rückstand in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein phasenweise konfuses Zweitligaspiel, in dem beide Mannschaften nur selten eine spielerische Linie auf die Platte brachten. Viele Ballverluste und leichte Abspielfehler sowie eine Vielzahl vergebener Tormöglichkeiten auf beiden Seiten störten den Spielfluss immer wieder - eingeübte Spielzüge und ein harmonisches Auftreten waren dagegen eher Ausnahmen. Neben einer Steigerung im Berliner Abwehrbereich, der die gefährlichen PSV-Rückraumschützen kaum noch zum Zuge kommen ließ, waren folgerichtig die eingangs erwähnten Einzelaktionen sowie schnelle Gegenstöße über Franziska Müller (10) für den Ausgang der Partie entscheidend.

"Wir haben im Rahmen unserer Verhältnisse ein gutes Spiel geboten und hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt", zeigte sich PSV-Coach Kai Harbach nach dem Match natürlich enttäuscht über die Niederlage. "Es war schade, dass wir die Berliner Schwächephase nicht dazu nutzen konnten, um uns weiter abzusetzen. Sandra Woycieszack hat natürlich so viel Klasse, um das Spiel mit Einzelaktionen noch mal zu drehen und wir konnten in der zweiten Halbzeit leider nicht mehr so viel Durchschlagskraft entwickeln."

Edgar Fahrenwald schätzte die Begegnung ähnlich ein und sprach im Anschluss davon, "dass wir das Spiel über den Kampf gewonnen haben. Es war ein schweres Spiel, das lange Zeit auf des Messers Schneide stand, letztendlich haben wir aber verdient gewonnen. Das geht schon Ok. Ich bin allerdings enttäuscht, dass wir immer noch Probleme haben, taktische Vorgaben im Spiel umzusetzen. Hier haben wir noch einigen Nachholbedarf. Zufrieden bin ich mit der kämpferischen Einstellung, in der Abwehr hat Sandra Woycieszack ihre bisher beste Leistung abgeliefert, aber auch Juliane Rüh und Kristina Bühler haben ein gutes Spiel gemacht. Sabina Kubisztal im Tor hat erneut eine gute Leistung geboten."
Scorers: Müller (10), Rüh (4), Woycieszack (4), Sviridenko (2), Görl (2), Fritsche (1), Bühler (1), Seydel (1) - Weber (10), Reinhart (7), Saxe (2), Brandes (1), Ißleib (1), Schlierkamp (1)
7m: 3/5 - 8/9
2-Minute Penalties: 3/2
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