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12/09/2009 - Matthias Kornes - handball-world.com / sap |
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Deutschland steht in der Hauptrunde - Osmann: "Sehr stolz" |
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Deutschland steht in der Hauptrunde der Weltmeisterschaft in China. Mit 33:27 (18:12) siegte Deutschland gegen Schweden und zeigte die bislang beste Turnierleistung. Es war eine sehr starke erste Halbzeit, welche die deutsche Mannschaft gegen Schweden hinlegte. Mit einer aufmerksamen und beweglichen Deckung und effizientem Angriffsspiel legte Deutschland die Grundlage für eine schnelle und deutliche Führung, die diesmal auch verteidigt werden konnte. Im zweiten Durchgang hielt die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann die Qualität hoch, hatte mit Franziska Mietzner eine starke Werferin, aber auch auf den Flügeln gute Aktionen. Insbesondere die Defensive überzeugte und nahm Schweden schnell den Schwung. Am morgigen Tag steht nun das Spiel gegen Frankreich auf dem Programm, das gegen Deutschland um den Einzug in die Hauptrunde kämpft.
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Ein paar Minuten brauchte die deutsche Mannschaft, um ihren Rhythmus zu finden, dann setzte sich die Auswahl von Rainer Osmann Zug um Zug ab. Einziges Problem waren anfangs die schnellen Schlagwürfe der Schwedinnen, gegen die Althaus, Mietzner und Beier kein Rezept fanden. Ansonsten stand die deutsche Deckung gut, bewegte sich hervorragend und nahm den Schwedinnen die meisten Optionen. Als Susann Müller aus der Distanz zum 4:4 traf, musste Abwehrchefin Wiberg zwei Minuten runter, wenig später kassierte Wiberg bereits ihre zweite Zeitstrafe, eine erhebliche Schwächung Schwedens. Deutschland nutzte den Impuls, legte in der Folge mit schnellen Kontern und guten Angriffen auf 10:4 vor.
Franziska Mietzner überzeugte anfangs vor allem als sichere Siebenmeterwerferin, avancierte allerdings im weiteren Spielverlauf zur gefährlichsten deutschen Angreiferin, gut unterstützt durch Kreisläuferin Anja Althaus. Es gab auch einige schöne Szenen zu sehen, so wie der Diagonalpass zu Sabrina Neukamp zum 10:4. Neukamp fand diesmal im Verglich zum letzten Spiel auch zu einer besseren Abwehrleistung und bildete mit Nadine Härdter eine effiziente Flügelzange. Der Vorsprung hielt, auch weil Clara Woltering starke Paraden hatte. Schweden konnte nur zum 12:8 durch Leipzigs Lisa Wiren verkürzen, eine echte Wende war das nicht. Auch eine kurze Schwächephase, als Mietzner in der Deckung alleine gegen Gullden stand und zwei Minuten runter musste sowie Ania Rösler kalt von der Bank einen Strafwurf verwarf, schockte die deutsche Auswahl nicht, Härdter verwertete einen technischen Fehler der Schwedinnen per Konter zum 14:9.
Deutschland schaltete schnell um und konterte so auch das 14:11 durch die ansonsten gut von der Deckung kontrollierte Linnea Torstensson. Neukamp, Härdter mit schnellem Antritt und dann Müller mit Glück, als sie einen Abpraller fischte, Deutschland lag 17:11 in Front und markierte unmittelbar vor der Pause mit einem Rückraumkracher von Mietzner das 18:12. Ganz kurz nur schien das deutsche Team im zweiten Durchgang dann zu wackeln, als nach Wiederanpfiff Mietzner an der schwedischen Keeperin Gabriella Kain scheiterte und Isaaksson sowie Torstensson zum 18:14 trafen. Dann marschierte die Truppe von Rainer Osmann wieder im gewohnten Gleis, Neukamp kam im richtigen Moment raus und klaute den Ball, wenig später sorgte ein toller tiefer Schlagwurf unter die Latte für ein Raunen bei den wenigen deutschen Fans in der erneut gähnend leeren Halle.
Auch die schwedischen Schlagwürfe kontrollierte Deutschland nun besser, im Angriff spielte man im Grunde nur noch Übergänge durch Neukamp oder Wörz – das aber reichte immer dann, wenn Susan Müller und Franziska Mietzner sich gut bewegten und Geduld zeigten, beide Werferinnen zeigten eine überzeugende Leistung. Schweden kam nicht zur Geltung, musste immer alle sechs Angreiferinnen im Auge halten, konnte wenig Schwerpunkte in der Defensive setzen und rannte so konstant einem Rückstand hinterher. Im Angriff hatte das Tre-Kronor-Team ebenfalls Probleme, da die deutsche Defensive die zentralen Waffen der Schwedinnen wie Distanzschützin Torstensson oder Linksaußen Matilda Boson im Griff hatte. Boson konnte im Konter zum 23:18 verkürzen, Mietzner antworte mit einem rustikalen Wurf über die Freiwurfmauer.
Schweden produzierte immer mehr Notwürfe, wollte das Team der Trainer Johansson und Johansson die Wende schaffen, hätte man mehr Ballgewinne und Konter realisieren müssen. Das aber ließ die deutsche Mannschaft nicht zu, die durch Müller und den Steal von Beier auf 26:19 (46.) vorlegte und einen stabilen, sicheren Eindruck hinterließ. Nachdem Mietzner einfach das 27:19 markiert hatte, deckte Therese Helgesson die Frankfurterin raus, einige Minuten lang brauchte die deutsche Mannschaft, um sich darauf einzustellen. Rainer Osmann schickte nun Ania Rösler auf den Flügel, die Leipzigerin kam nun immer wieder aus einem Wechsel mit Mietzner in den Rückraum und setzte beim 28:21 gut zehn Minuten vor Schluss einen Wirkungstreffer in Unterzahl.
Als Clara Woltering einen Heber von Skogsberg gefischt hatte und dann Sara Holmgren in der Vorwärtsbewegung den Ball Mietzner in die Hände gespielt hatte, war es an der Zeit, die Vorentscheidung zu setzten, das erledigte Anja Althaus zum 32:23. Diesmal hatte die deutsche Mannschaft das Niveau auch gehalten, wenn auch Osmann weniger wechselte als in den vorangegangenen Spielen – angesichts der vorher schon absehbaren Bedeutung dieser Partie verständlich. Aufgrund des Sieges steht Deutschland in der Hauptrunde und spielt morgen gegen Frankreich, das nur bei einem Sieg gegen die deutsche Auswahl im Rennen um die Hauptrunde bleibt.
Ein paar Minuten brauchte die deutsche Mannschaft, um ihren Rhythmus zu finden, dann setzte sich die Auswahl von Rainer Osmann Zug um Zug ab. Einziges Problem waren anfangs die schnellen Schlagwürfe der Schwedinnen, gegen die Althaus, Mietzner und Beier kein Rezept fanden. Ansonsten stand die deutsche Deckung gut, bewegte sich hervorragend und nahm den Schwedinnen die meisten Optionen. Als Susann Müller aus der Distanz zum 4:4 traf, musste Abwehrchefin Wiberg zwei Minuten runter, wenig später kassierte Wiberg bereits ihre zweite Zeitstrafe, eine erhebliche Schwächung Schwedens. Deutschland nutzte den Impuls, legte in der Folge mit schnellen Kontern und guten Angriffen auf 10:4 vor.
Franziska Mietzner überzeugte anfangs vor allem als sichere Siebenmeterwerferin, avancierte allerdings im weiteren Spielverlauf zur gefährlichsten deutschen Angreiferin, gut unterstützt durch Kreisläuferin Anja Althaus. Es gab auch einige schöne Szenen zu sehen, so wie der Diagonalpass zu Sabrina Neukamp zum 10:4. Neukamp fand diesmal im Verglich zum letzten Spiel auch zu einer besseren Abwehrleistung und bildete mit Nadine Härdter eine effiziente Flügelzange. Der Vorsprung hielt, auch weil Clara Woltering starke Paraden hatte. Schweden konnte nur zum 12:8 durch Leipzigs Lisa Wiren verkürzen, eine echte Wende war das nicht. Auch eine kurze Schwächephase, als Mietzner in der Deckung alleine gegen Gullden stand und zwei Minuten runter musste sowie Ania Rösler kalt von der Bank einen Strafwurf verwarf, schockte die deutsche Auswahl nicht, Härdter verwertete einen technischen Fehler der Schwedinnen per Konter zum 14:9.
Deutschland schaltete schnell um und konterte so auch das 14:11 durch die ansonsten gut von der Deckung kontrollierte Linnea Torstensson. Neukamp, Härdter mit schnellem Antritt und dann Müller mit Glück, als sie einen Abpraller fischte, Deutschland lag 17:11 in Front und markierte unmittelbar vor der Pause mit einem Rückraumkracher von Mietzner das 18:12. Ganz kurz nur schien das deutsche Team im zweiten Durchgang dann zu wackeln, als nach Wiederanpfiff Mietzner an der schwedischen Keeperin Gabriella Kain scheiterte und Isaaksson sowie Torstensson zum 18:14 trafen. Dann marschierte die Truppe von Rainer Osmann wieder im gewohnten Gleis, Neukamp kam im richtigen Moment raus und klaute den Ball, wenig später sorgte ein toller tiefer Schlagwurf unter die Latte für ein Raunen bei den wenigen deutschen Fans in der erneut gähnend leeren Halle.
Auch die schwedischen Schlagwürfe kontrollierte Deutschland nun besser, im Angriff spielte man im Grunde nur noch Übergänge durch Neukamp oder Wörz – das aber reichte immer dann, wenn Susan Müller und Franziska Mietzner sich gut bewegten und Geduld zeigten, beide Werferinnen zeigten eine überzeugende Leistung. Schweden kam nicht zur Geltung, musste immer alle sechs Angreiferinnen im Auge halten, konnte wenig Schwerpunkte in der Defensive setzen und rannte so konstant einem Rückstand hinterher. Im Angriff hatte das Tre-Kronor-Team ebenfalls Probleme, da die deutsche Defensive die zentralen Waffen der Schwedinnen wie Distanzschützin Torstensson oder Linksaußen Matilda Boson im Griff hatte. Boson konnte im Konter zum 23:18 verkürzen, Mietzner antworte mit einem rustikalen Wurf über die Freiwurfmauer.
Schweden produzierte immer mehr Notwürfe, wollte das Team der Trainer Johansson und Johansson die Wende schaffen, hätte man mehr Ballgewinne und Konter realisieren müssen. Das aber ließ die deutsche Mannschaft nicht zu, die durch Müller und den Steal von Beier auf 26:19 (46.) vorlegte und einen stabilen, sicheren Eindruck hinterließ. Nachdem Mietzner einfach das 27:19 markiert hatte, deckte Therese Helgesson die Frankfurterin raus, einige Minuten lang brauchte die deutsche Mannschaft, um sich darauf einzustellen. Rainer Osmann schickte nun Ania Rösler auf den Flügel, die Leipzigerin kam nun immer wieder aus einem Wechsel mit Mietzner in den Rückraum und setzte beim 28:21 gut zehn Minuten vor Schluss einen Wirkungstreffer in Unterzahl.
Als Clara Woltering einen Heber von Skogsberg gefischt hatte und dann Sara Holmgren in der Vorwärtsbewegung den Ball Mietzner in die Hände gespielt hatte, war es an der Zeit, die Vorentscheidung zu setzten, das erledigte Anja Althaus zum 32:23. Diesmal hatte die deutsche Mannschaft das Niveau auch gehalten, wenn auch Osmann weniger wechselte als in den vorangegangenen Spielen – angesichts der vorher schon absehbaren Bedeutung dieser Partie verständlich. Aufgrund des Sieges steht Deutschland in der Hauptrunde und spielt morgen gegen Frankreich, das nur bei einem Sieg gegen die deutsche Auswahl im Rennen um die Hauptrunde bleibt.

Jubel beim deutschen Team
Photo: Michael Heuberger - pressefoto-heuberger.com
Schwedens Trainer Per Johansson gestand die Niederlage ein: „Deutschland hat heute ein herausragendes Spiel heute gezeigt. Wir hatten uns auf ihren Kampfgeist vorbereitet, aber sie haben heute gezeigt, dass sie auch andere Qualitäten im Spiel haben, schöne Technik und Tempo. Wir waren heute nicht da und ich bin sehr enttäuscht. Der Angriff war noch ganz gut, da hätten wir vielleicht mithalten können, aber die Abwehr, die für uns immer sehr wichtig ist, war sehr schwach heute. Deutschland hat heute ein richtig gutes Spiel gezeigt.“ Rainer Osmann war hingegen zufrieden: „Meine Mannschaft hat eine überragende Partie gespielt. wir hatten großen Respekt vor der schwedischen Mannschaft. Der Grundstein war heute die Abwehr, die hat sehr gut gestanden und der Kampfgeist hat sowieso gestimmt. Gut gefallen hat mir, wie Nina Wörz die Angriffe klug eingeleitet hat und die beiden jungen Rückraumspielerinnen Mietzner und Müller Druck aufbauen konnten, so dass wir schließlich auch ausgewogen von den Außen treffen konnten. Über 60 Minuten haben wir so gespielt wie uns das vorgestellt haben, ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute eine Steigerung zu den vorhergehenden Spielen gehabt, morgen werden wir natürlich volle Pulle spielen, damit wir mit zwei Punkten in die Hauptrunde gehen können.“
„Das war sensationell, wir haben heute von der ersten Sekunde an das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und zwar bis zum Schluss, was uns in den anderen spielen nicht immer gelungen ist“, freute sich Nadine Härdter nach dem Sieg. Franziska Mietzner, mit neun Toren erfolgreichste Werferin, sagte: „Es war ein großartiges Spiel, die Abwehr war stark und so konnten wir unseren Angriff gut spielen. Wir haben lange Angriffe gefahren und auf unsere Chance gewartet.“ |
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| Scorers: Gullden (5), Isaksson (5), Torstenson (4), Holmgren (3), Ahlm (3), Boson (2), Wikensten (2), Skogsberg (1), Wiberg (1) - Mietzner (9), Richter (7), Härdter (5), Müller (5), Wörz (2), Althaus (2), Rösler (2), Beier (1) |
7m: 3/3 - 4/5 2-Minute Penalties: 4/3
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