| |
Letzter Tweet:
|
|
| :: Complete News |
|
|
|
01/22/2010 - Felix Buß - handball-world.com / mak |
|
Weg mit der "Verkrampfung" - Deutschland will im Turnier bleiben |
 Bundestrainer Heiner Brand gibt sich zuversichtlich: "Wir gewinnen gegen Schweden" Photo: Michael Heuberger |
Große Turniere ziehen ihren Reiz nicht nur aus den anwesenden Topstars und spektakulären Szenen, sondern auch aus der ganz einfachen Spannung, die jedem Spiel innewohnt. Zwei Spiele erst hat die deutsche Nationalmannschaft in Innsbruck erst absolviert und schon steht ein Endspiel an. Die Ausgangslage ist ganz einfach – Schweden und Deutschland müssen gewinnen, für den Verlierer heißt es Koffer packen. Zwar würde auch ein Unentschieden für das Brand-Team reichen, aber auf dieses ist im Handball nicht zu spielen. „Es gibt keine Ausreden mehr, wir müssen das Spiel gegen Schweden gewinnen“, bekräftigte denn auch Michael Kraus vor der Partie: „Es wird ein absolutes Highlight, ein Endspiel.“
Es klingt ein wenig nach dem Pfeifen im Walde, im Vorfeld des Spiels gegen die Schweden war im Kreis der Nationalmannschaft viel die Rede von „Verkrampfung“ und Last statt Lust. Die schwachen Leistungen in den Spielen gegen Polen und Slowenen haben ihre Spuren hinterlassen. „Wir müssen es jetzt nur noch schaffen, auch spielerisch Akzente zu setzen. Dann haben wir auch gegen Schweden die Chance zu gewinnen. Jetzt heißt es, besser nach vorne zu spielen und auch die hundertprozentigen Chancen reinzumachen“, sagte Holger Glandorf, während Oliver Roggisch mehr Konstanz einforderte: „Wir wollen gegen Schweden zwei gute Halbzeiten spielen und nicht nur eine wie in den letzten beiden Spielen.“ Bundestrainer Heiner Brand zeigte sich ebenfalls kämpferisch: „Wir gewinnen gegen Schweden, weil ich denke, dass wir uns steigern werden - sowohl im Angriff als auch in der Abwehr - und die Kampfkraft und der unbedingte Siegeswille für die deutsche Mannschaft sprechen.“
Kampf und Einsatz waren auch die Stichworte von Torsten Jansen, der Klartext redete: „Morgen müssen wir diesen Druck, der offenbar auf uns lastet, einfach mal abwerfen und eine „Scheiß-egal-Mentalität“ an den Tag legen, die einigen Spielern auch noch fehlt. Das bedeutet nicht, dass wir einfach unüberlegt aufs Tor knallen sollen, sondern dass wir mehr Lockerheit entwickeln und nicht so verkrampfen, wie wir das bisher teilweise getan haben.“ Aber Kampf und Einsatz alleine reichen eben nicht immer, so zeigten sich die deutschen Spieler auch nachdenklich ob der bislang bescheidenen Vorstellungen. „Wir fighten sehr gut hinten, haben gute Momente, haben aber auch zwischendurch Phasen, wo wir einfache Tore kassieren und die gilt es abzustellen“, beobachtete Holger Glandorf und fügte an: „Wir müssen schon versuchen, die Spielzüge auf den Punkt und bis zum Ende zu spielen. Wir hatten auch in der ersten Halbzeit gegen Slowenien gute Möglichkeiten. Wir müssen die Dinger halt einfach nur reinschmeißen.“
Abwehrchef Roggisch bemühte gleich mehrfach das Wörtchen „wenn“ und machte damit klar, wie groß die Baustellen im deutschen Team sind: „Wenn wir morgen von der ersten Sekunde an da sind, weniger Fehler machen, einfach geduldiger Handball spielen und vielleicht auch unsere Außen mal ein bisschen mehr ins Spiel mit einbeziehen, dann ist sicherlich einiges drin.“ Der Gegner ist, wie auch schon Polen und Slowenien nicht zu unterschätzen. Die Schweden waren mit der klaren Absicht wieder im Konzert der europäischen Großen mitzuspielen nach Österreich gekommen und stehen nun ebenfalls mit dem Rücken zur Wand.
Dabei hat Bundestrainer Brand großen Respekt vor dem Team des Trainergespanns Lindgren und Olsson: „Die schwedische Mannschaft hat sicher eine sehr solide Abwehr, dazu drei sehr gute Torhüter. Schweden sind immer sehr gut ausgebildet im Angriff. Sie haben gegen Polen, vor allem in der ersten Halbzeit, ein sehr schnelles Angriffsspiel gezeigt, ein sehr genaues Passspiel, der Ball läuft teilweise schon sehr schnell“, analysierte Brand: „Die Angriffssituationen spielen sie auch mit hohem Tempo und einer guten technischen Ausführung. Dazu fehlt vielleicht neben Kim Andersson ein richtiger Shooter aus dem Rückraum. Aber dafür haben sie zwei unangenehme Typen wie Lukas Karlsson und Dalibor Doder auf der Mitte, die mit ihren Schlagwürfen und ihrer Schnelligkeit die Abwehr in Verlegenheit bringen können.“
So muss das deutsche Team einmal mehr Hoffnung aus den – wenigen – guten Momenten der Europameisterschaft ziehen. „Wir haben gestern gegen Slowenien in der zweiten Halbzeit nicht überragend gespielt und gewinnen die Halbzeit mit sechs Toren. Das muss uns einfach Auftrieb und Sicherheit geben“, betonte Roggisch. Daneben beschwört die Nationalmannschaft einmal die „typisch deutschen Tugenden.“ „Morgen ist ein ganz klares Endspiel, es geht darum, nicht nach Hause zu fahren, sondern eine Runde weiterzukommen. Schweden muss man mit den gleichen Mitteln schlagen wie vorher auch, mit Kampf, mit der richtigen Einstellung, mit Geduld spielen und die Dinger reinmachen“, fordert Holger Glandorf.
Die Situation sei schwierig, aber Brand traut seiner Mannschaft zu, mit dem Druck umgehen zu können: „Der Druck, der morgen da ist, ist gestern und vorgestern auch schon da gewesen. Es ist also keine außergewöhnliche Situation für uns. Wir haben ja die Erfahrung, mit solchen Situationen umzugehen und eben mental sich auf so ein Spiel vorzubereiten. Das gehört einfach dazu, das ist nicht nur Training in der Halle. Das ist das, was ich ja immer sage: Man muss die Situationen verinnerlichen, die auf dem Spielfeld vorkommen können. Dann findet man auch die nötige Lockerheit und Entspanntheit, die dann gut ist für ein solches Spiel. Das Ausscheiden wäre nicht schön, aber das kann immer passieren in unserer Situation. Das gehört eben zum Sport dazu.“ Die Heimreise will allerdings weder Deutschland noch Schweden antreten.
„Es ist ein Turnier, und wir können uns steigern“, sagte Torsten Jansen, „mich macht trotzdem gar nichts sicher, dass wir morgen gegen Schweden gewinnen. Ich bin kein Prophet und kann solche Vorhersagen nicht treffen. Wir haben aber gute Chancen, eine Runde weiterzukommen. Es ist ein Spiel, in dem wir es selber in der Hand haben. Nun müssen wir diese Chance beim Schopfe packen.“ Schließlich habe man noch etwas vor bei diesem Turneir, meint Oliver Roggisch: „Wir wollen noch ein bisschen hier bleiben und heute, vor allem auch mit einer vernünftigen ersten Halbzeit, alles geben. Schweden hat bisher in beiden Spielen teilweise hohe Führungen verspielt, wir wissen, wie man hohe Rückstände aufholt. Insofern passt das aus unsere Sicht ganz gut, im letzten Vorrundenspiel gegen Schweden zu spielen.“
| :: weitere News |
Fr., 22.01.2010 EM-Tag 3: Österreich mit Überraschung, Probleme für Kroatien handball-world.com
blickt zurück auf den ereignisreichen dritten EM-Tag und voraus auf den
vierten, der die letzten Vorrundenspiele in Gruppe C und D bringt.» mehr
|
Do., 21.01.2010 Chevtsovs EM-Analyse: "Mit Herz aber ohne Kopf" Iouri
Chevtsov analysiert für handball-world.com die EM in Österreich. Nach
den ersten beiden Spieltagen richtet sich sein Blick vor allem auf das
DHB-Team.» mehr
|
Do., 21.01.2010 Christian Kowalski: "Die Zuschauer blendet man nicht aus" In
der Halbzeitpause des deutschen Spiels gestern ging es für Christian
Kowalski vor 8.200 Zuschauern im Duell gegen Carsten Lichtlein um 5.000
Euro.» mehr
|
| Do., 21.01.2010 |
:: |
Wagesreiter wirft Österreich zu Punkt gegen Island |
| Do., 21.01.2010 |
:: |
Der zweite EM-Tag komplett in der Galerie |
| Do., 21.01.2010 |
:: |
"Die Mannschaft ist intakt" - Deutschland schwört sich auf das Endspiel ein |
| Do., 21.01.2010 |
:: |
Heiner Brand: Unentschieden "ein kleines Wunder" |
| Do., 21.01.2010 |
:: |
Tag zwei: Drei Teams in der Hauptrunde |
| Mi., 20.01.2010 |
:: |
Der Wille bringt gegen nachlassende Slowenen einen Punkt |
|
|
| Scorers: Glandorf (8), Jansen (7), Kraus (6), Kaufmann (3), Theuerkauf (2), Haaß (2), Roggisch (1), Müller (1) - Andersson (7), Arrhenius (6), Ekberg (6), Doder (5), Karlsson (2), Källman (1), Carlén (1), Ekdahl du Rietz (1) |
7m: 3/3 - 3/4 2-Minute Penalties: 4/2 Disqualifications: Roggisch (52.) |
| to the entire statistics » |
| |
|
|
|
|
Directly link to this news: http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=1&GID=1&auswahl=23843 |
|
| « back |
|
|
|
|
|