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Season 2010-2011 | 6.Matchday | 01/17/2010, 15:45
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Arena Leipzig
01/13/2010 - Matthias Kornes - handball-world.com
Leipzig in der Champions League: "Wir haben es in der Hand"

Heute gegen Rostock, am Sonntag gegen Trondheim: Karolina Kudlacz
Photo: sportseye.de
Es waren und sind zwei echte Endspiele: Der HC Leipzig kämpft in der Champions League um den Einzug in die Hauptrunde, nach dem letzten Auswärtssieg im kroatischen Koprivnica stehen die Chancen für den deutschen Meister dabei gut. Gegen die Norwegerinnen aus Trondheim muss ein weiterer Sieg her, um im Konzert der großen europäischen Klubs weiter dabei sein zu können. „Die Tagesform“ wird entscheiden, meint HCL-Manager Kay-Sven Hähner, der vor dem Duell optimistisch ist, schließlich hat der HCL schon in Koprivnica „überzeugt“, so der Leipziger Manager. Zunächst allerdings steht heute der Gang zum HC Rostock an, dort will der HCL die nächste Pokalrunde erreichen.

„Das Spiel in Koprivnica war für uns enorm wichtig und niemand hat uns einen Sieg zugetraut“, schaut Hähner zurück auf das vergangene Wochenende. Am Ende stand es 29:28, Leipzig hatte der schwierigen Atmosphäre und dem starken Gegner getrotzt und den Sieg eingefahren. Ein verdienter Sieg obendrein, wie man in Leipzig im Rückblick analysiert hatte: „Unsere Mannschaft hat in Abwehr und Angriff überzeugt, sehr diszipliniert gespielt und wenig Fehler gemacht“, sagt Hähner, „nur acht Technik – und Regelfehler sind bei einem Spiel mit diesem hohen Tempo ein sehr guter Wert.“ Mit dem bisherigen Gang der Dinge in der europäischen Königsklasse ist man in der Messestadt denn auch durchaus zufrieden: „Wir haben es am letzten Spieltag in eigener Halle selbst in der Hand, weiter zu kommen, das sagt doch eine Menge über die bisherigen Leistungen aus.“

Immerhin wäre bei etwas mehr Glück auch ein noch besserer Zwischenstand drin gewesen, der HCL bewegte sich im Verlauf der Vorrunde auf Augenhöhe mit den Gegnern aus Trondheim, Koprivnica und der Übermannschaft aus Viborg: „In Norwegen haben wir mit einer verschlafenen ersten Halbzeit, da stand es 10:16, und 13 Holztreffern einen oder zwei Punkte liegen lassen, das ärgert einen schon etwas. Auch gegen Viborg war zu Hause ein Sieg drin, aber auch mit dem Unentschieden können wir leben“, erinnert sich Hähner. Egal was war, nun soll am Samstag der Einzug in die Hauptrunde unter die besten acht europäischen Teams geschafft werden: „Hätte, wenn und aber zählt nicht, nur die Fakten. Und diese können wir am Sonntag schaffen.“

Gegner ist der norwegische Meister Byasen Trondheim, wie auch die anderen Mannschaften in der Champions League ein starkes Team, weiß Hähner: „Trondheim hat ein ähnliches Niveau wie wir, da wird wie gegen die Kroatinnen die Tagesform entscheiden. Sie haben super Spielerinnen wie Camilla Herrem auf Linksaußen, Frafjord am Kreis, Grimsboe im Tor, Snorroeggen, Harsaker, Toumi oder Zamorska im Rückraum.“ Das seien „allesamt Nationalspielerinnen“, stellt man sich in Leipzig auf einen schweren Gang ein. Das eigene Selbstbewusstsein ist beim deutschen Vorzeigeklub allerdings ebenfalls stark: „Wir müssen uns ja auch nicht verstecken. Sie spielen sehr schnell und athletisch, typisch norwegisch eben. Aber auch wir spielen ja nicht unbedingt den langsamsten Ball, es kommt wie schon gesagt auf die Tagesform an. Wenn wir so spielen wie zuletzt in Kroatien, dann sind unsere Chancen sehr ordentlich, unter die besten acht Teams der Welt zu kommen“, sagt der Leipziger Manager.

Schon am heutigen Mittwoch steigt für den HCL die Generalprobe, die englischen Wochen aufgrund der europäischen Verpflichtungen fordern ständig Spiele unter der Woche, diesmal im DHB-Pokal, wo der HCL zum Nord-Zweitligisten HC Rostock reisen muss. Die Terminbelastung sieht Hähner allerdings als notwendiges Übel, mit dem sich Team und Klub arrangieren mussten: „Wenn man mal im Rhythmus drin ist, dann passt das schon. Die Spiele sind gar nicht so sehr das Problem, eher der Reisestress dazwischen und das man nicht ordentlich trainieren kann. Vom 27.12. an haben wir acht Spiele in 24 Tagen. Klar ist es nicht so einfach, von der Champions League auf Rostock im Pokal und wieder zurück auf die Champions League zu fokussieren. Aber wir werden auch dies schaffen, unsere Mannschaft kann sich immer sehr gut motivieren bei den entscheidenden Spielen.“

Die Champions League sei für Mannschaft und Verein enorm wichtig, sagt Hähner: „Die Champions League ist eine sehr gute Entwicklungsmöglichkeit für unsere Spielerinnen und für die Mannschaft als Ganzes. Nach dem Europacup-Finale letzte Saison ist dies der nächste Schritt für uns. Das Ziel war für uns Platz 3 und damit die nächste Runde im Cup der Pokalsieger, das gilt auch immer noch. Doch jetzt haben wir die Chance unter die besten acht Teams der CL einzuziehen und wollen diese Chance nun auch nutzen.“ Dabei soll gegen Trondheim auch die heimische Kulisse helfen, die Arena wird gut gefüllt sein.

„Wir haben in Leipzig eigentlich immer ein sehr großes Interesse an unseren Spielen, egal ob national oder international“, weiß Hähner, was der HCL an seinen Fans hat: „Die Leute unterscheiden dabei nicht, ob es Champions League oder Europacup ist. Hauptsache international. Gut ist, dass wir eine sehr attraktive Gruppe hatten mit Gegnern, die das Publikum kannte, weil wir schon mehrfach in den letzten Jahren gegen diese Teams gespielt haben. Am Wochenende wird sicher wieder eine tolle Atmosphäre in der ARENA sein, es sind schon über 2000 Karten im Vorverkauf weg und wir haben noch eine ganze Woche. Es werden sicher nicht 7000 wie im Finale, aber in Richtung 4000 geht es ganz bestimmt.“

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Further news about HC Leipzig:
03.01.2008: Else-Marthe Sørlie Lybekk leaves Leipzig for Norway
10.11.2007: Leipzig with second scoring festival against Piotrcovia
 
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http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=6&GID=2&auswahl=8918
 
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