Advertisement
 » Handballecke  » IG Handball  » Shop » Home  » TV-Dates  » Halls  » History  » Masthead  
 Advertisement
» Home   » Men  » Champions League  
 
 
ErgebnisseNewsTickets
  Germany
  Spain
  Austria
  Denmark
  Europe
  World

Letzter Tweet:

Advertisement
Advertisement
Advertisement




 
:: Complete News
11/02/2009 - Ronald Maier - handball-world.com
Noka Serdarusic plant ab Sommer 2010 das Comeback als Vereinstrainer

Noka Serdarusic am Wochenende in Linz
Photo: Steffen Wollmann
Beim Interwetten-Cup in Linz hatte Zvonimir "Noka" Serdarusic seinen ersten Auftritt als Trainer seit der Demission beim THW Kiel im Sommer 2008. Dem Publikum und den Journalisten in Österreich präsentierte sich ein ausgeglichener und lockerer Nationaltrainer Serdarusic, der sichtlich Freude hat, wieder als Trainer zu arbeiten. Der frühere Kieler Erfolgstrainer stellte aber auch die Unterschiede zwischen den Aufgaben als Vereins- und Nationaltrainer fest. Gegenüber handball-world.com kündigte Serdarusic sein Comeback als Vereinstrainer im kommenden Sommer an.

Am 17. Mai 2008 saß Noka Serdarusic letztmalig als Trainer auf der Bank, damals beim Sieg des THW Kiel über die HSG Wetzlar am letzten Spieltag der Saison 2007/08. Nach der überraschenden Trennung zwischen dem THW Kiel und Noka Serdarusic nur fünf Wochen später dauerte es fast 18 Monate, bis der 59-jährige Serdarusic wieder bei einem Pflichtspiel als Trainer auf der Bank saß. Seit Sommer 2009 ist er slowenischer Nationaltrainer und konnte im Vorfeld des Interwetten-Cup in Linz erstmals sein neues Team einberufen. Am 30. Oktober um 20:20 Uhr war es dann soweit, gegen Gastgeber Österreich coachte Serdarusic das slowenische Nationalteam um seinen ehemaligen THW-Schützling Vid Kavticnik.

Der Einstand lief nach Maß, 13:4 führten die Slowenien bereits gegen den EM-Gastgeber Österreich. Bis zur Halbzeit reduzierte das Team Austria den Rückstand allerdings auf 13:17, am Ende unterlag Slowenien 31:33. Wer allerdings einen enttäuschten slowenischen Coach erwartete, wurde enttäuscht. Sichtlich ausgeglichen und entspannt berichtete Serdarusic von seinen Startschwierigkeiten, zunächst einmal müsse er erst alle Namen der Spieler seines Teams lernen, verkündete der Meistermacher des THW Kiel. Einen Namen kennt er dagegen schon sehr gut, Vid Kavticnik war jahrelang auch beim THW Leistungsträger und ein Schützling von Serdarusic. So brachte der neue slowenischen Nationalcoach dann auch am zweiten Tag den Linkshänder mit zur Pressekonferenz. "Ich habe noch immer Probleme, mir die Namen meiner Jungs zu merken," knüpfte er an die Pointe vom Vortag an, "aber ich freue mich über meinen ersten Sieg nach über einem Jahr." Mit 41:27 über die Ukraine bereitete der Sieg am zweiten Turniertag in Linz dem Serdarusic-Team auch keine größeren Probleme.

"Spaß beiseite," zeigte sich Serdarusic aber auch ernst und nachdenklich, "man mag es mir vielleicht nicht glauben, aber mir ist es hier egal, ob wir gewinnen oder verlieren." Vielmehr stünde für ihn im Vordergrund, seine Spieler kennen zu lernen, mit ihnen zu arbeiten und das Team auf die EURO 2010 vorzubereiten. Dann wird Slowenien mit Serdarusic in Innsbruck auf Deutschland, Schweden und Polen treffen – ein Treffen mit vielen Bekannten für den ehemaligen Kieler. Das Aufeinandertreffen von Deutschland und Schweden beim Supercup in Deutschland hat er sich am Nachmittag trotzdem nicht angeschaut. "Das ist mir viel zu schnell, das Spiel schaue ich mir in Ruhe in Zeitlupe an," verzichtet er bislang auf die Gegnerbeobachtung und schmunzelt dabei ob der überraschten Gesichter seiner Zuhörer.

Obwohl er vorgab nicht gewinnen zu wollen, der 32:30-Sieg über die Schweiz am Abschlusstag störte ihn dennoch nicht. "Wenn man spielt, dann will man das Spiel gewinnen. Das ist hier aber nicht das erste Ziel", steht für Serdarusic die Entwicklung des Teams im Vordergrund. Und hier sieht er noch viel Arbeitsbedarf und wenig Zeit. Auch gegen die Schweiz hatte es Slowenien nach einer deutlichen Führung mit sechs Toren zum Ende hin spannend gemacht. "Ich bin mit dem, was ich gesehen habe zufrieden," freute sich Serdarusic über die Entwicklung der slowenischen Nationalmannschaft im Kurzlehrgang. "Einhundert prozentig optimistisch bin ich nicht," blickt der Trainer dann allerdings auch sehr skeptisch in Richtung der Euro-Vorrundengruppe, zu viel Arbeit sieht er noch vor sich, die Serdarusic erst ab dem 26. Dezember aufnehmen kann. Dann trifft sich das slowenische Team zum nächsten Termin in der Vorbereitung und wird unter anderem ein Turnier in Dänemark bestreiten.

Am dritten Turniertag wurde Noka Serdarusic dann auch mit der Frage konfrontiert, weshalb er so locker wäre, wie man ihn seit Jahren nicht erlebt hätte. "Man hat mir in den letzten zehn Jahren ein paar Mal gesagt, ich wäre zu locker. Ich würde mein Geld mit dem Handball verdienen, da müsse ich ernster sein", holte Serdarusic bei der Erklärung aus und fügte mit einem schelmischen Grinsen hinzu: "Dann habe ich halt ein ernstes Gesicht gemacht, aber ich bin immer locker." Locker und ausgeglichen mag er zwar sein, beruflich scheinbar aber noch nicht ganz ausgefüllt. "Es ist schwerer als Nationaltrainer, da kann man nicht so viel bewegen," vergleicht er die Tätigkeit des Nationalcoaches mit dem des Vereinstrainers, "ich war es gewohnt, zwei Mal zwei Stunden in der Halle stehen, das ist jetzt ganz anders."

Und dann erwähnte Noka Serdarusic fast schon nebenbei seine weiteren Pläne. "Ich überlege jetzt schon, was ich nächsten Sommer mache", erzählte Serdarusic gegenüber handball-world.com und präzisierte seine Pläne gleich darauf: "Ich will das machen, was ich immer gemacht habe. Wenn es die Gesundheit zulässt, will ich wieder als Clubtrainer arbeiten." Gedanken über eine Neubesetzung der Cheftrainerstelle muss sich der slowenische Verband dennoch nicht machen, seinen bis zu Olympia 2012 datierten Vertrag als Nationaltrainer wird Serdarusic erfüllen, erklärte er seine Pläne auf Nachfrage. Einen Job als Vereinstrainer kann und will er sich gleichwohl vorstellen. Und wenn man dem Buschfunk trauen darf, dann könnte er diese beiden Aufgaben als zukünftiger Clubtrainer in Celje ganz praktisch verbinden.


Noka Serdarusic am Wochenende beim Turnier in Linz als slowenischer Nationaltrainer - Photo: Steffen Wollmann




Further news about Zvonimir Serdarusic:
08.10.2007: Anderson six weeks out in Kiel - Zeitz also longer injured
 
Directly link to this news:
http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=0&GID=1&auswahl=22675
 
« back
 
Advertisement
:: Handball on TV
» all Dates