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01/05/2010 - PM - www.teamsportreisen.de |
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Turnier in New York ein voller Erfolg - Nicht nur für das Siegerteam aus Stuttgart |
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"Ein voller Erfolg" so die einhellige Meinung. Natürlich gelang es nicht mit einem Schlag den Handball in den USA populär zu machen, aber ein Schritt vorwärts gelang auf jeden Fall. Bei der vom Reiseveranstalter Teamsportreisen (www.teamsportreisen.de) organisierten Veranstaltung gab es dabei allerdings nicht nur bei den US-Handballern und den Amateuren, die gegen oder mit namhaften Stars antreten durften, glänzende Augen. Auch den Profis war nicht nur bei der Silvesterfeier am Times Square sondern auch beim Turnier und vor allem dem All-Star Game die Freude deutlich anzumerken. Und für Pascal Hens ging bei der Begegnung mit NBA Superstar Shaquille O`Neal sogar ein Jugendtraum in Erfüllung.
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 Marcus Rominger bei der Siegerehrung durch Steve Passtorino, dem Generalsekretär des US-Verbands Photo: Jürgen Pfliegensdörfer |
In einem hochklassigen Finale des "Big Apple Teamhandball Tournament" siegte die Mannschaft um den Großwallstädter Torhüter Marcus Rominger und seinen alten Kumpels aus gemeinsamen A-Jugendzeiten über die Auswahl vom Veranstalter Teamsportreisen mit 25:22. Mit dem Gummersbacher Bundesligaprofi Jörg Lützelberger stellte das Siegerteam aus Stuttgart dabei auch den "MVP" - den Most Valuable Player - des Turniers. Bei der Wahl zum besten Torhüter siegte unterdessen ein Wetzlarer, der eigentlich auf der Bank der Bundesligahandballer zum Einsatz kommt: Physiotherapeut Thomas Stubner, der das Tor vom Team Teamsportreisen hütete, bekam diese Auszeichnung.
Mit dem Endspiel gingen die "Handball-Tage" in New York zu Ende, die allen Teilnehmern auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben dürften: Die Silvesterfeier in der Welt-Metropole an der amerikanischen Ostküste kombiniert mit der Lieblingssportart, für die gleichzeitig wichtige Entwicklungshilfe geleistet wurde. Handball in den USA, trotz erster Bemühungen und zahlreicher Hoffnungen, ist derzeit nur eine Randsportart. Mit einem Import aus Deutschland erweckten Karl Gladeck und Christopher Monz von Teamsportreisen den Sport zumindest kurzfristig. Teamsportreisen ist nicht nur Partner vieler Handball-Bundesligisten, sondern organisiert auch immer wieder Reisen zum Basketball in die USA und als NBA-Standort ist vor allem New York gefragt. Diese Synergien nutzte das Team, holte sich unter anderem handball-world.com als Medienpartner und weiteren Sponsoren und Unterstützer ins Boot und begeisterten damit zahlreiche namhafte Spieler für die Kombination Jahreswechsel und Handball in New York.
"Ich hätte nie erwartet welche eine Entwicklung das ganze genommen hat, wir wollten hauptsächlich Amateurmannschaften nach New York bringen, jetzt hatten wir Weltklassespieler dabei", so Karl Gladeck während des Turniers. Geboren worden war die Idee im Vorjahr, in einem Starbucks Cafe, als bereits einige Handballprofis für den Silvesterabend in New York weilten. "Wie viel Arbeit wir mit diesem Event hatten kann sich kaum jemand vorstellen, aber als ich jetzt Stefan Lövgren hier in einer Schulsporthalle in Manhatten habe spielen sehen kann ich sagen: Es hat sich gelohnt! Aus unserer Sicht war es ein rundum gelungenes Turnier", so Christopher Monz.
Dieses Turnier ging nun am vergangenen Sonntagabend zu Ende – mit vielen Eindrücken und noch mehr guten Wünschen. "Die Veranstaltung war sehr wichtig für die Sportart Handball in den USA. Hut ab vor allen , die mitgeholfen haben, dies alles auf die Beine zu stellen", konstatierte Dieter Esch, Chef des Handball-Verbands der USA. " Wir müssen uns bei unseren Sponsoren und Partnern bedanken, die diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben. Von handball-world.com über die Firma GHD, Herbert Stürmer, Andreas Schek, die Firma Holidaymaxx bis hin zum US Verband mit Dieter Esch an der Spitze. Besonders müssen wir uns bei der firma SnapSports für den Hallenboden bedanken", so Gladeck.
Im fünften Stock der Park West Highschool direkt in Manhatten kämpften am vergangenen Wochenende nicht nur sechs Amateurteams um den Sieg, sondern begeisterten die All Star Team Auswahl aus ehemaligen und aktiven Bundesligastars die Zuschauer. Die rund 300 Zuschauerplätze in der Halle waren während des Gastspiels von Pascal Hens, Henning Fritz & Co voll besetzt, neben den wenigen New Yorker Handballfans fanden auch einige Touristen aus Europa den Weg in eine Nebenstrasse des Times Square und verbanden so ihren USA Urlaub mit einer Einlage Spitzenhandball.
War das abgelaufene Turnier gerade noch eine Privatinitiative von Teamsportreisen und der Stadt New York, wollen in absehbarer Zeit die Verbände in der Mission „Handball goes Amerika“ intensiver kooperieren. Das Interesse soll dabei mit einem Länderspiel zwischen Deutschland und Polen am 17. Juli in Chicago unterstrichen werden. "Dann wird Handball zum ersten Mal auch durch die Zeitungen in den USA gehen. Außerdem wird es einen eigenen Olympiakanal geben. Wir brauchen das Fernsehen", betonte Esch zur wichtigen Rolle der amerikanischen Medien, um die Sportart Handball und deren Stellenwert im Land der unbegrenzten Möglichkeiten weiter zu puschen.
Nicht zuletzt durch das Turnier in der Park West High School mit den namhaften Zugpferden aus der Handball-Bundesliga hat für Esch die positive Zukunft der Sportart in den Vereinigten Staaten begonnen. Dabei wird es aber auch darauf ankommen, wie sich die Ballwerfer gegen die amerikanischen Haupt-Sportarten Football, Baseball, Basketball und Eishockey sukzessive behaupten und sich ein Stück des Kuchens an der sportinteressierten Bevölkerung sichern können. "Das hat der Fußball bis heute nicht geschafft", so Andreas Rudolph, der Präsident des HSV Handball, zu einer mit Sicherheit nicht leichten Aufgabe und einem langen Weg. Für ihn war es eine Ehre, mit den Großen der Bundesliga in New York aufzulaufen. Rudolph hütete einige Minuten das Tor der Allstars und demonstrierte damit vor allem eines: "Die absolute Identifikation mit unserem Sport und da gehört das für mich dazu."
Wolfgang Schwenke, Geschäftsführer des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel und früher Trainer der Rhein-Neckar Löwen sowie Spieler des THW Kiel, freute sich, dass hier nicht nur viel geredet worden sei, sondern Teamsportreisen mit Karl Gladeck an der Spitze gehandelt und diesen Event durchgeführt hat: "Das war mutig und verdient absoluten Respekt." Interessierter Gast war HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann, der das Turnier als kleinen Schritt für die Entwicklung des Handballs in Amerika sah: "Und eine Erweiterung dieses Wettbewerbs wird dann einen weiteren kleinen Schritt bedeuten. Allerdings muss Handball vor Ort auch in der Breite gefördert werden, will man die Sportart bekannter machen."
Vision ist, bereits im nächsten Jahr ein Turnier mit Teams im zweistelligen Teilnehmer-Bereich zu veranstalten, an dem mindestens zwei Mannschaften aus Amerika teilnehmen, der Rest dann aus Europa. Organisator Karl Gladeck, der nach dem „bisher größten Handball-Event nach Olympia in den USA“ sehr zufrieden war: "Es muss einfach eine Fortsetzung geben, ansonsten verpufft die bislang geleistete Arbeit und das würde mich sehr traurig machen." Der ehemalige Kieler Weltklassespieler Stefan Lövgren hoffte inständig, dass diese Präsentation in noch kleinem Rahmen bleibenden Eindruck bei den Amerikanern hinterlassen hat. "Schwer zu sagen, ob und wie schnell sich Handball in den USA entwickeln wird. Aber ich glaube, wir haben hier auf alle Fälle einige neue Fans gewonnen."
Löwen-Manager Thorsten Storm sah eine tolle Veranstaltung: "Und es wäre schön, wenn es nächstes Jahr wieder hierher geht." Für Keeper Henning Fritz von den Rhein-Neckar Löwen war das Turnier ein Schritt in die richtige Richtung: "Das hier hat wirklich riesigen Spaß gemacht. Handball mit all seiner Schnelligkeit und Dynamik ist ein Sport für Amerika. Aber natürlich ist es noch ein weiter Weg, bis es gelingt, eine amerikanische Mannschaft bei großen Turnieren zu etablieren." Und was macht „Fritze“ an Silvester 2010? "Wenn ich nicht in Deutschland am Ball bin, kann ich mir vorstellen, wieder in New York dabei sein." Beim nächsten Schritt hin zu mehr Popularität.
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