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Season 2010-2011 | Quarter-Final | 02/06/2010, 15:00
LogoBergischer HC - TuS N-LübbeckeLogo
22:26 (12:11)
Klingenhalle Solingen (Spectators: 2450)
Referee: Colin Hartmann, Stefan Schneider
02/06/2010 - cie
TuS N-Lübbecke erster Halbfinalist

Milos Putera zeigte eine starke Leistung
Photo: Christopher Monz
Mehr Mühe als erwartet hatte der TuS N-Lübbecke im Viertelfinale mit dem Zweitligaspitzenreiter Bergischer HC, der vor heimischem Publikum mit fünf Toren in Folge früh auf 7:2 wegzog und noch zum Seitenwechsel mit 12:11 führte. Am Ende aber behielt doch der Erstligist die Oberhand, nach einer turbulenten Schlußminute stand ein Endstand von 26:22 zu Buche. Die mit dem Bus mitgereisten Anhänger des TuS konnten so als erste den Einzug in das Final Four im Pokal feiern, die weiteren Partien finden am heutigen Abend und morgigen Sonntag statt. "Super, dass wir das geschafft haben", so TuS-Coach Patrick Liljestrand.

Am Ende jubelte der TuS N-Lübbecke, denn obschon der Erfolg beim Zweitligisten Bergischer HC eigentlich in die Rubrik "Pflichterfolg" für den Bundesligisten gehört, er ist auch ein historischer: Erstmals schaffte der TuS N-Lübbecke den Einzug in das Final Four des Pokals. "Die Mannschaft hat super gekämpft und am Ende sind wir verdient ins Final Four eingezogen", zog Trainer Patrick Liljestrand auf der Homepage des Vereins sein Fazit und kündigte an: "Ich denke, die Jungs dürfen heute das ein oder andere Bier mehr trinken." Auch Alexandros Alvanos, mit sieben Toren bester Werfer der Gäste, war die Erleichterung anzumerken: "Das ist ein richtig geiler Moment. Wir sind überglücklich und wollen diesen Augenblick einfach nur genießen."

Vor der Freude hatte der Erstligist aber ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, denn vor 2.450 Zuschauern in der Klingenhalle in Solingen hielt der Zweitligaspitzenreiter zunächst mehr als nur gut mit. Mit einer offensiven 3:3-Deckung behinderte der Außenseiter das Offensivspiel des TuS immer wieder erfolgreich und in der Offensive sorgte der positive Abschluß des ersten Angriffs durch Kenneth Klev zum 1:0 für Selbstvertrauen. Tluczynski konnte zwar ausgleich, wie wenig später auch Rui zum 2:2, doch die Anfangsphase gehörte den Hausherren. Diese spielten groß auf und holten sich in der Deckung das nötige Selbstvertrauen - lediglich zwei Toren gelangen dem Favoriten in der ersten Viertelstunde. Auf 7:2 war der BHC so davongezogen und die Hoffnungen der heimischen Fans auf eine Sensation wuchsen.

Bereits beim 2:5 hatte Patrick Liljestrand seine Auszeit genommen, allerdings brauchte es danach noch zwei Minuten, bevor sich diese auszahlen sollte. Nach und nach fand der Angriff des TuS aber die nötige Sicherheit und fand in die Partie. Dennoch, bis zum 9:5 - Jiri Vitek hatte getroffen - schien alles für den Außenseiter zu laufen. Doch dieser scheiterten nun mehrfach am eingewechselten Milos Putera im Tor der Gäste, der eine glänzende Leistung bot. Acht Minuten blieb er ohne Gegentreffer und legte so den Grundstein für die Aufholjagd, die Michal Jurecki mit dem 9:9 Ausgleich krönte. Doch Alvanos kassierte dann zwei Minuten und dies bremste den Spielfluß des Favoriten wieder. Der BHC spielte weiter gut mit und nahm nach dem 12:11 von David Moen Kleven eine verdiente Führung mit in die Pause.

In den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts konnte der BHC die Führung zunächst noch verteidigen, dann aber wurde der Bundesligist seiner Favoritenrolle gerecht: Ein Doppelschlag von Artur Siodmiak brachten beim 14:14 den Ausgleich und Alvanos sorgte danach für die erste Führung. Bis zum 16:16 hielt der BHC - trotz einer Unterzahlsituation - noch den Anschluß, dann aber drängte der TuS auf die Vorentscheidung. Die Deckung der Gäste stand nun sicher und in der Offensive trumpfte nun vor allem Alex Alvanos immer wieder auf, er sorgte auch für die erneute Führung. Siodmiak, Felixsson, zwei weitere Alvanostreffer und ein Tor von Tluczynski - beim 22:16 schien zehn Minuten vor Spielende die Vorentscheidung gefallen zu sein.

Das BHC-Trainerteam Chrischa Hannawald und HaDe Schmitz hatte seine Auszeit bereits fünf Minuten zuvor genommen, doch dem BHC schienen die Kräfte für die Sensation zu fehlen. Davien Moen Kleven beendete die fast zehnminütige Durststrecke des BHC dann aber und gab damit das Startsignal für ein letztes Aufbäumen. Nach Hinzes Treffer betrug der Abstand nur noch vier Tore, der TuS steuerte gegen - nahm seine Auszeit. Nach dem 21:24 von Reinarz lebten die Hoffnungen der heimischen Fans noch einmal auf, doch nach Treffern von Siodmiak und Putera erstarben diese endgültig. Auch die turbulenten Schlußsekunden mit zwei Zeitstrafen und einer Roten Karte gegen Michal Jurecki änderten nichts mehr am 26:22-Erfolg des TuS - bei dem sich der Zweitligist aber mehr als achtbar schlug und eine erstligareife Leistung zeigte.



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