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08/25/2006 - Christian Ciemalla und Christopher Monz |
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Flensburg startet mit ungefährdetem Auswärtssieg in Wetzlar |
 Blazenko Lackovic erzielte den ersten Treffer der neuen Saison Photo: Christopher Monz |
Im letzten Jahr musste die SG Flensburg in Wetzlar bis zur letzten Sekunde um den Sieg zittern, heute war die Entscheidung bereits in der zwanzigsten Minute gefallen, als die SG mit 12:5 in Führung gegangen war. Andersson-Stellvertreter Viggo Sigurdsson verlebte so einen ruhigen Einstand auf der Flensburger Bank und durfte sich am Ende über einen ungefährdeten 32:25-Erfolg seiner Mannschaft freuen. Flensburg, das in der zweiten Halbzeit einen möglichen Kantersieg vergab, hatte zudem den ersten Jubel der neuen Bundesligasaison auf seiner Seite, nach offiziell 32 Sekunden hatte Blazenko Lackovic den ersten Treffer der neuen Spielzeit erzielt. Bei der HSG, die auf ihre beiden verletzten Leistungsträger Nebojsa Golic und Lars Kaufmann verzichten mussten, überzeugte trotz der Niederlage Neuzugang Timo Salzer.
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 Michael V. Knudsen gegen Gregor Werum Photo: Christopher Monz |
Nur 32 Sekunden mussten die Fans in Wetzlar auf den ersten Treffer der neuen Spielzeit warten, für den Großteil der 3.332 Zuschauer dürfte dieser allerdings auf der falschen Seite gefallen sein, denn Blazenko Lackovic zeichnete sich dafür verantwortlich und brachte so den Gast aus Flensburg mit 1:0 in Führung. Die mitgereisten Flensburger Fans durften zudem jubeln, da das neu gestaltete Wetzlarer Hallenheft ihre Mannschaft zum Champions League-Sieger machte. Den ersten Treffer der Gastgeber durften die heimischen Fans dann aber nach etwas über drei Minuten bejubeln, als Savas Karipidis per Siebenmeter den 1:2 Anschluß erzielte. Bereits in dieser frühen Phase wurde aber deutlich, dass der Wetzlarer Offensive die Mittel und vor allem die Durchschlagskraft gegen die aufmerksame Flensburger Deckung fehlte. Das Fehlen der Leistungsträger Lars Kaufmann und Nebojsa Golic war insbesondere im Angriff nicht übersehen.
Die Gäste aus Flensburg konnten ihre Ausfälle unterdessen besser kompensieren, für den an einer Oberschenkelverletzung laborierenden Jan Holpert war Youngster Simon Herold in den Kader gerückt und auch Michael V. Knudsen wurde aufgrund von Knöchelproblemen größtenteils geschont. Zunächst nahm Knudsen allerdings auf der Bank platz und von dort sah er, wie seine Mannschaft das Spiel immer besser in den Griff bekam und sich dank einfacher Treffer im Gegenstoß auch schnell entscheidend absetzte. Mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter hatte Karipidis zwar in der sechsten Minute zum 2:2 ausgeglichen, dann aber setzte sich der Favorit über 5:2 und 9:4 bis auf 12:5 ab.
"Wir waren im Angriff nicht durchschlagskräftig genug, und haben viel zu viele Tore über Flensburgs zweite Welle bekommen", analysierte Wetzlars Trainer Dragan Markovic nach der Partie. Erst eine Hinausstellung gegen Lackovic brachte die HSG-Offensive wieder etwas besser ins Spiel, Clößner und Salzer nutzten die Überzahl, allerdings konnte auch der stark aufspielende Flensburger Neuzugang Ljubomir Vranjes einen Treffer erzielen. Mitkov verkürzte auf der Gegenseite den Abstand beim 8:13 noch einmal auf fünf Tore, näher sollte die HSG in der Folge aber nicht mehr herankommen. Im Gegenstoß erhöhte Lars Christiansen auf 18:10, doch mit der Halbzeitsirene schaffte der überzeugend aufspielende Timo Salzer noch den 11:18-Halbzeitstand.
Lars Christiansen erzielte mit einem Strafwurf den ersten Treffer des zweiten Abschnitts, dann aber bäumte sich der Gastgeber noch einmal auf. Mit drei Treffern in Folge verkürzte die HSG auf 14:19 und war erneut auf fünf Tore herangekommen. Bis zum 21:16 konnte Wetzlar den Abstand halten, doch wie im ersten Abschnitt wurden die wie in der ersten Halbzeit drucklosen Angriffe eine Beute der Flensburer Deckung oder des starken Dan Beutler im Tor der SG. Beutler sorgte mit seinen genauen Anspielen für den Gegenstoß zudem weiterhin für einfache Treffer und so führte Flensburg, trotz einer keineswegs überragenden Leistung in der Offensive, sieben Minuten vor Spielende beim 29:19 erstmals mit zehn Toren, den Treffer hatte Neuzugang Andreas Eggert erzielt.
Angesichts der deutlichen Führung ließ bei den Flensburger nun die Konzentration etwas nach, zudem wechselte Flensburgs Aushilfscoach Viggo Sigurdsson in der Folge durch. So kam auch Simon Herold im Tor der SG zum Zug. Die Wetzlarer konnte die Nachlässigkeiten der Flensburger in der Schlußphase nutzen, vor allem der überzeugende Timo Salzer nutzte dies, um sein Torkonto am Ende auf sieben Treffer zu erhöhen. In seinem ersten Erstligaspiel wurde der Neuzugang vom TV Kornwestheim so gleich bester Schütze der Wetzlarer. Den Flensburger Sieg konnte am Ende aber auch er nicht mehr gefährden, bei Ertönen der Schlußsirene stand ein verdientes 32:25 (18:11) für den Favoriten auf der Anzeigetafel.
"Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftreten, wenn man bedenkt wie lange wir in der abgelaufenen Saison hier zittern mussten", erinnerte Manager Thorsten Storm nach der Begegnung an die Partie der Vorsaison, als Jan Holpert den Flensburger Sieg in den Schlußsekunden festhielt. Auch Übergangstrainer Viggo Sigurdsson zeigte sich zufrieden: "Ich kenne Wetzlar nur noch aus den Spielen in der engen Sporthalle in Dutenhofen, damals haben wir immer ganz schön gezittert, vor allem vor den euphorischen Zuschauern. Heute haben wir die Aufgabe Wetzlar sehr gut gelöst."
HSG Wetzlar - SG Flensburg-Handewitt 25 : 32 (11:18)
HSG Wetzlar:
Matosevic, N. Weber
Naesby (1), Clößner (1), Lex (1), Salzer (7), Allendorf (1/1), Mitkov (1), Hock (3/1), Karipidis (6/2), Werum (3), S. Weber (1)
SG Flensburg-Handewitt:
Beutler, Herold
von Behren (1), Lackovic (3), Nielsen (4), Eggert (3/2), Jensen (1), Christiansen (4/2), Vranjes (5), Stryger (3), Lijewski (6), Boldsen (2), Lauritzen, Knudsen
Zuschauer: 3.326
Schiedsrichter: Fleisch / Rieber
Strafminuten: 6 / 8
Siebenmeter: 4/6 - 4/4
Spielfilm:
0:1 (1.), 0:2 (3.), 1:2 (4.), 2:2 (6.), 2:3 (6.), 2:4 (7.), 2:5 (9.), 3:5 (9.), 3:6 (10.), 4:6 (12.), 4:7 (13.), 4:8 (14.), 4:9 (17.), 5:9 (18.), 5:10 (19.), 5:11 (20.), 5:12 (20.), 6:12 (21.), 6:13 (22.), 7:13 (23.), 8:13 (23.), 8:14 (24.), 8:15 (26.), 9:15 (27.), 9:16 (28.), 10:16 (29.), 10:17 (29.), 10:18 (29.), 11:18 (29.), 11:18 (HZ)
11:19 (31.), 12:19 (32.), 13:19 (33.), 14:19 (34.), 14:20 (35.), 15:20 (36.), 15:21 (37.), 16:21 (38.), 16:22 (38.), 16:23 (40.), 17:23 (43.), 17:24 (44.), 18:24 (46.), 18:25 (46.), 18:26 (48.), 18:27 (48.), 19:27 (49.), 19:28 (50.), 19:29 (53.), 20:29 (53.), 20:30 (54.), 21:30 (56.), 21:31 (56.), 22:31 (57.), 23:31 (58.), 24:31 (59.), 25:31 (60.), 25:32 (60.), 25:32 (EN)
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| Scorers: Salzer (7), Karipidis (6), Werum (3), Hock (3), Lex (1), Clößner (1), Weber (1), Allendorf (1), Naesby (1), Mitkov (1) - Lijewski (6), Vranjes (5), Christiansen (4), Nielsen (4), Stryger (3), Lackovic (3), Eggert (3), Boldsen (2), Jensen (1), von Behren (1) |
7m: 4/6 - 4/4 2-Minute Penalties: 3/4
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