Montag · 09.04.2012 · 17:15 Uhr · red

Splitter: U-Bahn-Stationen, ein BH, eine Fanreise auf Staatskosten und Ostersuche als "Aufwärmprogramm"


Bei "Ivano Balic" kann man während der Olympischen Spiele einsteigen
Foto: Michael Heuberger
In London werden zu den Olympischen Spielen die U-Bahn-Stationen umbenannt und daher heißt es "bei Ivano Balic einsteigen, über Camilla Andersen und Andrei Lavrov fahren und bei Magnus Wislander wieder raus". In Finnland erhielt unterdessen ein Schiedsrichter ein besonderes Geschenk, nach Schweden reisten 500 mazedonische Fans auf Staatskosten, in Konstanz wurden Frauenwünsche erfüllt und Lemgo versucht sich an einem Zuschauerrekord. Doch, lesen Sie selbst.

Bei Ivano Balic einsteigen, über Camilla Andersen und Andrei Lavrov fahren und bei Magnus Wislander raus

Mit einer netten Idee wartet die Stadt London zu den Olympischen Spielen 2012 auf: Die U-Bahn-Stationen in London werden während der Spiele einen "olympischen Alias" bekommen. Alle 361 Stationen werden in dieser Zeit die Beinamen von Olympischen Legenden erhalten, vier davon die von Handballern: Camilla Andersen, Andrei Lavrov und Magnus Wislander wurde die Ehre ebenso zu teil, wie Ivano Balic, der sogar als aktiver Sportler an seiner eigenen Haltestelle aussteigen könnte. "Es gab hitzige Debatten und ein paar späte Meinungsänderungen, aber wir sind zufrieden mit dem Ergebnis: Dutzende Nationen sind vertreten, an alle olympischen Sportarten von 2012 sind gedacht worden", so die verantwortlichen Alex Trickett und David Brooks.
» Weitere Informationen und Blick auf die Map unter shop.tfl.gov.uk/

Ein BH für einen Schiedsrichter

Ein ungewöhnliches Geschenk bekam der finnische Schiedsrichter Teemu Kaulio. Nach einem Zweitligaspiel in Finnland überreichte ihm eine französische Austauschstudentin, die in Finnlands zweiter Liga in die Harzbüchse gegriffen hatte, ein besonderes Geschenk: In Geschenkpapier hatte die Spielerin einen ihrer BHs eingepackt. Das ungewöhnliche Geschenk soll den Schiedsrichter an die Spielerin erinnern, da diese ab Sommer wieder in ihre französische Heimat zurückkehren wird. Nach eigenen Angaben sucht der Schiedsrichter nun einen geeigneten Platz in seiner Wohnung.

500 mazedonische Fans reisten auf Staatskosten nach Göteborg

Spätestens seit den Erfolgen bei der EM in Serbien ist Mazedonien ein "Handball-Land". Zigtausende reisten bei der EM ins Nachbarland und auch mit ihrer Hilfe schaffte die Auswahl um Kiril Lazarov überraschend den Sprung zu einem der Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele. In Göteborg reichte es für Mazedonien an diesem Wochenende trotz der Unterstützung aber nicht. Dabei waren auf Staatskosten auch 500 mazedonische Fans vor Ort: 100 Karten verteilte der Staat an eine Gruppe von verdienten Fans, weitere 400 wurden in einer Lotterie verlost - über 11.000 Fans bewarben sich laut balkan-handball.com um die Karten.

Harte Jungs unter sich


Die HSG Saarlouis zu Besuch in der Stahlhütte
Sie tauschten für einen Nachmittag ihre schmucken Trikots gegen die Sicherheitsbekleidung der Besucher der Dillinger Hütte: Die "harten Jungs" aus der Handball-Bundesliga zu Gast bei den "hart arbeitenden Jungs" aus der Dillinger Stahlschmiede. Das Bundesliga-Team der HG Saarlouis war am vergangenen Dienstag beim Werksbesuch nicht nur von den Dimensionen des Weltunternehmens Dillinger Hütte beeindruckt, sondern auch vom schweren Job der Stahlkocher. Nach einem abschließenden Beisammensein, hieß es am Abend dann für die Handballer wieder selbst "hart Arbeiten" beim Training für die restlichen Spiele der Runde.

Lemgo Youngsters wollen nächsten Zuschauerrekord

Die Lemgo Youngsters wollen erneut einen Zuschauerrekord aufstellen. Schon in der letzten Saison stellte die Lemgoer Reserve einen Zuschauerrekord für ein Spiel in der Oberliga auf: Beim Derby gegen die HSG Augustdorf/Hövelhof kamen 2.585 Zuschauer in die Lipperlandhalle. Nun soll ein Rekord für die 3. Liga folgen, die Partie gegen den OSC Rheinhausen wird am 29. April um 17 Uhr in der Lipperlandhalle ausgetragen. "Wir wollen Maus und Mann mobilisieren, damit uns das gelingt", ist HL-Geschäftsführer Christian Sprdlik bereits einige Wochen vor Anpfiff gespannt auf das Highlight der Saison. "Wir haben uns in der 3. Liga als Aufsteiger sehr gut präsentiert, den Erfolg wollen wir nun mit vielen Zuschauern teilen und vor einer tollen Kulissen in der Lipperlandhalle spielen." Der bisherige Rekord liegt bei 2529 Zuschauern, die erst am 1. April 2012 das Spiel der 3. Liga Ost zwischen dem HSC 2000 Coburg und DJK Rimpar Wölfe verfolgten. Der Kartenvorverkauf für die Rekordjagd in Lemgo ist bereits gestartet.

25.000 Euro für die Jugend

Im Rahmen des Finalturniers um den Deutschen Länderpokal 2012 in Rotenburg a.d.Fulda, überreichte der Vorsitzende des Freundeskreises des Deutschen Handballs (FDDH), Henning Opitz, symbolisch einen Scheck in Höhe 25.000 Euro an die Deutsche Handballjugend. Dies ist der Betrag, den der FDDH in diesem Jahr zur Förderung der Handballjugend im Allgemeinen und zur Unterstützung junger Handball-Talente im Besonderen zur Verfügung stellt. Der Förderbetrag wird aus den Beiträgen und Spenden der Mitglieder finanziert. Den Scheck von Henning Opitz nahmen Christian Schwarzer (DHB-Jugendkoordinator) und Daniel Bauer (DHB-Jugendsprecher) entgegen.
Weitere Informationen zum Freundeskreis des Deutschen Handballs unter » fddh.de

HSG Konstanz erfüllte Frauenwünsche

Einen besonderen Handball-Tag verlebten am Gründonnerstag die weiblichen Besucher der Begegnung HSG Konstanz gegen HSC Kreuzlingen. Gastgeber Konstanz hatte zum "Lady Play" geladen, eine Veranstaltung, die bereits im Vorjahr erfolgreich war. Mit dem deutsch-schweizerischen Vergleich wollen die Vereine ihre Kontakte intensivieren, zudem wurde Tobias Eblen verabschiedet, der von Konstanz nach Kreuzlingen wechselt. Das "Lady Play" begeisterte dabei die weiblichen Fans, die nicht nur freien Eintritt hatten und kleine Aufmerksamkeiten der zahlreichen Partnern bekamen sondern auch besondere Gewinne bei einer Tombola mitnehmen konnten: Ein "ganz besonderes Erlebnis mit einem Handballspieler", beispielsweise.

Osterschule mit Chrischa Hannawald in Ismaning

Chrischa Hannawald (41), kümmert sich neben seiner Aufgabe als Co-Trainer des Handball-Bundesligisten Bergischer HC auch um den Handball in der bayrischen ‚Diaspora‘. Nach dem tollen Erfolg des ersten Camps im Januar in Krumbach veranstaltet der ehemalige Nationaltorhüter in den Osterferien seine zweite ‚Handball-Schule‘. In der 15.000-Einwohner-Gemeinde vor den Toren von München, können Buben und Mädchen zwischen 8 und 14 Jahren vom 10. – 12. April von Hannawald und weiteren erfahrenen Coaches, wie Pascal Morgant und einigen Bundesligaspielern, die als Gäste vorbeischauen werden, das Handball-Einmaleins und natürlich auch viele Tricks und Kniffe der (Ex-) Profis erlernen.
Weitere Informationen: www.handball-schule.com

Jungfüchse erleben bei Berlin Recycling "Berufsalltag"

Den Füchsen Berlin ist die Jugendarbeit nicht nur aus sportlichen Gesichtspunkten ein großes Anliegen ist. Auch bei der Ausbildung der jugendlichen Handballer wird viel Wert auf ganzheitliche Entwicklung gelegt. So sammeln die Jungfüchse neben Handball- und Athletiktraining auch praktische Erfahrungen aus dem Berufsleben. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Berlin Recycling ermöglichen die Füchse Berlin den Nachwuchshandballern in der vergangenen einen Blick hinter die Kulissen im Bereich der Abfallentsorgung. "Im Rahmen der gesamtheitlichen Ausbildung ist es uns wichtig, dass unsere Jugendlichen auch das echte Arbeitsleben kennenlernen", so Bob Hanning - Geschäftsführer und Trainer der männlichen A-Jugend. Die Jugendlichen, die sich alle freiwillig für den Einsatz entschieden haben, wurden je einem Team von Berlin Recycling zugeordnet und gingen an einem Tag auf Tour in die verschiedenen Berliner Stadtteile.

Besonderes Osteraufwärmprogramm des HC Leipzig in Viborg

Den Ostersonntag verbrachten die Spielerin des HC Leipzigs im dänischen Viborg, am heutigen Montag stand das Rückspiel im Halbfinale des Pokalsiegerwettbewerbs auf dem Programm. Passend zum Osterfest gab es am Sonntag dabei auch ein besonderes "Aufwärmprogramm". Heimlich wurden in einem dem Mannschaftshotel nahem Parkgelände 100 Osterüberraschungen versteckt, welche die Spielerinnen nun im Wettstreit finden mussten. Die Aufteilung „Alt“, im internen Sprachgebrauch der Spielerinnen „Erfahren“, gegen „Jung“ kam auch hier zur Anwendung. Team „Alt“ bewies dabei einen besonders guten Spürsinn und konnte den Contest am Ende mit 58 zu 42 eingesammelten Stücken klar für sich entscheiden.