Freitag · 06.04.2012 · 11:39 Uhr · Uwe Meier - Cellesche Zeitung und PM Trier

Zum Abschied: SVG Celle will den ersten Sieg


Martin Kahle und der SVG wollen sich mit einem Sieg von den heimischen Fans verabschieden
Foto: Heinz Zaunbrecher
Tschüss 1. Bundesliga: Am morgigen Ostersonnabend absolviert der SVG Celle sein letztes Heimspiel der Saison. Um 19.30 Uhr ist DJK/MJC Trier zu Gast in der HBG-Halle. Auch wenn die Celler Mannschaft den Abstieg wohl nicht mehr verhindern kann, will das Team Vollgas geben und sich mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden.

Es sollte eigentlich das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt werden. Doch der überraschende Trierer Sieg am vergangenen Wochenende gegen Frankfurt machte einen Strich durch die Rechnung. Der Kampf um den Klassenerhalt scheint entschieden. Es deutet alles darauf hin, als müsse sich der SVG Celle nach nur einer Saison wieder aus der Handball-Bundesliga verabschieden.

Nur ein Wunder mit zwei Siegen in den beiden noch ausstehenden Begegnungen könnte den SVG noch vor dem erneuten Gang in die zweite Liga retten. Ein unwahrscheinliches Szenario, an das selbst im Celler Lager niemand glauben mag. Sicherlich ist ein Sieg gegen Trier machbar, doch zum Abschluss geht es eine Woche später noch zum amtierenden Deutschen Meister Thüringer HC. Und auch dort müsste ein Sieg her.

Und so heißt es am Sonnabend (19.30 Uhr, HBG-Halle) gleich in doppeltem Sinne „Tschüss Celle“. Denn die Partie gegen DJK/MJC Trier ist nicht nur das letzte Heimspiel der Saison, es ist auch für drei SVG-Spielerinnen die letzte Begegnung vor heimischem Publikum. Vor dem Spiel werden Desiree Comans (Leverkusen), Nastja Antonewitch (Metzingen) und Laura Vasilescu (Ziel unbekannt) vom Verein und vom Fan-Klub verabschiedet.

Anschließend will das Team gegen Trier Vollgas geben. Ohne einen Sieg will man sich nicht aus der Bundesliga verabschieden. „Das sind wir uns, aber auch in erster Linie unseren Fans schuldig, die uns über die gesamte, schwierige Saison immer die Treue gehalten haben“, sagt Trainer Martin Kahle, der damit offenbar den Nerv der Mannschaft trifft, die sich mit voller Intensität auf die Begegnung vorbereitet. „Es geht nicht darum, die Minimalchance auf den Klassenerhalt zu wahren. Es geht darum, sich mit einem vernünftigen und erfolgreichen Spiel zu verabschieden“, so Kahle. Da spreche die gesamte Mannschaft eine Sprache.

Die Miezen hingegen wollen alle theoretischen Unwägbarkeiten los werden.  „Wir werden um den Sieg spielen, alles andere kann nicht unserer Anspruch sein.“, so Trainer Dago Leukefeld: „Wir hatten die ein oder andere vermeidbare Niederlage und gegen Celle wollen wir das sicher nicht wiederholen.“ Vor der besonderen Atmosphäre beim voraussichtlichen Absteiger warnt Leukefeld zugleich aber auch vehement: „Es ist ihr letztes Heimspiel und die Kombination aus einer Portion Enttäuschung und dem andererseits nun abgefallenen Druck, kann Celle zuhause durchaus sehr gefährlich werden. Wir müssen daher voll auf der Höhe des Geschehens bleiben und das erwarte ich von meinen Spielerinnen in dieser Phase auch.“

Ob allerdings der komplette SVG-Kader aufgeboten werden kann, ist ungewiss. Antonewitch konnte aufgrund einer Mandelentzündung nicht am Training teilnehmen. Und für Jessica Geier, die in den vergangenen Wochen nach einem Haarriss im Knie aussetzen musste und auch die Reise nach Göppingen aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung nicht mitmachen konnte, kommt ein Einsatz wohl noch zu früh.

Doch der Rest des Teams wird alles daran setzen, dem mit viel Selbstvertrauen anreisenden DJK/MJC Trier erfolgreich Paroli zu bieten. Dazu gilt es, den starken Rückraum mit den serbischen Nationalspielerinnen Katarina Vojcic und Jasmina Radojicic sowie der Polin Lucyana Wilmamowsksa und Neuzugang Carolin Schmele in den Griff zu bekommen. Gelingt das, klappt‘s auch mit dem ersten Sieg - so die Hoffnungen in Celle.